Wegen Sicherheitsrisiko: Podium mit AfD und Operation Libero abgesagt

Die umstrittene Podiums-Diskussion in der Gessnerallee wurde abgesagt. Die Sicherheit der Teilnehmenden könne nicht gewährleistet werden, teilt die Veranstalterin mit.
07. März 2017

Die Gessnerallee sei weiterhin überzeugt, dass der Rechtpopulismus nicht ignoriert und totgeschwiegen werden könne. Und trotzdem hat sie die Podiums-Diskussion vom 17. März mit dem AfD-Politiker Marc Jongen heute Dienstag abgesagt. In den vergangenen Tagen tobte eine heftige Debatte darüber, ob einem Politiker der extremen AfD in Zürich eine Plattform geboten werden solle (Tsüri berichtete).

Nun wurden die Drohungen und Beleidigungen zu heftig: Wie die Gessnerallee den Medien mitteilt, könne die Sicherheit der Podiumsteilnehmer*innen, der Mitarbeitenden und dem Publikum nicht gewährleistet werden:

«Das Podium kann nach der derzeitigen Einschätzung nur unter erhöhtem Sicherheitsaufwand, durch das Engagement einer Sicherheitsfirma und je nach Lagebeurteilung der Stadtpolizei mit deren Präsenz im Aussenraum der Gessnerallee, stattfinden. Wir sind nicht bereit, eine Veranstaltung unter diesen Bedingungen durchzuführen und bedauern diese Umstände sehr.»

Neben dem AfD-Politiker hätten Jörg Scheller (Kunstwissenschaftler und Journalist), Olivier Kessler (Liberales Institut) und Laura Zimmermann (Operation Libero) an der Diskussion teilgenommen.

Die vollständige Medienmitteilung der Gessnerallee findest du hier:

files/2017/03/19MM_DieNeueAvantgardeAbsage_1.pdf

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Titelbild: Screenshot/Instagram

(jas)

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