Wahlen Zürich 2026

Liveticker zu den Zürcher Wahlen: Linke Mehrheit bleibt bestehen

Die Stadt Zürich wählt eine neue Regierung und ein neues Parlament. Der Sonntag zum Nachlesen.

Wahlen 2026 Stadthaus
Nach Monaten des Wahlkampfs kommt es im Stadthaus zum grossen Showdown. (Bild: Mai Hubacher)
Tsüri-Redaktion
Die Tsüri-Delegation verabschiedet sich in den Feierabend! (Bild: Kai Vogt)

21.20 – EVP verlangt Nachzählung

Die EVP hat am Sonntag in sämtlichen Wahlkreisen die 5-Prozent-Hürde verpasst und ist damit aus dem Parlament ausgeschieden. Besonders knapp war es im Wahlkreis 12: Dort kam die Partei auf 4,95 Prozent der Stimmen – laut offiziellen Angaben der Stadt Zürich fehlten lediglich 26 Stimmen für den Einzug.

Nun fordert Sandra Gallizzi, Präsidentin der EVP Stadt Zürich, eine offizielle Nachzählung. Der Stadtrat wird bereits am Mittwoch über dieses Gesuch entscheiden. Sollte die EVP die Hürde nach einer Neuauszählung doch noch überspringen, würden die Karten im Gemeinderat neu gemischt: In diesem Fall würde voraussichtlich die linke Mehrheit kippen.

20.58 – Am 10. Mai wird Stapi gewählt

Seine SP dominierte den heutigen Wahlsonntag, er fuhr das beste Resultat von allen Stadtratskandidierenden ein, doch zum Stapi hat es Raphael Golta nicht ganz gereicht: Er verpasst das absolute Mehr. Golta muss darum am 10. Mai noch einmal antreten. Doch weder Michael Baumer (FDP) noch Andreas Hauri (GLP) dürften nach diesem Sonntag grosse Lust auf eine Kampfwahl gegen die übermächtige Linke haben.

20.44 – Dominik Waser und Luca Maggi abgewählt

Bei den Grünen gibt es einige bekannte Gesichter, die die Wiederwahl nicht geschafft haben: Markus Knauss, Luca Maggi und Dominik Waser verpassen die Wiederwahl.

Auch bei den anderen Parteien werden Politiker:innen abgewählt: Flurin Capaul (FDP), Ronny Siev (GLP), Bernhard im Oberdorf (Mitte).

20.05 – AL hält ihre 8 Sitze

Bei der kleinsten linken Partei bleibt alles gleich. Die AL verliert zwar keinen Sitz im Parlament, ihre Kandidatin Tanja Maag verpasst den Einzug in den Stadtrat aber deutlich. David Garcia Nuñez (AL) konzentriert sich auf das Positive: «Unsere acht Sitze sind fix und das ist super.» Klar hätten sie sich ein besseres Ergebnis gewünscht, doch von einer hohen Wahlbeteiligung profitierten vor allem die grossen Parteien.

20.04 – Schlussresultat: Linke Mehrheit bleibt bestehen

Alle Stimmen sind ausgezählt. SP, Grüne und AL haben wiederum 63 Stimmen im Parlament und damit 1 Stimme mehr als die Bügerlichen.

19.57 – Es fehlt nur noch der Wahlkreis 1&2

Inzwischen ist auch der Wahlkreis 4&5 ausgezählt, es fehlt also nur noch ein Kreis. Derzeit haben die drei linken Parteien 49,64 Prozent der Stimmen. Wie viele Sitze es am Schluss sind, und ob es für die erneute Mehrheit im Parlament reicht, ist noch immer offen.

19.36 – Linke Mehrheit wackelt

7 von 9 Wahlkreisen sind ausgezählt. Aktuell kommen die drei linken Parteien, die SP, Grünen und AL, zusammen auf 48 Prozent der Stimmen. Weil aber nicht alle Parteien wegen der 5-Prozent-Hürde einziehen, könnte es dennoch klappen mit der linken Mehrheit – auch, weil die Wahlkreise 4+5 und 1+2, die noch ausstehen, links geprägt sind. Es fragt sich, wohin die freien EVP-Sitze wandern. 

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Nicht gewählt, trotzdem umschwärmt: Përparim Avdili. (Bild: Mai Hubacher)

19.15 – Avdilis Auftritt stiehlt Rykart die Show

Die Türen öffnen sich und Avdili erscheint. Obwohl der FDP-Kandidat gemäss aktuellen Hochrechnungen nicht gewählt wird, schwenken alle Augen und Kameras sofort auf ihn. Im Falle von Karin Rykart (Grüne) bricht ein Journalist sogar das Interview mit der Stadträtin ab, um die Ankunft Avdilis zu dokumentieren.

