Übersicht Stadtratskandis

Urgesteine und Newcomer: Diese 16 Personen kandidieren für den Zürcher Stadtrat

Sechs Bisherige streben eine weitere Amtszeit im Stadtrat an, zehn neue Politiker:innen wollen am 8. März erstmals ins Gremium einziehen. Gewählt werden können nur neun. Eine Übersicht über die Kandidat:innen.

Der Zürcher Stadtrat im Stadthaus
So sieht der bisherige Stadtrat aus – André Odermatt (SP), Corine Mauch (SP) und Filippo Leutenegger (FDP) treten nicht mehr zur Wahl an. (Bild: Stadt Zürich)

Diese zehn Politiker:innen kandidieren neu

Céline Widmer (SP)

Céline Widmer ist seit 2019 Mitglied des Nationalrats in Bern. Ihre Schwerpunkte liegen dabei auf Themen zur Finanz- und Steuerpolitik sowie zur Migration und Gleichstellung. Zuvor war die SP-Politikerin Mitglied im Zürcher Kantonsrat. 

Zehn Jahre lang arbeitete sie im Stab der Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP). Entsprechend galt sie vor der Wahl von Raphael Golta als Präsidiumskandidat sogar als Favoritin für ihre Nachfolge. Wie auf ihrer Webseite zu lesen ist, lebt Widmer mit ihrer Familie im Kreis 4 und verbringt ihre Freizeit gerne in den Bergen.

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Tobias Langenegger (SP)

Aufgewachsen im Zürcher Oberland ist Tobias Langenegger seit über zehn Jahren Mitglied des Kantonsrats, wo er zudem als Co-Fraktionspräsident der SP wirkt. In seiner politischen Arbeit legt er einen besonderen Fokus auf die Themen Wohnen und Finanzen.

Privat besucht der Ökonom gerne Fussballspiele im Letzigrund und engagiert sich in seinem Wohnkreis 5. Seit 2012 ist er im Organisationskomitee des Röntgenplatzfestes tätig.

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Përparim Avdili (FDP)

Seit fast acht Jahren sitzt Përparim Avdili im grössten kommunalen Parlament der Schweiz. Der FDP-Politiker kandidiert nicht nur für den Stadtrat, sondern möchte auch gleich Stadtpräsident werden. Er sieht politisches Veränderungspotenzial in der Wohnungsnot und dem Ausbau des Wirtschaftsstandorts Zürich. 

Avdili wuchs in Altstetten auf und lebt noch heute dort. Er ist gebürtiger Nordmazedonier (damals noch Jugoslawien) und seine Eltern kamen als Saisonniers nach Zürich. 

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Marita Verbali (FDP)

Marita Verbali ist im November 2023 in den Gemeinderat nachgerückt. Dort geht sie besonders Themen im sozialpolitischen Bereich an. Zusätzlich setzt sie sich für eine pragmatische Drogenpolitik ein.

Verbali hat Wurzeln in Argentinien und Italien. Beruflich war sie lange als Köchin beschäftigt – eine Zeit, die sie auf ihrer Webseite als prägend beschreibt. Heute arbeitet die FDP-Politikerin als Bereichsleiterin in der Unternehmensentwicklung beim Spital Triemli und Waid.

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Balthasar Glättli (Grüne)

Bevor Balthasar Glättli 2011 in den Nationalrat gewählt wurde, war er Mitglied des Gemeinderats und präsidierte dort die Grüne Fraktion. Von 2020 bis 2024 war er zudem Präsident der Grünen. Nun wagt er erneut den Schritt auf die lokalpolitische Bühne.

Seine langjährige politische Laufbahn macht ihn zu einem prägenden Gesicht der Grünen. Politisch setzt er sich insbesondere für den Klimaschutz und bezahlbaren Wohnraum ein. Auch eine grünere Verkehrspolitik mit einem klaren Fokus auf den Veloverkehr und die öffentlichen Verkehrsmittel gehört zu seinen zentralen Anliegen.

