9 Beispiele, wie wir zusammen Zürich verändert haben

Tsüri.ch wird bald vier Jahre alt! In einer fünfteiligen Artikelserie erinnern wir uns an vergangene Zeiten zurück. Heute geht es um dich und uns – um die Community!
16. Oktober 2018

Bei Tsüri.ch haben wir immer wert gelegt auf die Gemeinschaft – oder im neudeutschen: Die «Community». Wir wollten nie entkoppelt von euch sein, sondern immer mit euch zusammen den Weg von Tsüri.ch bestimmen und gehen. Die folgenden Beispiele zeigen, was wir bisher zusammen als Gemeinschaft geschafft haben und wo die Reise noch hingehen soll. Arbeiten wir zusammen an einem besseren Tsüri.ch.

1. Eure Meinung zählt
Wir wollten mit euch immer auf Augenhöhe sprechen. An unserem ersten Geburtstag im Januar 2016 haben wir euch deshalb per Umfrage gefragt, was ihr eigentlich von Tsüri.ch hält. Und weil wir alle so nah beieinander wohnen, haben wir euch im November 2016 auch noch fernab der digitalen Welt gefragt: Was wollt ihr eigentlich von uns? Bei einem Glas Prosecco habt ihr es uns im Pavilleon erklärt – von Angesicht zu Angesicht. Unsere Kommunikation sollte nie eine Einbahn sein, deshalb war und ist uns eure Meinung wichtig.

2. Treffen zu Themen, die treffen
Zusammen mit euch wollten wir mehr erfahren zu den Themen, die unsere Generation beschäftigen: Im «Karl der Grosse» haben wir im Jahr 2017 Podiumsdiskussionen veranstaltet zu Themen wie «Nachtleben», «Generation Y» oder «Neuer Journalismus». Ihr seid zahlreich erschienen und wir haben angeregt diskutiert. Tsüri.ch stand auch hinter der Bar beim Stolze-Openair, wir diskutierten die Zukunft der Arbeit im Dynamo oder moderierten die Podiumsdiskussion «Luisa kommt nach Zürich». Tsüri.ch hat viel gemacht, auch abseits der digitalen Welt. Denn wir wollen Teil dieser Stadt sein, weil die Stadt ein Teil von uns ist.

«Generation Y Opfer» – Screenshot, gepostet in der Facebookveranstaltung des Events zum Thema «Generation Y».

3. Es gibt viele Köpfe in Zürich – wir stellen sie vor
Die Artikel-Reihe «Tsüri-Chopf» startete im März 2017, um kreative Köpfe und inspirierende Projekte aus unserer Mitte, aus der Stadt Zürich zu porträtieren. Über 20 dieser Porträts sind mittlerweile erschienen, auch weil wir von euch ständig neue Tipps zu neuen Köpfen bekommen. Momentan pausieren wir die Reihe. Falls dir jemand in den Sinn kommt, der / die unbedingt Tsüri-Chopf werden sollte: Schreib uns!

4. Eure Sprache ist unsere Sprache
Sprache bedeutet Macht und deshalb wollten wir uns bei Tsüri.ch im November 2016 endgültig auf eine genderneutrale Sprache einigen. Weil wir eure Sprache spechen wollen, haben wir euch befragt: Ihr habt uns deutlich gemacht, dass ihr die Schreibweise «Zürcher*innen» bevorzugt. Seither versuchen wir bei Tsüri.ch stets auf diese Weise zu gendern – auch wenn es manchen nicht gefällt...

5. Das Experiment «Slack» – oder: Das slackt keine Geiss weg
Zuerst wollten wir mit «Slack» nur ein neues Programm testen, um die redaktionsinterne Kommunikation zu stärken. Aber dann haben wir uns entschlossen unser «Slack» für alle zu öffnen, um mit euch vermehrt diskutieren zu können. Es war ein Experiment, welches nur teilweise geglückt ist. In der Redaktion benutzen wir dieses Programm immer noch, aber innerhalb der Tsüri.ch-Community ist dieses Experiment wohl zu einem grossen Teil gescheitert. Channels wie «#songoftheday» überlebten lange und wurden stetig von der Community befeuert, andere starben gleich wieder ab. Es hätte wohl einiges mehr Moderation gebraucht, aber dafür hatten wir die Ressourcen nicht. Nun denn, es war ein Experiment und vielleicht beleben wir es eines Tages wieder.

