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Lebensmittel, Kaffee oder Sneakers – das sind die vertrauenswürdigsten Labels

Welchem Bio-Label kannst du vertrauen und welches Logo garantiert, dass das T-Shirt aus 100 Prozent Bio-Baumwolle besteht? Wir haben uns durch den Label-Dschungel gearbeitet und dir eine Liste zur Übersicht erstellt.
10. Juni 2019

Auf fast jeder Verpackung prangt irgendeine Auszeichung. Um für dich etwas Licht in den Label-Dschungel zu bringen, haben wir hier vertrauenswürdige Labels aufgelistet: Aufgeteilt in die Kategorien Lebensmittel, Kaffee, Baumwolle, Kosmetikprodukte, Sneakers – und als saisonales Goodie noch Bademode.

1. Lebensmittel

Der WWF und andere Partner haben 31 Lebensmittel-Labels bezüglich Nachhaltigkeit geprüft. Die Bereiche Umwelt, soziale Aspekte, Tierwohl, Management, Prozesse und Kontrolle wurden bewertet. So vertrauenswürdig sind die Bio-Labels der zwei grossen Player Migros und Coop:

Naturaplan kennzeichnet Bioprodukte, die nach den Richtlinien von Bio Suisse hergestellt sind. Im Ratgeber des WWF erhält Naturaplan das Zertifikat «Ausgezeichnet». Das Coop-Eigenlabel erzielte in allen Bewertungsbereichen überdurchschnittliche Resultate. So gelten beispielsweise für in- und ausländische Produkte die gleichen Bedingungen, die in vielen Punkten über die gesetzlichen Anforderungen an den Biobau hinausgehen. Produkte aus dem Süden sind zusätzlich noch Max Havelaar zertifiziert.

Das Label Migros Bio erhielt im Ratgeber das Zertifikat «Sehr empfehlenswert». Für inländische Produkte gelten die Richtlinien der Bio Suisse. Für die Importe orientiert sich die Migros an den weniger strengen Anforderungen der EU-Bio-Verordnung mit Zusatzauflagen wie einem Verbot von Flugtransporten.

Die Beurteilung aller anderen Labels findest du hier.

2. Kaffee

Wenn du Kaffee mit Fairtrade-Label wie jenes von Max Havelaar oder Claro auf der Packung kaufst, machst du schon vieles richtig. Beide erhielten im oben genannten WWF-Rating die Bewertung «Sehr empfehlenswert». Nicht nur feinen Kaffee trinken, sondern damit auch ein gemeinnütziges Projekt unterstützen – das kannst du mit Café RebelDía. Der Kaffee wird von autonomen Kooperativen aus Mexiko produziert. Mit dem Kauf der Bohnen unterstützt du die Zapatistas, die für die Autonomie und Menschenrechte indigener Menschen kämpfen, welche bis heute von der mexikanischen Regierung diskriminiert werden. Der Kaffee ist zudem auch noch biologisch angebaut.

Kaufen kannst du ihn beispielsweise über den Onlineshop von Gebana.

3. Baumwolle

Die Labels Naturaline von Coop, Bio Cotton von Migros und Bio Cotton von C&A (von links nach rechts) versprechen Textilien aus 100 Prozent zertifizierter Bio-Baumwolle. Die Baumwolle von Naturaline ist zertifiziert durch BioRe. Die Kund*innen könnten mithilfe des Strichcodes den Weg der Naturaline-Baumwolle zurückverfolgen. Bei den Labels von Migros und C&A sind noch bis zu 30 Prozent andere Fasern im Produkt möglich.
Bei anderen Labels wie beispielsweise Conscious von H&M ist Vorsicht geboten: Diese Labels «garantieren» nur, dass das Produkt mindestens 50 Prozent Bio-Baumwolle enthält.

Der Kassensturz behandelte das Thema «Label-Wirrwarr bei Bio-Baumwolle» im März dieses Jahres.

4. Kosmetikprodukte

Coop hat das eigene Label Naturaline Swiss Cosmetics, mit dem sie Kosmetikprodukte aus natürlichen Rohstoffen bezeichnen. Zu weiteren vertrauenswürdigen Marken im Bereich Beauty gehört beispielsweise die Zürcher Marke Soeder*. Die Produkte sind zu 100 Prozent biologisch abbaubar und werden in der Schweiz hergestellt. Der Shop Pretty & Pure beim Stampfenbachplatz in Zürich hat zudem lauter Marken im Angebot, die rein natürlich sind. Hier findest du eine Übersicht.

CodeCheck App
Falls du im Laden stehst und nicht sicher bist, ob du einem Label vertrauen kannst, hilft dir die App Codechecker weiter. Du scannst den Strichcode und weisst, wie «gut» oder «böse» ein Produkt ist bzw. welche Inhaltsstoffe es enthält.

5. Sneakers

In den letzten Jahren sind unzählige Sneakers auf den Markt gekommen, die versprechen «fair» zu sein. So zum Beispiel die französische Marke Veja. Der Schuh wird in Brasilien fast komplett aus organisch oder nachhaltigen Materialien wie Biobaumwolle, chromfrei gegerbtem Leder und Naturkautschuk hergestellt. Darunter sind auch viele vegane Modelle. Eine weniger bekannten Marke ist Ecoalf. Die Sneakers bestehen aus recycelten Kunsstoffflaschen. Die Mission der spanischen Marke ist es, Produkte aus recycelten Materialien herzustellen, die bezüglich Qualität und Design den herkömmlichen Produkten in nichts nachstehen.

In Zürich findest du Schuhe von Ecoalf zum Beispiel im Circle –The Sustainable Shop.

6. Goodie: Bademode

Das Zürcher Label Pura macht Bademode aus hochwertigen italienischen Stoffen, die zu 100 Prozent aus recycelten Stoffen bestehen. Sie werden in der Schweiz und in Italien von Hand angefertigt. Die Stücke werden in einer limitierten Anzahl produziert, um eine Überproduktion zu vermeiden. Aus einer tieferen Preiskategorie ist Essentials for Zula empfehlenswert: Die Gründerin der Firma entwirft in Wien die Bademode, und ihr Vater übernimmt im thailändischen Familienbetrieb die Fertigung der Stücke. Dabei wird viel Wert auf Fair Trade und Qualität gelegt.


Titelbild: Seraina Manser

Redaktorin

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