6. Dezember 2021 um 09:53

Aktualisiert 17.12.2021

10 Tipps für nachhaltige Weihnachten

Weihnachten ist das Fest der Liebe aber leider auch ein Fest des Konsums. Natürlich wollen wir unseren Liebsten eine Freude machen, unser Zuhause weihnachtlich dekorieren und gemütlich zusammen essen. Viele fragen sich jedoch, wie wir wir die Weihnachtszeit nachhaltiger gestalten können und nicht nur uns etwas Gutes tun, sondern auch der Umwelt.

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Foto von Christina Deravedisian/Unsplash

Egal ob es um Geschenke geht, den Weihnachtsbaum, Schmuck und Beleuchtung, oder das Festessen. Wir geben euch hier ein paar nachhaltige Tipps rund um Weihnachten und entspannte Feiertage Zuhause.

1. Gewohntes überdenken

Bewusst oder unbewusst entstehen in jeder Familie und in jedem Freundeskreis bestimmte Rituale rund um die Weihnacht – das gibt Vertrautheit und Sicherheit. An die schönen Bräuche der Kindheit erinnern wir uns oft ein Leben lang. Aber es ist auch gut, Rituale immer mal wieder zu hinterfragen: Wollen und brauchen wir das wirklich noch oder können wir bestimmte Dinge an unseren veränderten Lebensstil anpassen? Was muss unbedingt bleiben, oder wo können und wollen wir nachhaltiger oder auch bewusster feiern?

2. Erfülle Herzenswünsche

Sprecht im Vorfeld mit euren Liebsten über Geschenkideen, um die Geschenkeflut und hohe Ansprüche zu reduzieren. Erfüllt lieber gemeinsam einen grossen Wunsch, als viele kleine Geschenke zu machen. Gerade Kinder haben oft sehr viele und meist materielle Wünsche, Erwachsene dagegen kaum welche, die sie sich nicht auch selbst erfüllen könnten. Achtet darauf, ob es wirklich Herzenswünsche gibt: Welcher Wunsch besteht schon lange, was ist immer wieder Gesprächsthema oder was wollte jemand schon immer mal tun, sehen oder erleben?

3. Schenke nachhaltig

Nachhaltig zu schenken, ist zur Weihnachtszeit nicht gerade einfach. Sinnvoll sind in erster Linie Geschenke, die wirklich geschätzt und auch genutzt werden. Bei materiellen Geschenken solltest du auf nachhaltige Materialien, verantwortungsvolle Produktion und gute Qualität achten. Auch immaterielle Geschenke können nachhaltig sein: gemeinsam verbrachte Zeit, ein besonderes Erlebnis und vieles mehr begleiten einen oft viele Jahre oder sogar ein Leben lang. Geschenke, die über grosse Distanzen eingeflogen werden, verursachen in der Regel grosse Mengen an CO2. Du kannst stattdessen auf nachhaltig gefertigte Geschenke und Fair Trade Produkte achten. Noch ökologischer und auch persönlicher ist es, ein Geschenk einfach selbst zu machen.

Wie wärs mit einem selbstgemachten Schal?

4. Regional schoppen und geniessen

An vielen lokalen Weihnachtsmärkten gibt es Stände, welche sich auf nachhaltige und regionale Produkte spezialisiert haben. Angefangen bei Süssigkeiten und Leckereien, die aus regionalen Lebensmitteln und in Bio-Qualität hergestellt werden, bis hin zu upcycling Geschenken. Reise zudem umweltschonend und stressfrei mit Bahn oder Bus an die Weihnachtsmärkte oder an die Weihnachtsfeiern. Staus lassen sich umgehen und der klimaschädliche CO2-Ausstoss verringert sich um rund zwei Drittel.

5. Verpacke Geschenke umweltfreundlich

Wenn die Feiertage vorbei sind, bleiben oft Berge von Geschenkpapier und Verpackungsmaterial übrig, die direkt in den Müll wandern. Insgesamt steigt die Müllmenge nach Weihnachten um die 15 Prozent. Verzichte darum möglichst auf glänzende Geschenkverpackungen aus Kunststoffen, Lack oder Metalloberflächen. Hebe benutztes Geschenkpapier zur Wiederverwendung auf, oder verwende Recycling- oder Packpapier.

