Mehr Bäume für Zürich: Neues Projekt zur Begrünung der Stadt gestartet

Zürich soll grüner werden, um die Lebensqualität in der Stadt zu steigern. Mit dem Projekt «Crowdplanning» können Fachleute aus den Bereichen Städtebau, Landschaftsarchitektur und Verkehrsplanung Ideen für die Begrünung einreichen.

Bildschirm­foto 2023-05-12 um 15
So könnte die grüne Tramhaltestelle Kronenstrasse aussehen. (Quelle: zvg)

Die Stadt Zürich hat noch viel Potential für Grünflächen und Bäume. «Es ist wichtig, dass dieses Potential rasch umgesetzt wird«, heisst es in der Medienmitteilung von «umverkehR». Zusammen mit dem Architekturforum hat die Organisation am Dienstag das Projekt «Crowdplanning» lanciert.

Denn: Eine Studie des Instituts für Globale Gesundheit hat ergeben, dass durch Bäume Hitze-Todesfälle um rund einen Drittel gesenkt werden können. Demnach müsste dafür die durch Bäume bedeckte Fläche auf einen Anteil von insgesamt 30 Prozent erhöht werden, wodurch die Sommerhitze über die ganze Stadt gesehen sinkt. Doch der Baumbedeckungsgrad in Zürich liegt derzeit bei lediglich 12 Prozent.

Mehr Bäume für Zürich

Architekt und Initiator Wolfgang Rossbauer erklärt: «Damit Zürich künftig lebenswert bleibt, braucht es grüne Inspiration.» Darum können Fachpersonen aus den Bereichen Städtebau, Landschaftsarchitektur oder Verkehrsplanung Ideen für die Begrünung von Zürich einreichen. Als Beispiel nennt Rossbauer ein Planungsbeispiel: «An der Tramhaltestelle Kronenstrasse gibt es nur wenig Autoverkehr. Darum könnte mit einer neuen Haltestelle viel Platz für Bäume gewonnen werden.»

Schutz vor Hitze

Das «Crowdplanning» soll einen Beitrag leisten, damit die Stadt Zürich ihre Ziele im Bereich der Hitzeminderung und der Dachstrategie «Stadtraum und Mobilität 2040» erreicht. «Hitzesommer werden in den nächsten Jahren zur neuen Normalität. Darum braucht es jetzt schon Massnahmen um die Bevölkerung zu schützen», erklärt Rossbauer die Relevanz des Projekts.

Beim «Crowdplanning» geht es darum, konkrete Interventionsideen zur Erhöhung der Lebensqualität durch Entsiegelung und Begrünung asphaltierter Flächen in Zürich zu sammeln. Bis Ende Juni werden Ideen gesammelt. Danach werden sie auf ihre Machbarkeit geprüft und anschliessen der Stadt Zürich und der Öffentlichkeit präsentiert.

Das könnte dich auch interessieren

josip-ivankovic-yZW-3LPsss8-unsplash
Petition gegen Erhöhung

ETH-Studierende wehren sich gegen höhere Studiengebühren für Ausländer:innen

Die ETH will die Studiengebühren für ausländische Studierende um ein Dreifaches erhöhen. Der Verband der Studierenden wehrt sich mit einer Petition.

Von Anna Pfister
schule
Initiative eingereicht

Bürgerliche Politiker:innen fordern Rückkehr von Förderklassen

Laut bürgerlichen Politiker:innen ist das integrative Schulsystem in Zürich gescheitert. Am Donnerstag reichen sie eine kantonale Volksinitiative ein, welche die Wiedereinführung von Förderklassen fordert.

Von Isabel Brun
überwachung kamera
Rechtsanwalt im Interview

«Sicherheitsbehörden interessieren sich für Gesichtserkennung»

Recherchen von Tsüri.ch deuten darauf hin, dass die Zürcher Stadtpolizei Gesichtserkennungssoftware verwendet. Martin Steiger, Anwalt für Recht im digitalen Raum, überrascht das nicht.

Von Tim Haag
Interview über Wohnungsnot

«In Schwamendingen haben wir keine Verdrängung beobachten können»

Kein Thema treibt die Zürcher:innen so stark um wie das Wohnen. In Schwamendingen werde niemand verdrängt, finden Katrin Gügler und Anna Schindler von der Stadt.

Von Lara Blatter

Kommentare