6. Crowdfunding I
Weil Journalismus nicht gratis ist, stiessen wir Ende 2016 finanziell ein erstes Mal an unsere Grenzen. Aber ihr habt uns gerettet. In kürzester Zeit hatten wir knapp 30'000 Franken zusammen. Dafür sind wir bis heute dankbar, denn neben dem Geld haben wir einen solchen Rückhalt und eine solche Wertschätzung gespürt, dass wir bis heute gerührt sind.

7. Crowdfunding II
Ende 2017 haben wir ein weiteres Crowdfunding gestartet. Dieses Mal benötigten wir 60'000 Franken, um weiter bestehen zu können. Wir haben unsere Buchhaltung offengelegt, euch Goodies versprochen und unser neues Konzept von «Civic Media» vorgestellt (siehe nächster Punkt). Wiederum habt uns vom Untergang bewahrt. Aber wohl zurecht wurden erste Stimmen laut, dass man jetzt doch nicht jedes Jahr ein Crowdfunding machen könne.

Wir sind euch dankbarer als je zuvor und seid gewiss: Wir haben euch gehört. Wenn es nicht sein muss, wird es kein Crowdfunding mehr geben. Auch wir sind keine Fans davon. Denn eigentlich sind wir keine PR- und Marketingmenschen sondern Journalisten*innen. Aber Journalismus kostet, deshalb versuchen wir mit euch zusammen neue Wege zu beschreiten (siehe Punkt 8 und 9).

8. Civic Media
Wir machen Journalismus neu. Wir werden noch direkter und verschmelzen mit der Stadt. «Civic Media» macht Journalismus erlebbar. Das machen wir nicht nur mit klassischen redaktionellen Beiträgen, sondern mit mutigen und innovativen Formaten. Moderner Journalismus funktioniert auch als Game, als gemeinsamer Spaziergang oder als Workshop. Im Juli 2017 sind wir beispielsweise zusammen an die Velo-Demo gefahren. Oder wir haben einen Hackaton veranstaltet. Das waren spannende Einzelevents, aber wir wollten es nun grösser aufziehen und euch und uns über einen längeren Zeitraum hinweg mit einem wichtigen Thema vertraut machen. Der erste journalistische Fokus war «Smart City» im Sommer 2018. Am 31. Oktober startet der zweite zum Thema «Sucht».

9. Tsüri-Kolleg*in, Tsüri- Freund*in und Tsüri-Komplize*in
Bisher erhieltet ihr als Member bei uns Eventtipps und die Möglichkeit, die Artikelhonorare der Redaktion mitzubestimmen. Nun haben wir neue Memberkategorien eingeführt Tsüri-Kolleg*in, Tsüri-Freund*in und Tsüri-Komplize*in, die alle unterschiedliche Vorteile enthalten. Wir haben unsererseits Etappen festgelegt, und wenn wir diese mit Hilfe deiner Beiträge erreichen, können wir neue Extras und Dienstleistungen realisieren. So bekommst du mit jeder neuen Stufe weiter Einblick in unser Schaffen. Es wird auch weiterhin keine Paywall geben, weil unser Journalismus möglichst allen zugänglich sein soll. Wir von Tsüri.ch hoffen, ihr unterstützt uns auf diesem Weg.

In der Reihe «Tsüri erzählt» bereits erschienen:

Teil 1: Die journalistischen Meilensteine

Teil 2: Andere bauen ab, tsüri.ch baut auf

Titelbild: Laura Kaufmann (Foto), Nadia Reber (Grafik)

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