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Umfrage zu Geld: So viele Millionär*innen lesen Tsüri.ch (Spoiler: Es sind wenige)

Am 3. Februar 2021 starten wir in unseren Fokusmonat zum Thema «Geld». Zuvor haben wir unsere Community mit Fragen dazu durchlöchert. Nun wissen wir, was dir als erstes in den Sinn kommt, wenn du das Wort Geld hörst oder ob in deinem Freund*innenkreis über Geld gesprochen wird.
29. Januar 2021
Projektleiter

«Sicherheit», «Stress» oder «Dagobert Duck» – diese Stichwörter kommen den einen in den Sinn, wenn sie an Geld denken. Andere schreiben ein paar Wörter mehr:«Geld gibt Sicherheit, ist gleichzeitig aber auch doof» oder«Geld macht vieles einfacher, aber nie alles». Einer Person flog der Song «Das Geld muss weg» von Marteria durch den Kopf. 245 Personen haben an unserer Umfrage zu «Geld» teilgenommen. 245 verschiedene Menschen mit verschiedenen Meinungen und in unterschiedlichen Lebenslagen. 245 Menschen zwischen 12 und 79 Jahren.

Fokus Geld
Welche verschiedenen Perspektiven gibt es auf auf Geld? Beginnt bald die Ära der Neo-Banken? Wie können wir die Ungleichheit überwinden? Im Fokusmonat «Geld» laden wir zu interaktiven Online-Veranstaltungen ein. Diese darfst du nicht verpassen!

Auf dieser Welt kommt man um Geld nicht herum. Doch bei Fragen, wie ein Mensch überhaupt zu Geld kommt, wie häufig im Freund*innenkreis darüber gesprochen wird oder ob nun Zeit oder Geld wichtiger ist, unterscheiden sich die Meinungen. Das sind die sechs wichtigsten Erkenntnisse der Umfrage:

1. Wie kommen die Tsüri-User zu Geld?

Lohnarbeit ist der am meisten genannte Grund, wie die Tsüri-Leser*innen zu ihrem Geld kommen. Aber nicht nur! Denn es sind doch einige, die von den Eltern unterstützt werden oder durch Zinsen zu ihrem Vermögen kommen.

Beim Bruttoeinkommen pro Monat ist die Sache nicht so klar. Der Lohn der 245 Personen verteilt sich über alle Lohnstufen hinweg. Gut 60 Prozent sind mit dem, was sie verdienen, zufrieden. Die anderen 40 Prozent haben angegeben, dass es zu knapp oder sogar viel zu wenig ist, um zu leben.

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Den genauen Durchschnittslohn unserer Community konnten wir nicht berechnen. Wir wissen aber, dass im Jahr 2018 in der Stadt Zürich eine Person durchschnittlich 7’832 Franken pro Monat (brutto) verdient hat. In gewissen Bereichen, zum Beispiel bei Jobs im Finanzdienstleistungssektor, ist der durchschnittliche Lohn noch höher. Hier beträgt er satte 11’118 Franken. Die tiefsten Löhne werden im Gastgewerbe bezahlt, wo der Medianlohn 4’489 Franken beträgt. Wir bei Tsüri.ch verdienen alle gleich wenig: 4’000 Franken brutto auf 100 Prozent.

2. Wo viel verdient wird, wird auch unnötig ausgegeben

Zürich steht mit den Löhnen nicht nur schweizweit, sondern sogar international an der Spitze. Die Limmatstadt zählt offiziell zum Ort, an dem die Menschen am meisten verdienen und demzufolge auch viel ausgeben. Wir wollten von unseren Usern wissen, welche Geldausgaben für sie unnötig sind. Eine Auswahl:

  • Unnötig ist vielleicht das falsche Wort, aber die Mieten sind eindeutig zu hoch und die Grundbedürfnisse zu teuer.
  • Luxusartikel
  • VBZ
  • Konzerttickets über 100 Franken
  • Dinge, die man kauft, um anderen zu imponieren
  • Dinge, die die Welt nicht braucht, z.B. Duftkerzen
  • Coffee to go
  • Kampfjets
  • zu teure Tampons
  • Mein Lamborghini

3. Sprichst du über Geld?

Ist Lohn ein Tabuthema? Gut 30 Prozent der Befragten haben angegeben, dass sie nie bis sehr selten in ihrem Umfeld über Geld oder ihren Lohn sprechen. Bei den anderen 70 Prozent kommt dies manchmal vor. Darunter 5 Prozent, die sehr häufig darüber sprechen. Ist Geld ein Tabuthema, weil es doch viele Menschen gibt, die Schulden haben oder hatten? Von den 245 Personen sind jedenfalls schon 76 damit konfrontiert worden.