19.09 – Altstetten wählt Avdili nicht

Ernüchterung für Përparim Avdili: Die Altstetter Bevölkerung, der Wahlkreis 9, wählt ihn wegen 255 Stimmen nicht in den Stadtrat. Avdili landet auch in seinem Quartier auf Platz 10.

Auch sonst wird es für den Stadtratkandidaten eng: Die bürgerlich wählenden Kreise sind ausgezählt. Avdili hat das absolute Mehr zwar erreicht, schafft es aber Stand jetzt nicht in den Rat.

19.00 Der Stadtrat dürfte (noch) linker werden

Gemäss aktuellen Hochrechnungen dürfte es Balthasar Glättli in den Stadtrat schaffen, auf die Kosten des zweiten FDP-Sitzes.

18.55 Uhr – Stimmung im Stadthaus

Inzwischen herrscht im Stadthaus ein wildes Gewusel, immer wieder verstummt die Menge, wenn neue Resultate eintreffen, dann wieder Aufregung, wenn Politiker:innen erscheinen.

18.45 – Wahlkreis 7+8 spricht für FDP

Auch der Wahlkreis 7+8 ist nun ausgezählt. Wenig überraschend schwang FDP-Stadtrat Michael Baumer hier oben obenaus und holte die meisten Stimmen. Bemerkenswert ist das Resultat von Përparim Avdili. Er belegt den dritten Platz – direkt hinter Raphael Golta. Die Zahlen verdeutlichen die politische Kluft der Stadt: Ginge es allein nach dem Zürichberg, hätte der neue SP-Kandidat Tobias Langenegger keine Chance auf einen Sitz im Stadtrat.

Sonja Rueff-Frenkel, FDP-Kantonsrätin, konzentriert sich auf die positiven Resultate: «Für den zweiten Sitz im Stadtrat sieht es nicht gut aus, das schmerzt. Dafür legen wir im Gemeinderat überall zu. Das ist wichtig, damit die Mehrheiten im Parlament kippen.»

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Raphael Golta (SP) wird von den Journis erwartet. (Bild: Mai Hubacher)

18.45 – Die SP erscheint

Und da sind sie: Die vier SP-Kandidat:innen erscheinen im Stadthaus. Trotz aktueller Prognosen, die seine Wahl prognostizieren, zeigt sich Tobias Langenegger noch zögerlich: «Noch ist nichts sicher, es fehlen noch mehrere Kreise.» SP-Präsident Oli Heimgartner zeigt sich derweil bereits siegessicher: «Es ist klar.» Raphael Golta, der auch noch um den Platz des Stadtpräsidiums kämpft, zeigt sich in dieser Sache vorsichtig: «Es sieht nicht danach aus, als reichte es im ersten Wahlgang.»

18.28 – EVP schafft K12 nicht und ist damit wohl draussen

Für die EVP scheinen die Wahlen wohl gelaufen: Im Kreis 12 erreichen sie 4,95 Prozent und scheitern damit an der 5-Prozent-Hürde. Der Kreis 12 war es letztes Jahr, der ihnen dank einer Stimmbeteiligung von 7 Prozent den Einzug sicherte. Präsidentin Sandra Gallizzi: «Wir sind erst dann enttäuscht, wenn alles ausgezählt ist.» Den Kreis 12 zu haben, wäre schön gewesen. Im Kreis 9 werde es schwierig.

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Hofft noch: EVP-Präsidentin Sandra Gallizzi. (Bild: Mai Hubacher)

18.27 – SVP könnte leicht zulegen

Bisher deutet alles auf einen Gewinn der SVP hin. Schaut man auf die vier ausgezählten Wahlkreise, legt sie von 11,5 auf 14 Prozent zu. Susanne Brunner, Präsidentin der SVP Stadt Zürich, zeigt sich erfreut: «Es sieht toll aus», sagt sie, verzichtet jedoch noch auf eine konkrete Prognose.

Den Erfolg führt sie auf den fokussierten Wahlkampf zurück: «Wir haben konsequent drei Themen ins Zentrum gerückt: Wir fordern mehr Polizei, lehnen eine ideologische Verkehrspolitik ab und wollen die Zuwanderung begrenzen», so Brunner.

