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Walk of Shame durch die Bahnhofsstrasse im Rahmen vom Themenmonat «Konsum».

So erfindet Tsüri.ch den Lokaljournalismus neu

Alles ändert sich. Nur im Lokaljournalismus ist die Zeit stehen geblieben. Bis wir gekommen sind. Dein Stadtmagazin setzt auf Hintergründe, Debatten und die Community. Doch dieser Civic-Media-Ansatz wird noch viel weitergehen.
19. November 2019
Chefredaktor

Die Lokalzeitungen und Quartierblätter geniessen in vielen Kreisen kein hohes Ansehen. Dies mag mit der inhaltlichen Ausrichtung, mit den definierten Zielgruppen und mit dem traditionellen Stil zu tun haben. Welche Gründe auch immer dafür sorgen, dass den Lokalmedien das Publikum in Scharen davon läuft, gut für die Demokratie ist dies nicht.

Denn: «Der Lokaljournalismus hat seine Stärken in der Themenvielfalt. Er befördert die Partizipation und das Engagement für die Lokalpolitik», sagt der Journalist Lorenz Matza. Und der Politologe David Kübler hat 2018 in einer Studie herausgefunden: «Die Krise des Lokaljournalismus bedroht die Demokratie.»

Gleichzeitig nimmt die Zahl derjenigen Menschen, die keine Nachrichten/Medien konsumieren, rasant zu. Besonders bei den Jungen ist dies der Fall. Zufälligerweise ist es die gleiche Altersgruppe, die auch bei Abstimmungen und Wahlen lieber wegschaut, statt mitmacht.

Wo es ein Problem gibt, braucht es eine Lösung.

Als wir vor fünf Jahren das erste Konzept für Tsüri.ch geschrieben haben, hatten wir eine These im Kopf: Junge Menschen interessieren sich für Politik, wir Journalist*innen müssen sie ernstnehmen, dann wird das schon klappen.

Bei uns hat es funktioniert, die Klickzahlen zeigen dies eindrücklich.

Lokaljournalismus muss noch weitergehen. Texte mit Informationen und Hintergründe drin sind zwar tiptop, aber eine demokratische Gesellschaft braucht lebendige Debatten und niederschwellige Teilnahmemöglichkeiten.

Dies wollen wir bieten. Wir sind ein Civic Medium, eine journalistische Organisation mit einer Redaktion, die sich an die Rechte und Pflichten des Presserates hält, aber nicht nur sendet, sondern mit der Community aktiv und intensiv interagiert.

Ganz nach dem Motto: Die Gesellschaft braucht keine Zeitungen, sie braucht Journalismus.

So werden wir immer mehr zu einer Community-Plattform. Wir senden zwar weiterhin Informationen, und zusätzlich nehmen wir dich mit in den Diskurs. Wir organisieren und moderieren die Debatten, die unsere Stadt bewegt. Und alle, die wollen, dürfen daran teilnehmen.

Konkret: Wir denken nicht einfach in Artikeln. Wir versuchen für jede Geschichte die beste Erzählform zu finden. Ist es ein Theater? Ein Spaziergang? Ein Workshop? Oder ein Text? Alles muss möglich sein.

Foif Jahr Tsüri.ch
Tsüri.ch wird fünf Jahre alt! Aber wie konnte das so weit kommen? In verschiedenen Beiträgen lassen wir die vergangenen fünf Lebensjahre von Tsüri.ch Revue passieren. Und verraten dir, was wir in nächster Zeit vorhaben.

Wir haben noch Luft nach oben. Es mangelt nicht an der Kreativität oder an euren zahlreichen und wertvollen Inputs. Wir haben noch nicht genügend Ressourcen, um unsere eigene Vision der Community-Stadt-Plattform vollständig umzusetzen. So wollen wir unseren Teil beitragen, dass Zürich eine schöne, nette und offene Stadt ist.

Wir sind auf dem besten Weg. Kein anderes Lokalmedium organisiert so viele Events wie wir (im Jahr 2019 werden es rund 30 sein) und nirgends sonst kannst du dich aktiv in die Redaktionsplanung einbringen (Community-Fritig, verschiedene thematische Umfragen).

Werde auch du Tsüri-Member und erreiche gemeinsam mit uns das Ziel des zugänglichen, kritischen und interaktiven Lokaljournalismus.

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