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Züriwoche: Mehr Geld für Autos, weniger für den ÖV

13. Mai 2016
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Zürich goes libanon

Andere Städte haben es vorgemacht, nun zieht Zürich nach: Wie der Stadtrat mitteilt, wird die Flüchtlingshilfe weiter ausgebaut. Neben der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen auf Stadtgebiet soll nun auch direkt im Libanon geholfen werden, welches direkt an Syrien grenzt und bei vier Millionen Einwohnenden gut eineinhalb Millionen Flüchtlinge beherbergt.

https://twitter.com/AlJazeera_World/status/715187744973201408

Wie das Zürcher Engagement genau aussehen wird, ist noch nicht klar. Wie Stapi Mauch gegenüber den Medien sagte, solle das Gemeinwesen, die Infrastruktur und die öffentlichen Dienstleistungen im Libanon gestärkt werden. Für diese ferne Flüchtlingshilfe will die Stadt in den nächsten Jahren rund eine halbe Million Franken ausgeben.

Geteiltes Leid ...

https://twitter.com/CtfCrea/status/730638434906324992

Sorry Leute, dass wir schon wieder mit der Stadtpolizei kommen.

Aber es geht leider nicht anders. Diese Woche wurde der Jahresbericht der Ombudsstelle publiziert. Interessant: Von den 560 untersuchten Beschwerden gegen die Polizei stammt knapp die Hälfte, nämlich 202, von städtischen Angestellten. Die meisten dieser Fälle betreffen Kündigungen oder sonstige Änderungen des Angestelltenverhältnis.

Bei den restlichen 358 Beschwerden bemängelte die Ombudsstelle fehlende Nähe zur Bevölkerung, hohe bürokratische Hürden in Bewilligungsverfahren sowie vermehrte Anzeigen und Bussen der Polizei bei schwierigen Personenkontrollen.

Während im letzten Jahresbericht unter anderem einige Fälle von Racial Profiling ein wichtiges Thema waren, beschreibt die Ombudsfrau diesmal keine Beschwerden gegen politische Einsätze der Stadtpolizei.

Ich will doch nur spielen

Ein neues Game der Zürcher Blindflugstudios soll dabei helfen, Schüler zu verantwortungsvollen Personen zu erziehen. Wie die Macher gegenüber 20 Minuten sagten, hatten sie das Ziel, «die geilste Ufzgi der Schweiz zu machen».

Ein schlechter Scherz

Das Geld ist kein Problem in Zürich: Über eine Milliarde Franken wollen Stadt und Kanton in die neue Rosengartenstrasse investieren. Ziel ist, die Hauptverkehrsachse, auf der täglich 56'000 Fahrzeuge verkehren, mit einem Tunnel und einem Tram zu modernisieren. Abgesehen davon, dass damit der motorisierte Personenverkehr gefördert wird, ist dies aus einem anderen Grund witzig: Trotz steigender Nachfrage zwingt der Kanton Zürich den ZVV zu sparen und schwächt damit ganz gezielt den öffentlichen Verkehr.

Ein letzter Punkt zu diesem Verkehrsfiasko: Beim Kanton ist Regierungsrätin Carmen Walker Späh zuständig, bei der Stadt ist es Filippo Leutenegger. Beide gehören der FDP an. Und beide unterwandern damit den Zürcher Volksentscheid, dass der Autoverkehr eingeschränkt und bei den Velos und beim ÖV ausgebaut werden solle.

Titelbild: Instagram/claudiozh

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