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Heuer setzte die SVP nur auf einen Stadtratskandidaten: den Kantonsrat Ueli Bamert. (Bild: Mai Hubacher)

18.18 – Brander wohl mit sehr gutem Resultat bestätigt

Tiefbauvorsteherin Simone Brander (SP) scheint gemäss aktuellen Hochrechnungen die Wiederwahl mit einem sehr guten Resultat geschafft zu haben. Brander sieht das als Bestätigung für den politischen Weg, den sie eingeschlagen hat. Die Stimmbevölkerung habe auch alle Initiativen bestätigt, die aus ihrem Departement in den letzten vier Jahren hervorgegangen seien. Von Bürgerlichen wurde Brander auch kritisiert und ihre Politik als «stur» bezeichnet. Brander widerspricht. Sie sei immer offen für Diskussionen, doch die Erreichung von klimapolitischen Zielen sei schlussendlich der Wille der Zürcher Bevölkerung.

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Eine glückliche Simone Brander. (Bild: Mai Hubacher)

18.13 Uhr – Nüchterner Erfolg beim SP-Fest

Im Casa Certo wird inzwischen angestossen. SP-Gemeinderat Florian Blättler (Kreis 11) sagt: «Ich bin froh, dass ich wiedergewählt wurde, aber in Feierlaune bin ich nicht.» Das Resultat habe er erwartet. Ein paar Prozentpunkte mehr wären ihm aber lieber gewesen.

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SP feiert im Casa Certo. (Bild: Mai Hubacher)

18.10 Uhr – Keine Euphorie bei Baumer (FDP)

FDP-Stadtrat Baumer verströmt keine Euphorie, obwohl er aktuell wiedergewählt wäre. Die Frage, ob man den zweiten Sitz behalten kann, würde sich wohl in den bürgerlichen Kreisen 7 & 8 und auch 1& 2 entscheiden. «Ob es tatsächlich die SRG-Initiative war, die Links mobilisieren konnte, wird dann die Nachwahlbefragung zeigen», meint Baumer.

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Stadtrat Michael Baumer (FDP) erscheint mit Begleitung.

18.07 – Stimmbeteiligung bisher bei knapp 50 Prozent

Die bisherige durchschnittliche Stimmbeteiligung liegt bei 49 Prozent. Das ist hoch im Vergleich zu den Wahlen vor vier Jahren, als im Schnitt 43 Prozent an die Urne gingen.

Doch es zeigen sich klare Unterschiede je nach Wahlkreis: Während im Wahlkreis 3, einem klassisch linken Kreis, die Stimmbeteiligung bei rund 53 Prozent liegt, ist sie im Kreis 11, der im Vergleich bürgerlicher geprägt ist, mit 41 Prozent deutlich tiefer. Das könnte auf eine starke Mobilisierung der Linken hinweisen.

18.04 – Raphael Golta liegt beim Stadtpräsidium vorn

Raphael Golta (SP) liegt nach der Auszählung der ersten 4 Wahlkreise vorn. Mit 23'076 Stimmen hat er das absolute Mehr noch nicht ganz erreicht. Der zweitplatzierte Përparim Avdili (FDP) liegt mit 10'438 Stimmen weit zurück.

17.59 Uhr – Linke Mehrheit ist ultraknapp

Stand jetzt, nach drei ausgezählten Wahlkreisen, ist die linke Mehrheit weiterhin in Gefahr: SP, AL und Grüne kommen zusammen auf 50,8 Prozent der Stimmen. Noch ist gar nichts sicher.

17.50 Uhr – SP legt deutlich zu

Hier bereiten wir laufend die neusten Resultate auf. Die ersten Zahlen zu den Gemeinderatswahlen zeichnen ein klares Bild: In den Wahlkreisen 3, 10 und 11 verbucht die SP deutliche Gewinne, während die Grünen massiv einbüssen – in diesen Gebieten verlieren sie im Schnitt rund ein Drittel ihrer Wähleranteile. Auch die GLP verliert leicht. Hingegen die SVP kann überall leicht zulegen, und auch die FDP hält ihren Stand oder baut ihren Anteil punktuell sogar leicht aus.

17.49 Uhr – Die Mitte schafft die 5-Prozenthürde

Karin Weyermann: «Unser Minimalziel ist erreicht: Wir haben in mindestens einem Kreis die 5-Prozenthürde erreicht und sind damit im Gemeinderat bestätigt.» Die restlichen Resultate seien besser als noch vor vier Jahren.

