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Zwei Verletzte bei Demonstration gegen die «heuchlerische Asylpolitik»

Gegen die «heuchlerische Asylpolitik»
22. Januar 2016
Chefredaktor


Schon seit Wochen war klar, was am Donnerstag im Hochschulquartier passieren würde: Schülerinnen und linke Organisationen riefen in den sozialen Medien zu einer Demonstration gegen die «heuchlerische Asylpolitik» auf.

Über 300 Personen folgten dem Aufruf und versammelten sich gegen 19 Uhr auf dem Heimplatz. Nach einem kurzen Umzug stoppte die Polizei mit einem grossen Aufgebot und Gummigeschosse die Demonstration, aus welcher Böller in Richtung Polizei flogen – diese schreibt von geworfenen Steinen. Bei diesem Scharmützel wurde eine Polizisten und ein Demonstrant verletzt.

Die Menschen wurden aufgefordert, den Platz zu verlassen und den Umzug aufzulösen. Wie der Tsüri-Reporter berichtet, seien Vereinzelte dieser Aufforderung nachgekommen. Die restlichen Personen wurden in der Folge von der Polizei eingekesselt und kontrolliert. Viele der zum Teil sehr jungen Menschen seien von den Ereignissen überrascht worden und hätten nicht gewusst, wie zu reagieren sei.

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Wie schon bei der letzten Schülerinnendemo waren auch diesmal Minderjährige unter den Demonstrierenden. Selbst ein Zwölfjähriger wurde im Kessel festgehalten und anschliessend als einer der ersten kontrolliert. Die Polizei sei mit dieser Situation sichtlich überfordert gewesen, berichtet der Reporter, der die Situation beobachtet hat.

Ein Sprecher der Stadtpolizei bestätigt die vielen jungen Personen an der Demonstration. Bei der Kontrolle seien diese bevorzugt behandelt worden und speziell ausgebildete Mitarbeiter hätten sich um diese gekümmert und gegebenenfalls die Eltern informiert.

Übereinstimmend berichtet die Medienstelle der Stapo und der Tsüri-Reporter, ausser ein paar Stickers an Wänden habe es keine Sachbeschädigungen wie Graffitis oder Tags gegeben.

Die Demonstration richtete sich «gegen die unmenschliche Asylpolitik der Regierungen. Gegen Abschiebungen gemässs Dublin-Abkommen, unmenschliche Unterbringungen, und Deportationen.» Und plädierte «für eine offene Willkommenskultur und gegen die heuchlerische Flüchtlingspolitik der Schweiz.»

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