Wie wir uns Lokaljournalismus vorstellen

15. Oktober 2016

Das Image von Lokaljournalismus kannte schon bessere Zeiten. Heute wird er meist mit langweiligen Artikeln über Hunderennen, Feuerwehrübungen und Personalwechsel in der örtlichen Apotheke gleichgesetzt. Damit wird den vielen kleinen und grossen Lokalmedien (teilweise) unrecht getan.
Denn was interessiert die Menschen mehr als das, was vor ihrer Haustüre geschieht? Oder Geschichten über Orte, die sie kennen? Und Porträts über Menschen, die sie täglich im Tram sehen? Oder Plätze, an denen sie seit Jahren achtlos vorbeigehen? Das Lokale bewegt und betrifft uns alle ganz persönlich und direkt.
Aus diesen Gründen haben wir uns den Geschichten aus Zürich verschrieben. Wir wollen beobachten, erfahren und erzählen, was die Stadt bewegt. So sieht er aus, der Lokaljournalismus, wie wir ihn uns vorstellen.

Von der Stadt und für die Stadt
Eine gute Lokalredaktion ist in der Stadt vernetzt. Am besten in den verschiedensten Szenen und an unterschiedlichen Orten. Wer nah an den Menschen ist, hat eine höhere Glaubwürdigkeit, mehr Ansprechpartner und kann daher die direkteren Geschichten erzählen. Darum bemühen wir uns um eine heterogene Redaktion: Studis, Journis, Künstler, Angestellte, Selbständige, Konzertgängerinnen, Partymacher, Umwelt- und Foodaktivisten. Zusammen mit der Stadt entstehen die schönsten Geschichten.

Unabhängig
Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit sind für ein Lokalmedium zwei der wichtigtsen Werte. Darum haben wir uns nur uns selber und unseren Usern gegenüber verpflichtet. Damit ein Stadtmagazin unabhängig sein kann, muss es von der Stadt getragen werden.

Konstruktiv
In Zeiten, in denen immer alles schlimmer wird und meistens die negativen Geschichten in den Schlagzeilen sind, ist es wichtig, mit konstruktivem Journalismus die positiven Seiten des Lebens zu betrachten. Für fast jedes Ereignis, für fast jedes Problem gibt es einen Lösungsansatz. Wir wollen diese zeigen. Viel Gutes und Schönes geschieht in der Stadt, darüber wollen wir berichten. Kritisieren ist viel einfacher als nach einer Lösung zu suchen. Auch uns gelingt es nicht immer und hin und wieder verfallen wir der Verführung des geringsten Widerstandes, doch wir werden uns bessern.

Zusammen
Was ist das für 1 Lokalmedium ohne aktive Community? Die User sind für uns keine stillen Leserinnen und Leser, die wir vom hohen Ross herab mit Inhalten bombardieren. Wir wollen zusammen etwas bewegen. Deshalb involvieren wir alle Interessierten und sind über jedes Feedback und jeden Input froh. Zudem kannst du als Member du über die Höhe der der Honorare für die Inhalte mitentscheiden. Wenn du Lust hast, darfst du dich auch gerne in der Redaktion einbringen oder mit uns Veranstaltungen organisieren. Wir kennen (fast) keine Grenzen. Ein Stadtmagazin, das nicht erlebbar ist, ist kein Stadtmagazin.

Modern
Junge lesen nicht gerne, Junge wollen nur Trash, Junge interessieren sich nur für 9gag. Alles Blödsinn. Unsere Erfahrungen sind genau gegenteilig. Wer jüngere User ernst nimmt, sich selber dazu zählt und sich mit den Themen und Kommunikationsstilen auseinandersetzt, hat keine Probleme, gute Inhalte unter die Leute zu bringen.
Modern sein heisst auch mutig, engagiert und direkt sein. Wer neue Wege probiert, darf sich auch nicht zu schade sein, hin und wieder zu scheitern – das gehört dazu. Wir riskieren viel, weil auch die jungen Städterinnen und Städter ein gutes Stadtmagazin verdient haben.

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