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Die Mitte ist erleichtert ob dem Zwischenresultat. (Bild: Nina Graf)

17.47 Uhr – Nach vier ausgezählten Stadtkreisen zeigt sich dieses Bild im Rennen um den Stadtrat

17.40 Uhr – Erste Zahlen zum Stadtpräsidium

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17.19 Uhr – Die ersten Wahlkreise sind ausgezählt

FINALLY! Die ersten Resultate zum Stadtrat sind da.

Gemäss den Hochrechnungen aus den Kreisen 3, 11 und 12 werden alle vier SP-Kandidierenden gewählt und auch der Sprengkanidat Balthasar Glättli (Grüne) schafft es in den Stadtrat – auf Kosten des zweiten FDP Sitzes. Përparim Avdili landet in diesem ersten Szenario auf Platz zehn, knapp hinter Andreas Hauri von der GLP.

Und die ersten Reaktionen

Oliver Heimgartner, SP-Präsident Stadt Zürich: «Die ersten Resultate zeigen, wir haben gute Chancen mit unseren vier Kandidierenden in den Stadtrat einzuziehen. Es ist ein grosser Vertrauensbeweis der Bevölkerung und freut uns sehr.»

«Das plausibelste Szenario ist eingetroffen», sagt Sven Sobernheim, GLP-Gemeinderat. Und Serap Kahriman habe ein «respektables Resultat» gemacht.

Marita Verbali will sich nicht äussern. «Es sind ja erst drei Wahlkreise.»

16.55 Uhr – Gemäss Gerüchten kommen bald die ersten Resultate

Die Gerüchteküche brodelt und es heisst, jeden Moment könnten die Resultate der ersten drei Wahlkreise publiziert werden. Aktuell würden die Resultate noch plausibilisiert, dann würden sie publiziert. Schauen wir mal...

16.47 Uhr – Grund fürs Warten ist die hohe Wahlbeteiligung

Der Grund fürs Ausbleiben der ersten Ergebnisse der Stadtratswahlen ist die hohe Wahlbeteiligung. Das sagt Stadtkanzlei-Sprecherin Claudia Grando gegenüber SRF. Die ersten Resultate dürften sich weiter verzögern – für wie lange, weiss keiner.

16.30 Uhr – Tanja Maag zeigt sich entspannt

Die AL-Stadtratskandidatin sei mittlerweile entspannt. Morgens sei sie noch relativ aufgeregt, und, wie (vermutlich) viele Kandidierende sei sie joggen gewesen. Unterdessen sei sie ruhig. «Jetzt ist es eh gelaufen, ich kann nichts mehr machen!»

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Tanja Maag von der AL.

16.15 Uhr – So schmecken die Snacks

In Ermangelung politischer Nachrichten folgt eine Gastro-Kritik. In der Snack-Abteilung gibt es, wie an allen städtischen Anlässen, eine grosse vegetarische Auswahl. Das ist angesichts der Klimaziele und der Vorbildfunktion der Stadt natürlich löblich und einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul (schon gar nicht, wenn er gerade am Kauen ist). Zwischen den Tomaten-Mozzarella-Sandwiches (würziges Pesto) und den Käseschnitten (leicht trocken), überzeugt aber dennoch das Lachs-Laugen-Sandwich die Tsüri.ch-Redaktion am meisten.

16.06 Uhr – Gruss aus dem Büro

Unser temporäres Büro im Stadthaus ist dort, wo sonst das Personenmeldeamt einquartiert ist. Hier tickern wir für dich und sprechen über die Qualität der Sandwiches am Buffet. Im Hintergrund siehst du Nina Graf winken.

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Sonntagsredaktion im Stadthaus. (Bild: Simon Jacoby)

15.44 Uhr – Alle warten, immer noch

Die ersten Resultate aus den Wahlkreisen waren auf 15 Uhr angekündigt worden (ohne Gewähr). Doch kurz vor 16 Uhr ist da immer noch nichts. Die Anspannung steigt, die Thesen werden immer wilder. Der Lichthof füllt sich, doch noch immer ist die Ratio Medienschaffender und Politiker:innen 1:1.

15.30 Uhr – Verbali ist da

Marita Verbali (FDP) ist die erste Stadtratskandidierende, die im Stadthaus gesichtet wird. Die ersten Hochrechnungen werden jede Minute erwartet. Nervös sei sie nicht, sagt Verbali «aber aufgeregt», wenn nach diesem langen Wahlkampf endlich das Resultat feststeht.

