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Züriwoche: Freiräume vs. Startup-Schmieden?

02. Juni 2016
Chefredaktor

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Die Kreativen und das Geld

11 Prozent der Beschäftigten im Kanton Zürich arbeiten in einem kreativen Beruf. Schweizweit macht die Kreativwirtschaft mehr Umsatz als die Uhrenindustrie und beschäftigt knapp eine halbe Million Personen, dies schreibt die NZZ. Sobald es irgendwo um Geld geht, wird optimiert. Nun soll die Kulturförderung in zwei Punkten umgebaut werden, damit die Kreativen noch mehr zum volkswirtschaftlichen Erfolg beitragen können:
  • die Förderung löst sich von Personen und geht in die Strukturen
  • und wird so von der Kultur- zur Wirtschafts- und Standortförderung.
Ein genereller Umbau der Fördergelder in diese Richtung kann keine Option sein. Theater, Musik, Tanz, bildende Kunst u. ä. sollen sich auf keinen Fall im Markt beweisen müssen. Deren Aufgabe ist es, die Gesellschaft und damit auch die Marktwirtschaft zu reflektieren. Das geht nur, wenn diese Disziplinen keinen wirtschaftlichen Nutzen generieren müssen.

Bei anderen kreativen Berufen wie Architektur oder Design ergibt die Nähe zur Wirtschaft durchaus Sinn. Hier liegt viel Motivation brach und die Kreativen haben oftmals nicht den Zugang zu den nötigen Informationen und Strukturen.

Wichtig ist hingegen ein anderer Punkt: Dass Architekten und Journalisten zur Kreativwirtschaft gezählt werden, ist ein weiterer Versuch, das gesamte Kreative und Künstlerische näher an die Wirtschaft zu bringen. Freiräume gehen kaputt, Startup-Schmieden werden hochgezogen.




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Das Leiden der Velofahrer

Montagmorgen: Veloschnellstrassen sind in Zürich kein Thema. Obwohl jedes Kind weiss, wie mühsam das Velofahren besonders in der Stadt ist, lehnt der Kantonsrat eine entsprechende Forderung ab.

Dienstagmorgen: An der Rämistrasse macht die Polizei Velokontrollen – und verteilt 80 Bussen innerhalb von zwei Stunden. Die Gründe: Überqueren der Sicherheitslinie, fahren bei rot, fahren auf dem Trottoir.

Es scheint, als wolle man den Velofahrern das Leben extra schwer machen.

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