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Züriwoche: Der unfreiwillige Konjunktiv und mehr

01. Juli 2016
Chefredaktor

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Heute in der Züriwoche:

  • Der unfreiwillige Konjunktiv
  • Personenkontrolle an der ASZ
  • Das ZHdK-Problem
  • Bellevue: Erneut keine Verbesserung für Velofahrer





Der Unfreilwillige Konjunktiv

Der Kreis 5 ist im Umbruch. Mit der Eröffnung des Toni-Areals (vor zwei Jahren), dem baldigen Ankommen der Asylsuchenden direkt daneben auf dem Duttweiler-Areal und dem Abriss des Nagelhauses (diese Woche) verändert sich Züri West an zentralen Punkten. Bisher lebte das Quartier vor allem an zwei Orten: Der ZHdK und dem Nagelhaus. Der Rest: Geschäftsleute, die nach Feierabend verschwinden und durch Touristen, welche von ihren Reiseführern in die Pfanne gehauen und ins «aufstrebende» Quartier gelockt wurden.

Mit dem Ankommen der Asylsuchenden wird die Nachbarschaft belebt. Diese Frage stellt ein grosses Plakat, welches am Zaun rund um die künftigen Wohn-Container angebracht ist: Nachbarschaft wäre wenn...

Diese Formulierung lässt nur eine Interpretation zu: Es wird keine künftige Nachbarschaft mit den Asylsuchenden geben. Diese ist eine Utopie. Die PR-Leute sind in die Falle des unfreiwilligen Konjunktivs getappt und entlarven damit sich selber und die Entwicklungspläne der Stadt.

IMG_8242Denn in Züri West sind bisher so ziemlich alle Pläne der Stadt gescheitert. Angefangen am Rand bei den Viadukt-Bögen, wo die meisten Geschäfte vergeblich auf Kunden warten. Weiter zur Wüste des Puls 5, zum Abriss des Nagelhauses (wegen einer Strasse!), bis zum Bundeszentrum für Asylsuchende, welche nun also in das Quartier integriert werden sollen, obwohl niemand daran glaubt. Wie soll das klappen? Niemand weiss das so genau. Davon zeugt das riesige Plakat mit dem unfreiwilligen Konjunktiv. Nachbarschaft bleibt ein Traum.

Ein von Till (@qwert_171) gepostetes Foto am








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Personenkontrollen an der ASZ

Am Mittwoch hat die Polizei gezielt Kursteilnehmende der Autonomen Schule Zürich ASZ kontrolliert. Dies obwohl mit Sicherheitsvorsteher Richard Wolff vereinbart ist, dass die Polizei auf Personenkontrollen in der Nähe der ASZ verzichten. Die Beamten hätten nach Menschen mit illegalem Aufenthaltsstatus gesucht, so eine ASZ-Aktivistin.

https://www.facebook.com/autonomeSchuleZh/posts/1053666318014230




Die Probleme des Prunkbaus «Toni-Areal»

Es ist knapp zwei Jahre her, da ist die ZHdK in das neugebaute Toni-Areal umgezogen. Einer der Gründe für die Investition war, dass die Kosten sinken würden. Nun stellt sich aber heraus, dass die Kosten pro Student um fast einen Viertel gestiegen sind. Doch Verwaltungsdirektor Matthias Schwarz ist überzeugt, dass es in den kommenden Jahren keine Mehrkosten mehr geben wird. Die Kurve werde flach gehalten, wie Schwarz gegenüber dem Tagesanzeiger sagt.

Ob die hohen Kosten den Bau legitimieren, ist fragwürdig. So wurde in den letzten zwei Jahren immer wieder Protest laut – aus der Studentenschaft wie auch von den Dozierenden. Mängel sind nicht nur ständig kaputte Türen und Storen, mangelnde Belüftung und die Treppe mit der ungünstigsten Stufenlänge überhaupt, sondern auch den abschottenden, musealen Charakter des Baus. Es herrscht ein steter Konflikt zwischen Prestigedruck seitens der Stadt und der ZHdK-Leitung und der Studierenden und Dozierenden. Dies gipfelte nicht zuletzt in der Protestaktion der Studierenden des Departement Kunst und Medien, welche die Wände im 7. Stock radikal «verschönerten». Das Toni fasziniert und empört die Gemüter weiterhin.




Bellevue: Erneut keine Verbesserung für Velofahrer

Es ist erstaunlich, wie die Stadt Zürich immer wieder beteuert, mehr für Velofahrer zu machen. Wie bereits bei der Sanierung am Albisriederplatz ist auch nun beim Bellevue zu erkennen: Velolenker werden bei der Planung nur marginal beachtet. Nach der Totalsanierung am Bellevue bleibt nur noch festzuhalten: kaum Platz, kaum Markierungen.

Obschon viele Velofahrer verärgert sind, ist die Stadt zufrieden und sieht kein Handlungsbedarf. «Das Bellevue ist extrem komplex, das Fahrzeug- und Personenaufkommen sehr hoch», sagt Heiko Ciceri von der Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich gegenüber dem Tagesanzeiger. «Unter diesen Umständen hat die Stadt das Bestmögliche realisiert.»

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