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Die FDP-Stadtratskandidatin Marita Verbali ist im Stadthaus angekommen. (Bild: Nina Graf)

15.17 Uhr – Beim Wahlfest der SP

Im Kreis 4 vor dem Restaurant Certo deuten nach 15 Uhr lediglich die roten Luftballons darauf hin, dass sich im Innern des Lokals ein politisches Ereignis anbahnt. Auch drinnen ist die Stimmung gelassen, kaum jemand der rund 30 Personen im Raum beachtet den Livestream im Hintergrund. Unterstützung erhält die SP von den Grünen Gemeinderäten Martin Busekros und Yves Henz.

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Die SP-Basis hat sich bereits zum Wahlfest im Certo beim Werdplatz eingefunden. (Bild: Mai Hubacher)

15.12 – Hohe Wahlbeteiligung erwartet

Bereits am letzten Freitag meldete die Stadt eine Stimmbeteiligung von 53 Prozent – theoretisch ein markanter Anstieg im Vergleich zu den 43 Prozent von vor vier Jahren.

Doch die hohe Zahl ist mit Vorsicht zu geniessen: Es ist unklar, ob alle Couverts tatsächlich die Wahlzettel für den Gemeinderat enthalten oder ob viele Zürcher Stimmberechtigten lediglich wegen der nationalen Vorlagen zur Individualbesteuerung und der Halbierungsinitiative mitgemacht haben. Denkbar ist aber auch, dass die kontroversen Sachthemen die Stimmberechtigten erst recht dazu bewegt haben, auch bei den Wahlen ihr Kreuz zu setzen.

15.09 Uhr – GLP-Co-Präsident hofft auf Wende

Nicolas Cavalli von der GLP hofft, dass die linke Mehrheit im Gemeinderat kippt, weil «wir dann sehr begehrt» wären. Die Grünliberalen wären dann das Zünglein an der Waage. Wie die Wahlen ausgehen, sei aber noch sehr unsicher, sagt Cavalli.

14:57 Uhr – Blumen für die neuen Stadträt:innen entdeckt

In einem Nebenzimmer stehen die Blumensträusse für die gewählten Stadträt:innen bereit. Passend zum Weltfrauentag in Violetttönen. Riechen tun sie frisch, mal sehen, ob die Neubesetzung genauso frisch wird.

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Die Blumen für die gewählten Stadträt:innen stehen im Nebenzimmer bereit. (Bild: Miriam Thölke)

14.45 Uhr – Erste Häppchen werden verzehrt

Im ersten Stock des Stadthauses hat man sich auf einen langen Wahlnachmittag eingestellt. Bei Kaffee und kleinen Häppchen tauschen sich Politiker:innen und Medienschaffende aus. Während die ersten Brötchen verzehrt und in Gesprächen vorsichtige Erwartungen formuliert werden, ist es im Saal ruhig: Noch fehlen die amtlichen Resultate aus den Wahlkreisen.

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Die Häppchen wurden getestet. Unser Urteil: Kann man machen! (Bild: Kai Vogt)

14.33 Uhr – FDP-Vizepräsidentin

Sonja Rueff-Frenkel, Vizepräsidentin der Zürcher FDP, taucht im Stadthaus auf. Nervös sei sie nicht, aber angespannt und müde vom langen Wahlkampf.

14.23 Uhr – SP-Führung ist anwesend

Die SP-Leitung, Oliver Heimgartner, Florian Utz und Lisa Diggelmann sind im Stadthaus eingetroffen. Und warten ebenfalls auf die ersten Ergebnisse...

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Florian Utz, Lisa Diggelmann und Oliver Heimgartner.

14.18 Uhr – Das Warten im Stadthaus

Im Stadthaus befinden sich im Moment vor allem Medienschaffende, die sich auf einen langen Nachmittag vorbereiten. Einzelne Politiker:innen stehen bereits vor der Kamera von Tele Züri – zum Beispiel die abtretende Corine Mauch im violetten Kleid, passend zum Weltfrauentag.

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Die abtretende Stadtpräsidentin Corine Mauch im Fadenkreuz der Medien. (Bild: Miriam Thölke )
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Kommentare

Marc
08. März 2026 um 16:21

Gemäss verschiedenen Medienbeiträgen: Sehr hohe Wahlbeteiligung in Zürich... Lang ist doch relativ. Ob die Resultate nun um 15 Uhr oder 20 Uhr veröffentlicht werden- alea iacta est... :-)

Jean
08. März 2026 um 14:05

Mein Eindruck mag täuschen - aber warum dauern die ersten Ergebnisse in Zürich immer länger? Oder werden erst eigenössische und kantonale Stimmzettel gezählt?