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Balthasar Glättli
Auf seiner Webseite beschreibt sich Balthasar Glättli als «Umweltaktivist der ersten Stunde». (Bild: Kai Vogt)

Serap Kahriman (GLP)

Mit dem Spruch «Wenn schon Mann, dann Kahriman» kandidiert Serap Kahriman als einzige Frau für das Stadtpräsidium. Seit vier Jahren vertritt sie Zürich-Nord im Gemeinderat. In Fragen rund um Klima, Gesellschaft und Mobilität positioniert sie sich eher links, während sie bei sozialen und finanzpolitischen Themen eher bürgerliche Positionen vertritt.

Die GLP-Politikerin mit türkischen Wurzeln ist im Toggenburg aufgewachsen. Heute lebt sie mit ihrer Familie im Kreis 6 und leitet hauptberuflich die Koordinationsstelle für Umweltschutz des Kantons Schaffhausen.

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Ueli Bamert (SVP)

Aufgewachsen in Solothurn sitzt Ueli Bamert seit 2018 im Zürcher Kantonsrat. Seit bald zwei Jahren ist er zudem Co-Präsident der städtischen SVP. Politisch setzt er sich für Steuersenkungen, den Abbau von Regulierungen bei Bauvorhaben sowie eine restriktive Zuwanderungspolitik ein.

Hauptberuflich ist er als Geschäftsführer des Heizölhändlerverbands Swissoil tätig. Daneben arbeitet er als Leiter Politik und Kommunikation bei Avenergy Suisse. In seiner Freizeit treibt Bamert gerne Sport und ist, wie auf seiner Webseite festgehalten, ein grosser Musikfan. Sogar hinter dem DJ-Pult wurde er schon gesichtet.

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Tanja Maag (AL)

Vor drei Jahren wurde Tanja Maag in den Gemeinderat gewählt. Seitdem hat sie auch das Co-Fraktionspräsidium inne. Ihre politischen Schwerpunkte sind eine gerechte Ressourcenverteilung, faire Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen und kostengünstiger Wohnraum.

Maag wohnt mit ihrer Familie bereits seit 20 Jahren im Kreis 9, ist gelernte Pflegefachfrau und arbeitet heute als Bildungsverantwortliche am Spital Zollikerberg.

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Tanja Maag AL
Mit dem Slogan «Zürich maag Tanja» startete die AL-Politikerin in den Wahlkampf. (Bild: Diana Studerus)

Karin Weyermann (Mitte)

Die Mitte-Politikerin Karin Weyermann setzt sich seit 2011 – mit einer vierjährigen Unterbrechung – im Gemeinderat für die Anliegen der Kreise 7 und 8 ein. Laut ihrer Webseite liegt ihr politischer Fokus auf der Familienpolitik, der Bildung sowie einer Wirtschaftspolitik, die Unternehmen stärkt. Bis September 2025 war Weyermann Präsidentin der Mitte Stadt Zürich.

Weyermann ist ausgebildete Juristin und arbeitet als Ratsschreiberin sowie als stellvertretende Statthalterin beim Bezirksrat Zürich. In ihrer Freizeit spielt sie unter anderem Klarinette in der Polizeimusik Zürich-Stadt.

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Sandra Gallizzi (EVP)

Seit bald drei Jahren sitzt Sandra Gallizzi im Gemeinderat, wo sie sich für den Wahlkreis 11 engagiert, der zugleich ihr Zuhause ist. Ihre parlamentarischen Vorstösse befassen sich insbesondere mit sozialen und ökologischen Themen, aber auch mit einzelnen baulichen Anliegen. Zudem ist sie Co-Präsidentin der EVP Stadt Zürich.

Neben ihrer politischen Tätigkeit engagiert sich Gallizzi im Vorstand des Vereins Nachbarschaftshilfe Seebach. Ausserdem ist sie als diplomierte Fusspflegerin selbstständig tätig. 

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Diese Stadträtinnen und Stadträte treten erneut an

Simone Brander (SP)

Simone Brander steht seit 2022 dem Tiefbau- und Entsorgungsdepartement vor. Zuvor war sie unter anderem Mitglied des Gemeinderats sowie Vize-Fraktionspräsidentin der SP-Gemeinderatsfraktion. In ihrer politischen Arbeit setzt sie einen klaren Schwerpunkt auf den Klimaschutz. Unter ihrer Leitung wurden wichtige Projekte realisiert, darunter die Eröffnung des Velotunnels sowie die Inbetriebnahme der ersten Velovorzugsroute der Stadt.

