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Wie auch du eine Solaranlage besitzen kannst

Solarenergie fristet in Zürich noch eher ein Nischendasein. Doch es besteht ungenutztes Potential. Im Rahmen unseres Fokusmonats Konsum waren wir zusammen mit ewz zu Besuch auf dem Solardach des Seewasserwerks Lengg. Hier erfährst du, wie in Zürich Solarstrom produziert wird und wie auch du zur Solarunternehmer*in werden kannst.
14. Juli 2019

Panels aus gepresstem Siliziumsand, ein bisschen Sonne und wie von magischer Hand entsteht elektrische Energie. Strom aus Fotovoltaikanlagen macht in der Schweiz immer noch bloss einen Bruchteil der Gesamtproduktion aus. Nur rund ein halbes Prozent des Stroms der Energiewerke Zürich kam im letzten Jahr von der Sonne. Würden alle geeigneten Hausdächer in Zürich mit Fotovoltaikmodulen bedeckt, könnten nach Schätzung von ewz pro Jahr mindestens 500 Gigawattstunden Solarstrom produziert werden.

Sven Allemann erklärt die Funktionsweise des solarzüri Systems.

Die Stadt, ein Solarpark

Das Potential der Solarenergie in Zürich hat auch ewz schon früh erkannt und setzt seit über 20 Jahren auf die Technologie. Anstatt aber private Häuser mit Kleinstanlagen ans Netz anzuschliessen, setzt der Energieversorger vor allem auf grössere Projekte. Wenn die Panels in grossen Mengen eingekauft und montiert werden, sind die Kosten insgesamt geringer.

Das Problem mit dem Winter

Einer der grössten Energiefresser in unseren Breitengraden sind die Heizungen der Wohnungen im Winter. Just dann wenn die Sonne am wenigsten scheint, wird am meisten Energie benötigt. Trotzdem ist Sven Allemann von ewz von der Zukunftstauglichkeit der Solartechnologie überzeugt. Man rechnet damit, dass man mit Solarpanels den hohen Strombedarf zur Mittagszeit glätten kann, da dann die Produktion der Zellen am höchsten ist.

Die solarzüri Anlage versorgt einige hundert Haushalte in der Stadt Zürich.

Wie grün ist Solarenergie tatsächlich?

Kritiker*innen zweifeln die Nachhaltigkeit von Solarstrom oft aufgrund der in den Solarzellen verwendeten Materialien an. Tatsächlich enthalten Solarzellen Siliziumsand und seltene Erden und die Produktion braucht viel Energie. Rund zwei Jahre rechnet man bis zum Energy Payback, dem Zeitpunkt, an dem die Anlage mehr Energie gewonnen, als die Produktion verschlungen hat. Die Lebensdauer von Fotovoltaikanlagen wird heute auf rund 25-30 Jahre veranschlagt. Genügend Zeit also, um die Energie wieder zurückzugewinnnen. Wie auf andere elektronische Geräte wird auch auf Solarpanels eine Recyclinggebühr erhoben. Wenn die Panels das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, können sie somit in eine Sammelstelle gegeben werden, wo sie fachgerecht recycelt und die Rohstoffe zu einem grossen Teil zurückgewonnen werden.

Wie kommst du zu Solarpanels?

Die meisten Bewohner*innen der Stadt Zürich leben in Mietwohnungen. Zürcher*innen besitzen somit mehrheitlich keine Dächer und so rückt der Traum von eigenen Solarpanels für die meisten in weite Ferne. Aus diesem Grund bietet ewz die Möglichkeit an, Solarpanels quadratmeterweise zu kaufen. Für 250.- Fr. kann sich jede*r einen Quadratmeter Solarpanels kaufen. Ein solches Panel liefert anschliessend während 20 Jahren jährlich 80 kW/h Strom. Der produzierte Strom aus der eigenen Solarzelle wird an die Stromrechnung der Besitzer angerechnet. So hat jede*r Zürcher*in die Möglichkeit, in die nachhaltige Technologie zu investieren.

Kann ich auch ein Solardach besuchen?

Ja, das kannst du. In Zusammenarbeit mit ewz bieten wir am kommenden Dienstag, 16. Juli zwischen 16 und 17 Uhr eine weitere Führung auf das Solardach an. Die Tour ist gratis und bietet einen Einblick in die nachhaltige Zukunft Zürichs. Hier kannst du dich anmelden.

Leiter Civic Media

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