Tsüri-Fäscht 🕺🏽💃🏽

Tsüri's klimafreundliches Grillfest

Gemeinsam mit der engagierten ZHdK-Absolventin Gioanna Michel organisierte Tsüri.ch ein klimafreundliches Grillfest. Neben umweltschonendem Speis und Trank erzählten 3 Expert*innen über ihre unterschiedlichen nachhaltigen Lebensstile.
18. Juni 2019

Letzten Samstagnachmittag lud Tsüri.ch zusammen mit Gioanna Michel von «Wie stehst du zu ...?» und dem Partner ewz zu einem klimafreundlichen Grillfest ein.

Wie aber soll das gehen – ein «klimafreundliches» Grillfest? Wir haben uns für folgende Massnahmen entschieden:

1. Gerettete Lebensmittel

Alles was es zu Essen gab, war aus geretteten Lebensmitteln gemacht – das Brot vom Foodsharing, Früchte und Gemüse von der Guggachbrache und TooGoodToGo. Das Einzige, was wir dazugekauft haben waren Essig, Öl, Gewürze und Prosecco!

All dieses Brot wäre im Müll gelandet.

2. Pflanzenbasierte Zutaten

Fleisch und Milchprodukte sind niemals klimafreundlich. Deshalb haben wir uns für ein ausschliesslich veganes Buffet entschieden. Auf den Grill kamen hausgemachte Burgerpatties aus Pilzen und schwarzen Bohnen, Gemüsespiesse und veganer Fleischersatz aus Erbsenprotein von planted.ch, dessen Konsistenz Poulet so stark ähnelte, dass wir es selbst nicht glauben konnten.

Ein Grillspiess mit pflanzenbasiertem Fleischersatz von planted, Broccoli, Pilzen und Pastinaken.

3. Zero Waste

Statt Pappteller und Plastikbesteck assen und tranken wir ganz einfach aus richtigen Tellern, Gläsern aus Glas und Besteck aus Metall. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern ist mit einem Geschirrspüler kaum aufwändiger als die Plastikvariante. Das einzige Einwegprodukt das wir benutzten waren Holzspiessli, weil wir wussten, dass wir Spiesse aus Metall nicht wiederverwenden würden.

4. Selbstgemachtes

Als unsere Redaktorinnen Andrea und Florentina am Samstagmorgen im Laden standen, um die letzten Zutaten einzukaufen und es nur Ketchup von Heinz in der Plastikflasche gab, wussten sie: so nicht! Und machten kurzerhand alles selbst. Ketchup, Mayonnaise, Marinaden, Burger-Patties. Das braucht zwar etwas Zeit, macht aber unglaublich Spass. Und besser schmeckt es ohnehin. Probiert es selbst:

  • Selbstgemachte Mayo: Nimm ein hohes Behältnis und mische Sojamilch mit einigen Teelöffeln Zitronensaft oder Apfelessig. Lass dann die doppelte Menge Rapsöl super super langsam in die Sojamilch fliessen, während du das ganze für eine halbe Ewigkeit mit dem Pürierstab mixt. Die wichtigste Zutat ist Geduld. Gib nicht auf, irgendwann wird die Masse tatsächlich fest. Ergänze Senf und Salz. Fertig.
  • Selbstgemachter Ketchup: Gebe viel Sugo und ein wenig Balsamico Essig in einen Topf. Würze mit Salz und Pfeffer. Ergänze ein bisschen oder ein bisschen mehr Agavensirup, je nachdem wie süss du es magst. Lass es kochen und kochen und kochen. Es wird mit jeder Minute feiner und dickflüssiger, versprochen.
  • Selbstgemachte Marinade: Als Basis dienen Rapsöl, ein Essig (Apfel oder Balsamico), Salz, Gewürze nach Wahl und irgendetwas Süsses (Honig, Ahorn-, Agaven- oder Dattelsirup). Zum Verfeinern eignen sich Tahini, Senf oder Tomatenpüree und der Klassiker ist natürlich Knoblauch. Alles zusammen ist auch erlaubt. Wichtig: Marinaden dürfen bzw. sollten sehr intensiv sein, schliesslich verteilt sich der Geschmack auf den marinierten Lebensmittel.

Einen herzlichen Dank an Gioanna, hier zu sehen mit einem Fruchtsalat aus geretteten Früchten.

5. Viel Genuss!

Unser Grillfest zeigte: Ein klimafreundliches Menu ist alles andere als Verzicht. Es regt die eigene Kreativität an, motiviert zum selbermachen und schmeckt vielfältig und fein.. Denn Genuss geht auch, ohne irgendjemandem zu schaden – und geniessen wollen, sollen und können wir auch in Zukunft.

Fred Frohofer (r.) beim Gespräch mit einem Gast.

Mit dabei waren am Samstag auch Linn Sanders, Fred Frohofer und Linda Trondsetås, die als Expert*innen jeweils über Foodsharing, verdichtetes Wohnen sowie Zero Waste erzählten. Während des Essen standen sie den anderen Gästen für Diskussionen und Fragen zur Verfügung. Vielen Dank für eure spannenden und inspirierenden Inputs!

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