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«Soke Faul Sofa» ist in den letzten Jahren immer öfters aufgetaucht. Foto: Elio Donauer

Zürich: Who rules the City?

Wer besitzt am meisten Restaurants? Welche Altersgruppe ist in Zürich am stärksten vertreten? Diese und weitere Fragen beantworten wir dir in diesem Community-Fritig.
24. Juli 2020
Community-Verantwortliche und Redaktorin

Einen Artikel zu «Who rules the City?» wünschte sich ein Tsüri-Member. Nun, die oberste gesetzgebende Behörde der Stadt ist der Gemeinderat, aber natürlich haben wir noch weiter geforscht und listen hier auf, wer in der grössten Schweizer Stadt sonst noch das Sagen hat.

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Gastronomie: Bindella besitzt 23 Restaurants
Die Zürcher*innen lieben es, auswärts zu essen. Eine Restauranteröffnung jagt die andere. Doch die meisten gehören einer Handvoll Player.

Der Gastrounternehmer Rudi Bindella betreibt 23 Restaurants in Zürich. Dazu zählen alle acht Filialen von Santa Lucia sowie das Più in der Europaallee und jenes im Schiffbau. Zum Unternehmen gehört auch die «Bank» am Helvetiaplatz. Der jährliche Umsatz beläuft sich auf 150 Millionen Franken wie der Tagesanzeiger schreibt.

Candrian gehören 18 Restaurants, darunter die wichtigsten Gastrobetriebe im HB, die Brasserie Lipp und das Clouds im Primetower. Der jährliche Umsatz wird auf über 100 Millionen Franken geschätzt.

Auf dem dritten Platz folgt das Unternehmen Two Spice, welches 15 Restaurants besitzt, dazu zählen unter anderem die Sushi-Kette Yooji und das orientalische Restaurant Yalda (früher Jack & Jo) in der Europaallee. Laut Recherchen des Tagesanzeigers macht das Unternehmen, bei dem auch Coop beteiligt ist, über 100 Millionen Franken Umsatz pro Jahr.
Eine Auflistung der 9 grössten Gastronunternehmer*innen der Stadt Zürich, erstellt vom Tages Anzeiger, findest du hier.

Was auffällt, die meisten dieser Lokale konzentrieren sich um den Hauptbahnhof, am Limmatquai und rund um die Bahnhofstrasse. Auf die andere Seite der Limmat, namentlich in die Quartiere Wipkingen, Unterstrasse, Oberstrasse, Fluntern und Höngg haben sich die Moguln noch nicht vorgewagt.

Immobilien: Natürliche Personen besitzen am meisten Wohnungen
Die Wohnungssuche in Zürich ist ein Mühsal. Wer meint, die meisten Wohnungen sind in der Hand von Genossenschaften, liegt falsch: Lediglich 18.1 Prozent der Wohnungen gehören zu Wohnbaugenossenschaften. Der grösste Anteil, 37.9 Prozent, sind im Besitz von natürlichen Personen. 28 Prozent gehören übrigen privaten Gesellschaften. 9.3 Prozent der Wohnungen sind in Stockwerkeigentümergemeinschaften, nur 6.8 Prozent der Wohnungen gehören der öffentlichen Hand. Die Zahlen stammen aus dem Jahr 2016 und wurden von der Stadt publiziert.

Die städtische Siedlung «Isengrind» in Zürich-Affoltern. Foto: Elio Donauer

Politik: Der Gemeinderat ist rot-gün
Die oberste gesetzgebende Behörde der Stadt, der Gemeinderat, besteht aus 125 Mitgliedern. Grüne, SP und AL zählen zusammen 69 Sitze. In Klammer die Anzahl Sitze.

Demographie: Männlich und 31 Jahre alt
Was die Geschlechter angeht, ist die Zürcher Bevölkerung ziemlich ausgeglichen: 2019 wohnten nur 298 Männer mehr als Frauen in der Stadt Zürich. In diesem Jahr waren am meisten Menschen 31 Jahre alt. Gefolgt von den 29- und 30-jährigen. Mehr Infos inklusive schöner Grafik findest du hier.

Wichtigste Branche: Finanzen!
Die Stadt Zürich ist der Finanzplatz der Schweiz 32’201 Vollzeitstellen gehören in den Bereich der Finanzdienstleistungen. An zweiter Stelle folgt der Bereich Erziehung und Unterricht mit 29’037 Stellen. An dritter Stelle liegt das Gesundheitswesen mit 28’583 Vollzeitstellen. Die Zahlen stammen von 2017.

Das «Herz» der Schweizer Finanzwelt, der Paradeplatz. Foto: Artemisia Astolfi

Community-Fritig
Member reden mit. Worüber wir jeden zweiten Freitag berichten, das entscheiden die Tsüri-Member. Aus drei Artikelvorschlägen zu einem bestimmten Überthema wie zum Beispiel Liebe oder Demos, wählst du als Member deinen Favoriten aus. Den Vorschlag mit den meisten Stimmen setzen wir um.

Streetart: Graffiti
Watson hat vor vier Jahren die Namen dreier Zürcher Graffitikünstler*innen publiziert, an denen du in Zürich nicht vorbeikommst: KCBR, Puber und TRUE LOVE.

Glaubt man 20 Minuten, so werden KCBR in der Zürcher Graffitiszene als «Kings of Everything» bezeichnet. Bei der Stadtpolizei Zürich seien bereits über 300 Anzeigen eingegangen. Unvergessen bleibt wie die Crew einen doppelstöckigen SBB-Wagen besprayt hat. Der Zürcher Puber machte zuletzt Schlagzeilen, weil er in Wien nach einem Veloklau und Handgreiflichkeiten gegenüber der Polizei zu zehn Monaten Haft verurteilt wurde. TRUE LOVE machte sich einen Namen mit riesigen Graffiti z.B. auf der Kalkbreite-Siedlung und mit dem Schriftzug «Erdogan + Ziegen = True Love» auf einem SBB Zug 2016.

In den letzten Jahren ist ein Tag immer öfters aufgetaucht: Sofa, Soke, Sofaul oder auch in in Kombination Sofa Faul.


Wer rulet sonst noch unsere City? Sag es uns in den Kommentaren.


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