Jetzt ist es offiziell: Tsüri.ch macht «Qualitätsjournalismus»

Die neue Studie «Jahrbuch Qualität der Medien 2017» und prominente Medienprofis beweisen: Das Stadtmagazin Tsüri.ch ist ein relevantes Lokalmedium.
24. Oktober 2017

Jedes Jahr veröffentlicht das Institut Fög der Universität Zürich eine Studie, in der die Qualität der Schweizer Medientitel untersucht wird. In der aktuellen Ausgabe, die am Montag vorgestellt wurde, attestieren die Expert*innen vor allem kleineren Redaktionen zunehmende Wichtigkeit. Neuere Medienprojekte wie Tsüri.ch seien «als Reaktion auf die strukturelle Krise des Journalismus» entstanden und seien aus zwei Gründen erfolgreich:

  1. Sie reagieren auf das «Unbehagen gegenüber der zunehmenden Kommerzialisierung der traditionellen Medienanbieter».
  2. Sie sind von publizistischen Überlegungen getrieben und verstehen sich darum als Teil des «Systems Journalismus».

Die Macher*innen von neuen Medien wollen mit ihren Initiativen zur Medienvielfalt beitragen und den Journalismus einem rein ökonomischen Fokus entziehen, so die Studie. Das Stadtmagazin Tsüri.ch wird vom Fög (Forschungsinstitut Öffentlichkeit und Gesellschaft) als ein Medien Start-up mit «einigermassen hoher Reichweite» bezeichnet, das «vorwiegend auf Hintergrundberichterstattung zu gesellschaftspolitischen Themen» setzt.

Tsüri.ch und andere neuere Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Medienvielfalt. In der Deutschschweiz dominieren Tamedia, Ringier und SRG den Markt mit einer Abdeckung von 71 Prozent, in der Westschweiz kommen die Grossen sogar auf 88 Prozent.

Dabei werden digitale Angebote immer wichtiger: Bereits 41 Prozent der Schweizer Mediennutzer*innen informieren sich aktuell über das Internet und die sozialen Medien, weshalb Tsüri.ch genau diese Kanäle konsequent für die Verbreitung der Inhalte nutzt. Beim vergleichsweise jungen Zielpublikum von 20-40 Jährigen dürfte die Prozentzahl der Online-User*innen beim Stadtmagazin noch höher sein.

Wie die Videos unten zeigen, sind auch Medienprofis wie Hansi Voigt (ehemals Watson & 20 Min), Christof Moser (Republik) und Jolanda Spiess-Hegglin von der Wichtigkeit und Qualität des Stadtmagazins Tsüri.ch überzeugt.

Journalismus kostet Geld. Die bisherigen Einnahmequellen aus der Werbung brechen ein. Die Verlagshäuser müssen sparen. Das bekommen vor allem die Redaktionen zu spüren. Löhne werden gekürzt oder Stellen ganz gestrichen. Als Konsequenz leidet die Qualität der journalistischen Beiträge. Guter Journalismus ist wichtig für die Demokratie. Doch ohne Geld geht es nicht. Wir wissen es alle und haben es schon tausendmal gehört. Beim Crowdfunding von Tsüri.ch kannst genau du einen aktiven Beitrag leisten. Mit einer Membership trägst du zur Medienvielfalt in Zürich bei und wirst Teil der Tsüri-Familie.

Jolanda Spiess-Hegglin, Hansi Voigt und Christof Moser über das Tsüri-Crowdfunding

(jas)

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