6. Wähle einen naturverträglichen Weihnachtsbaum

Viele Christbäume, die in unseren Wohnzimmern stehen sind alles andere als «grün». Sie werden in Monokulturen gezüchtet, gespritzt und gedüngt. Edel- und Nordmanntannen werden bereits im Oktober geschlagen, in Kühlhäusern gelagert und über hunderte von Kilometern aus Nachbarländern zu uns transportiert. Aber es gibt gute Alternativen. Am besten stammt der Baum aus der Schweiz und hat Bio-Qualität. Seit einigen Jahren kann man Weihnachtsbäume von lokalen Forstbetrieben, Baumschulen oder Gärtnereien auch mieten. Der Baum wird zu dir nach Hause geliefert und nach einer vereinbarten Zeit wieder abgeholt.

7. Feierlich schmücken und Umwelt schonen

Lametta, Engelshaar oder Kunststoffkugeln und -figuren! Die Klassiker beim Baumschmuck belasten die Umwelt gleich doppelt: erst beim Herstellen und dann beim Entsorgen. Aber auch die Dekoration eines festlich gedeckten Tischs kann man mit Naturmaterialien wie Tannzapfen, Zimtstangen, getrockneten Orangenschalen und vielem mehr festlich gestalten. Halte darum bei einem Winterspaziergang deine Augen offen – der Vorrat an Naturmaterialien zum Dekorieren ist reichlich vorhanden. Wer ein wenig sammelt, kann rechtzeitig zum Fest sein Wohnzimmer und den Baum wunderbar gemütlich, ökologisch und natürlich schmücken!

8. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt

An Weihnachten soll alles leuchten: Die Augen der Kinder, der Weihnachtsbaum und bei manchen das ganze Haus. Letzteres ist übertrieben, aber alles andere darf ruhig sein. Um den Stromverbrauch nachhaltig zu reduzieren, solltest du auf LED-Lichterketten setzen und die Beleuchtung nicht Tag und Nacht brennen lassen. Du kannst mit Zeitschaltuhren die gewünschte Uhrzeit ganz einfach regeln. Eine LED-Lichterkette aus 35 Lämpchen verbraucht übrigens etwa 15 Kilowattstunden, ein zehn Meter langer Lichtschlauch etwa 60 Kilowattstunden über die ganze Weihnachtszeit. Zum Vergleich: Mit einer Kilowattstunde Strom kannst du mit einem modernen LED-TV etwa 15 Stunden fernsehen.

9. Mit gutem Gewissen schlemmen

Was kommt bei den Schweizer:innen an Weihnachten auf den Tisch? Am beliebtesten sind «Schüfeli», Truthahn oder Fondue Chinoise. Fleisch ist also hoch im Kurs. Wer bewusst einkauft, soll seinen Festtagsschmaus zu diesem besonderen Anlass mit gutem Gewissen geniessen. Natürlich ist vegi klar ökologischer. Aber, es darf auch mal Fleisch sein. Wähle dazu aber hochwertiges Bio-Fleisch aus tiergerechter und regionaler Haltung. Selber kochen ist dabei der beste Weg um sicherzugehen, dass man genau weiss, was im Essen drin ist und wo es herkommt. Dies gilt übrigens auch für Weihnachtsguetzli – «selber backen», dann bestimmt ihr was reinkommt. Mit diesen Ratschlägen steht einer nachhaltigen Weihnacht nichts mehr im Wege.

10. Und zu guter Letzt – Ein Tipp zum Wohlzufühlen

Wenn an Weihnachten deine Freund:innen und Familie um den gedeckten Tisch sitzen und im Wohnzimmer die Kerzen am Weihnachtsbaum leuchten, kannst du die Thermostate an den Heizkörpern getrost runterregeln. Niemand wird frieren! Ganz im Gegenteil, es wird sonst schnell unangenehm warm. Und du wirst erst noch Geld sparen, denn jedes Grad Raumtemperatur kostet rund sechs Prozent Energie. Es lohnt sich auch, die Türen zu Schlaf- und Badezimmer geschlossen zu halten, damit Wärme aus den «geselligen» Räumen nicht abfliessen kann. Braucht ihr frische Luft, solltet ihr kurz Stosslüften und am besten für Querlüftung sorgen, damit die verbrauchte Luft effizient ausgetauscht wird.

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