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16. Dezember 2022 um 07:00

Tsüri-Mitarbeiter #3, Elio Donauer: «Tsüri.ch hat eine Ausstrahlung weit über den links-grünen Kuchen hinaus»

Im Dezember lernst du die Tsüri-Mitarbeiter:innen und ihre Geheimnisse kennen. Elio Donauer ist nicht nur Hüter des Kabelsalats, sondern auch ein Organisations- und Improvisationstalent. Der Projektleiter Civic Media sieht von seiner Wohnung aus mehrere Anwärter für den grössten Zürcher Unort.

Elio Donauer ist der inoffizielle Hausfotograf von Tsüri.ch. (Foto: Seraina Manser)

Elio Donauer, 30, Projektleiter Civic Media

Was ist deine Aufgabe bei Tsüri.ch? 

Ich bin Projektleiter Civic Media. Hinter diesem kryptischen Titel steckt eine Menge Organisation und Improvisation. Ich veranstalte mit dem Team verschiedenste Events, von kleinen Podiumsdiskussionen bis hin zu grossen Talks mit mehreren hundert Besucher:innen. Daneben bin ich inoffizieller Hausfotograf und Hüter des Kabelsalats.

Was hat dich zu Tsüri.ch gebracht?

Auf der Suche nach einem Praktikum bin ich vor fast fünf Jahren über die Anzeige von Tsüri.ch gestolpert. Nach einem kurzen Vorstellungsgespräch hatte ich den Praktikumsplatz und nach internen Rochaden landete ich ein halbes Jahr später in der Festanstellung. 

«Die Eröffnung der Bar Tsurigo war ein unglaubliches Abenteuer.»

Elio Donauer

Was hast du vor Tsüri.ch schon alles gemacht? 

Ich habe mal etwas mit Politik studiert. Nach einem Praktikum in diesem Bereich habe ich schnell realisiert, dass dies nicht meine Welt ist.

Welcher Züri Event ist dir besonders gut in Erinnerung geblieben und warum? 

Die Eröffnung der Bar Tsurigo im Sommer 2022 war ein unglaubliches Abenteuer. In einem Monat haben wir eine Pop-up Bar auf die Beine gestellt. Der Eröffnungsabend war ein Riesenerfolg. Die Bar war rappelvoll. Über hundert Menschen fanden keinen Platz mehr und sassen auf den Pflastersteinen vor dem Karl der Grosse in der Abendsonne. Auch wenn dies die stressigsten Stunden des vergangenen Jahres waren, war es auch absolut toll zu sehen, wie man etwas auf die Beine stellen kann. 

Was ist deiner Meinung nach der grösste Unort in Zürich? 

Vom Fenster meiner Wohnung sehe ich zwei grosse Anwärter für den grössten Zürcher Unort: Die Hohlstrasse und die Hardbrücke. Welche der beiden den Titel am meisten verdient, ist schwierig zu sagen. Die Hardbrücke bietet aber immerhin eine schöne Aussicht und einen abgetrennten Veloweg. Die Hohlstrasse hat nichts davon. Zudem verbindet sie das Polizei-und Justizzentrum und den Zürcher Schlachthof – zwei weitere Unorte dieser Stadt. Insofern gewinnt die Hohlstrasse knapp die Ausmarchung zum Unort des Jahres.

Worauf bist du besonders stolz, was Tsüri.ch in den vergangenen fast acht Jahren erreicht hat? 

Tsüri.ch ist zu einer wichtigen Stimme in Zürich geworden – mit einer Ausstrahlung weit über den linksgrünen Kuchen hinaus.

Mit dieser Frage schliessen Elio und Seraina gerne ihre Bewerbungsgespräche ab: Wenn du als Person eine Bar oder ein Café in Zürich wärst. Welche wärst du und warum? 

Diese Frage muss ich wohl beantworten. Momentan das Kosmos Bistro – nach meinem unbezahlten Urlaub bin ich nämlich auch broke.

Das isch Tsüri!

Im Dezember lernst du Tag für Tag eine:n Tsüri-Mitarbeiter:in kennen: Ihr grösster Fail in der Tsüri-Karriere, die berufliche Vergangenheit, die aktuelle Wohnsituation und für welche illegalen Machenschaften, sie am ehesten verhaftet würden– im Fragebogen nehmen sie kein Blatt vor den Mund.

1. Simon Jacoby: «Ich bin stolz, dass es Tsüri.ch noch gibt»

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