Tsüri-Chopf Elin Braun: «Mit dem Chornlade prägen wir den Charakter des Quartiers»

Sie ist Geschäftsführerin vom Chornlade am Limmat- und am Idaplatz und engagiert sich im Netzwerk «5im5i» für ein gemeinschaftliches Quartier. Warum sie das tut, erzählt Elin Braun im Interview.
22. Dezember 2017

Wer bist du - und warum?

«Wer bin ich - Und wenn ja, wie viele?»-

Alles Schawinski oder was?

Du kommst eigentlich aus der Theaterszene, leitest jetzt aber den Chornlade am Limmatplatz & Idaplatz. Wie ist es dazu gekommen?

Aufgewachsen bin ich in einer Familie, in der mir die Philosophie der Nachhaltigkeit mitgegeben wurde. Meine Leidenschaft zum Theater bemerkte ich schon früh.

Die Erfahrungen die ich durch das selbständige Arbeiten im Theater sammeln konnte, kombiniert mit dem Know How, das ich mir in meiner Lehre im Reformhaus angeeignet habe, helfen mir, meine neuen Aufgaben als Geschäftsführerin zu rocken!

Ob im Theater oder im Bio Laden: Mir geht es darum, meine Ideen zu verfolgen und damit etwas zu bewirken. Im Chornlade habe ich diese Möglichkeit gefunden und stecke jetzt mein Herzblut in diese Arbeit.

Du engagierst dich auch aktiv im Verein «5im5i». Um was geht es da?

Der Verein 5im5i wurde 2015 im Zuge der rasanten Entwilcklungen der letzten Jahre im Kreis 5 gegründet. Wir setzen uns damit auseinander, wer den Kreis 5 gestaltet und wie dieser in Zukunft aussehen soll. Wir fragen uns auch immer wieder, wem gehört dieses Quartier eigentlich. Ich setzte mich bei “5im5i” hauptsächlich für eine Vielfalt der Quartierläden ein. Ich denke, dass es für die Zukunft wichtig ist, dass diese näher zusammenrücken und sich gemeinsam gegen den invasiven Einheitsbrei der grossen Marken wappnen.

Was haben der Chornlade und das «5im5i» gemeinsam?

Die Genossenschaft Chornlade ist seit ihrer Gründung vor 35 Jahren mit dem Laden an der Fierzgasse im Kreis 5 zuhause und hat damit die Lädeli-Kultur des Quartiers mitgeprägt. Wie beim “5im5i” geht es auch in unseren Grundsätzen nicht darum, den Profit zu maximieren, sondern nachhaltig das Quartier und die Menschen, die darin leben, zu versorgen.

Wenn du einen Tag lang Königin von Zürich wärst, was würdest du ändern?

Ich träume nicht von einer Monarchie, sondern hoffe, dass in einer funktionierenden Demokratie das Individuum Verantwortung übernimmt und so handelt, dass die Gemeinschaft weiter kommt.

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