Brander studierte Umweltnaturwissenschaften an der ETH Zürich. Vor ihrem Übertritt in den Stadtrat war sie als Fachspezialistin für Energiewirtschaft beim Kanton Aargau tätig.

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Raphael Golta (SP)

Raphael Golta ist seit mehr als zehn Jahren Vorsteher des Sozialdepartements. Nun hat er sich entschieden, für das Stadtpräsidium zu kandidieren und damit die Nachfolge von Corine Mauch (SP) anzustreben. Als Sozialvorsteher liegt der Schwerpunkt seiner politischen Arbeit konsequent im sozialen Bereich. So sicherte er vor knapp drei Jahren die Energiekostenzulage und förderte zuletzt das Projekt «Digitale Teilhabe», das es Menschen mit KulturLegi ermöglicht, einen Laptop zu einem vergünstigten Preis zu beziehen.

Vor seinem Einzug in den Stadtrat war Golta Mitglied des Kantonsrats sowie im Vorstand des Mieterinnen- und Mieterverbands Zürich engagiert. Beruflich war er zuletzt als Softwareentwickler tätig.

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Raphael Golta wirkte elf Jahre lang im Kantonsrat mit. (Bild: Tsüri.ch / Simon Jacoby)

Michael Baumer (FDP)

Michael Baumer steht seit 2018 dem Departement der Industriellen Betriebe vor und ist gleichzeitig Mitglied des Vorstands der FDP des Kantons Zürich. Während seiner Amtszeit wurde unter anderem die Fernwärme weiter ausgebaut. Auch das Projekt Tram Affoltern treibt Baumer voran. Zudem fand im vergangenen Dezember der bislang grösste Fahrplanwechsel statt.

Baumer ist diplomierter Informatik-Ingenieur der ETH Zürich und heute Inhaber sowie Geschäftsführer der Meworla Informatik GmbH.

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Daniel Leupi (Grüne)

Daniel Leupi steht seit 2013 dem Finanzdepartement vor. Zuvor war er während drei Jahren für das Polizeidepartement verantwortlich. Unter seiner Führung sind die Finanzen der Stadt solide aufgestellt: Der Grünen-Politiker konnte im vergangenen Jahr einen Gewinn von über einer halben Milliarde Franken für die Stadt ausweisen.

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Karin Rykart (Grüne)

Karin Rykart übernahm 2018 das Amt der Vorsteherin des Sicherheitsdepartements. Ein Blick auf ihren politischen Werdegang zeigt ihr vielseitiges Engagement: Sie war unter anderem Co-Präsidentin der Grünen Stadt Zürich sowie Stiftungsrätin der Stiftung «Wohnungen für kinderreiche Familien». 

In jüngerer Zeit geriet das Sicherheitsdepartement jedoch vermehrt in die Kritik, etwa aufgrund der wiederkehrenden Crack-Szene an der Bäckeranlage oder wegen eines Personaldefizits bei der Stadtpolizei.

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Karin Rykart Grüne Stadträtin Polizei
Karin Rykart ist die erste Frau, die das Sicherheitsdepartement der Stadt Zürich leitet. (Bild: Nina Graf)

Andreas Hauri (GLP)

Zeitgleich mit Karin Rykart trat Andreas Hauri sein Amt als Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements an. Seither konnte er mehrere sichtbare Erfolge verzeichnen, die er auch selbst in den sozialen Medien mit dem Slogan «liefere, nöd lafere» kommuniziert. 

Dazu zählen unter anderem die Eröffnung des Stadtspitals Europaallee, der Ausbau der Alterswohnungen sowie das Programm «Stärkung Pflege», das zur Senkung der Kündigungsrate beim Pflegepersonal und zur Reduktion der Kosten für Temporärangestellte beitrug.

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Minea Pejakovic

Nach der Ausbildung zur Kauffrau EFZ beim Sozialdepartement der Stadt Zürich folgte die Berufsmaturität an der KV Zürich mit Schwerpunkt Wirtschaft. Anschliessend Bachelorabschluss in Kommunikation und Medien mit Vertiefung Journalismus an der ZHAW. Erste journalistische Erfahrungen als Praktikantin in der Redaktion von Tsüri.

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