Die Mehrheit unserer Community, exakt 61.1 Prozent, hat schon jemandem Geld geliehen und rund 30 User geben an, dass andere bei ihnen in der Kreide stehen. Nur gerade vier Personen würden nie Geld leihen.

4. Hat unsere Community die Spendierhosen an?

Wenn wir auf unsere privaten Konten schauen, können wir nur davon träumen, an den Durschnittswert der 245 Personen zu kommen, die unsere Umfrage ausgefüllt haben. Unsere Community hat im Durschnitt 92’942 Franken auf der Seite. Dieser für uns eher hohe Wert, hat wohl damit zu tun, dass über eine Handvoll Millionär*innen unsere Fragen beantwortet haben und den Betrag so in die Höhe gedrückt haben.

Da nur wenige Menschen im Pensionsalter unsere Umfrage ausgefüllt haben, haben wir zu dieser Altersklasse noch ein bisschen im Internet recherchiert. Somit können wir auch dazu einige Fakten liefern. Ehepaare im Rentenalter versteuern durchschnittlich mehr als eine halbe Million Franken. Allein wohnende Pensionierte kommen auf ein Vermögen von etwa 200’000 Franken. Das ist viel. Menschen im Pensionsalter besitzen rund die Hälfte der im Kanton Zürich total versteuerten 383 Milliarden Franken. Dies obschon Rentnerhaushalte nur etwas mehr als ein Fünftel aller Steuerhaushalte ausmachen.

Im Heft «Kanton Zürich in Zahlen 2019» konnten wir zudem entnehmen, dass wenn man im Kanton Zürich zum reichsten Hundertstel der Bevölkerung gehören möchte, man mehr als 5,2 Millionen Franken besitzen muss. Diese Ein-Prozent-Klasse entspricht im Kanton Zürich 8’500 Haushalten und versteuert rund 39 Prozent der Vermögenssumme des Kantons.

5. Was macht dein Geld auf der Bank?

Ja, genau das wollten wir wissen. Eine Frage, die wir dir während unserem Fokusmonat beantworten. Uns haben die Antworten teilweise zum Schmunzeln gebracht. Eine Auswahl:

  • Nichts? Warten?
  • Es wird wohl für Zwecke eingesetzt, die ich nicht unbedingt unterstützenswert finde.
  • Ganz ehrlich, keine Ahnung.
  • Welches Geld?
  • Es schläft in Anlage-Fonds bis zum Pflegeheim.
  • Da ist kein Geld und wenn, wären es nur Zahlen in einem Server.
  • Warten bis ich Ferien habe.

Die 102 Personen, die Geld angelegt haben, wissen sicherlich ein bisschen besser Bescheid, was ihr Geld auf der Bank macht. Vielleicht auch nicht. Was wir dir aber garantieren können, ist, dass du diese Frage nach unserem Fokusmonat genauer beantworten kannst.

Was uns ebenfalls erstaunt hat, ist, dass sich schon 172 Personen mit ihrer Vorsorge beschäftigt und 142 sogar eine 3. Säule haben.

6. Wie wichtig ist dir Geld?

Ist Geld wirklich so unwichtig, wie viele immer tun oder behaupten. Wir haben nachgefragt. Die meisten User haben angegeben, dass ihnen Geld weder wichtig noch unwichtig ist. Ob Geld sehr wichtig ist oder gar keine Bedeutung im Leben spielt, ist fast ausgeglichen.

Und wie glücklich macht Geld unsere User überhaupt?

Und warum genau?

  • Geld ist Geld: Man braucht es zum Leben, aber sobald die Grundbedürfnisse abgedeckt sind, macht Geld einen nicht glücklicher.
  • Geld an sich macht nicht glücklich, aber es kann mir Dinge ermöglichen, die mich glücklich machen – es ist Mittel zum Zweck.
  • Wenn ich meine Rechnungen nicht bezahlen kann, werde ich kurz nervös und das kann etwas auf meine Psyche schlagen. Wenn ich auf faire Produkte verzichten muss, krieg ich ein schlechtes Gewissen. Wenn ich jemandem, der*die noch weniger hat, nichts geben kann, habe ich Schuldgefühle. Deswegen kann mich weniger Geld manchmal etwas unglücklicher stimmen.
  • Geld macht Dinge möglich. Geld ausgeben macht Spass, auf Geld achten nicht. Wenn Geld keine grosse Rolle spielt, macht es mich glücklich. Geld zu besitzen an sich, macht es nicht.

Zeit ist Geld. Diesem Satz würde auch unsere Community zustimmen. 180 hätten lieber mehr Zeit und 62 lieber mehr Geld.

Zur Umfrage
An der Umfrage nahmen 245 Leute teil, wobei es sich um 156 Frauen, 96 Männer, 5 Personen eines anderen Geschlechts handelt und 8 Personen keine Angabe gemacht haben. Das Durchschnittsalter der Befragten beträgt 37 Jahre.

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