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Bild: zVg / frauenstreikzuerich.ch

Fünf Tage, zehn Events: Feministische Aktionswoche

Vom 24. bis 28. Februar findet die feministische Aktionswoche des Hochschulkollektivs statt. Theater, Film und Diskussionen: Wir haben dir die zehn verschiedenen Events zusammengetragen.
24. Februar 2020

Ganz nach dem Motto: Nach dem Streik ist vor dem Streik. Auch nach dem Juni 2019 möchte das Feministische Hochschulkollektiv die Vernetzung und den Austausch an den Hochschulen weiter fördern. Deshalb organisieren die Mitglieder eine Aktionswoche im Hinblick auf den internationalen Frauentag am 8. März.

Das Programm der Aktionswoche

Montag, 24.02.

  • Furios-feministischer Lesezirkel

Dienstag, 25.02.

  • Kunstinstallation - Le sex féminin existe

Mittwoch, 26.02.

  • Workshop mit untamed.love und Dragshow
  • Filmabend: Frauen bildet Banden
  • Furios-feministischer Lesezirkel

Donnerstag, 27.02.

  • Tanzperformance lernen für den 8. März
  • Theaterworkshop mit Kollektiv Tempofoif
  • Podiumsdiskussion: Vaterschaftsurlaub und Elternzeit

Freitag, 28.02.

  • Vortrag: Ökonomie der Mutterschaft
  • Vortrag: Die Rhetorik der Rechten

Bild: zVg / frauenstreikzuerich.ch

Montag, 24.02.

Furios-feministischer Lesezirkel

24. und 26.02 jeweils um 18 Uhr / Deutsches Seminar (UZH), Schönberggasse 9, 8001 Zürich

Am 24.02. wird Annie Ernaux' 'Une Femme' im Furios-feministischen Lesezirkel gelesen und am 26.02. werden selbstgeschriebene, feministische Kurztexte vorgelesen. Gedichte, Kurztexte oder Briefe dürfen auch selber mitgebracht werden.

Dienstag, 25.02.

Le sex féminin existe - Kunstinstallation vom Kollektiv Les blue vulvettes

25.02 von 10 bis 17 Uhr / Lichthof UZH, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Das weibliche Geschlecht ist kaum sichtbar in der populären Kultur und in der westlichen Gesellschaft. Das Kollektiv «Les blue vulvettes» aus La Chaux-de-Fonds will dies ändern. Sie geben der Vulva eine Stimme und präsentieren sie in ihrer natürlichen und nackten Art und Weise. Die Vulvas im Lichthof sprechen über ihre Erfahrung als weibliches Geschlechtsorgan und thematisieren ihre Marginalisierung.

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Mittwoch, 26.02.

Workshop mit Untamed Love und Drag Show Sex Bingo mit Monagamie

26.02 von 18 bis 22 Uhr / UZH, Raum KOL-H-317, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Jessica Siegrist, Mitgründerin des Sexshops Untamed.love, spricht über die queerfeministische Philosophie und bringt auch Toys mit. Diskutiert wird über Formen von Sexualität und die Überwindung von gesellschaftlichen, heteronormativen Grenzen. Wein und Vulva-Cupcakes sorgen für ein gemütlich-sinnliches Ambiente. Den Abend wird die Dragqueen Monagamie mit einem Sex-Bingo abrunden – es gibt also Toys zu gewinnen.

Filmabend: Frauen bildet Banden

26.02 von 20 bis 23 Uhr / Kino Toni Areal, Pfingstweidstrasse 96, 8031 Zürich

Eine Spurensuche zur Geschichte der Roten Zora. Die Dokumentation behandelt die militante Frauengruppe «Die Rote Zora», welche in den 1970er und 1980er Jahren in der BRD aktiv war. Der Film rollt die Geschichte der Roten Zora neu auf, zeigt feministischen Kampf und Repression, bietet Diskussionsstoff und veranschaulicht, dass viele der Themen noch immer hoch aktuell sind.

Donnerstag, 27.02.

Tanzperformance lernen für den 8.März - Un violader en tu camino

27.02 von 11 bis 12.45 Uhr / UZH, Raum RAA-E-27, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

«Un Violador en tu camino – ein Vergewaltiger auf deinem Weg» ist eine Tanzpeformance aus der chilenischen feministischen Bewegung. Sie thematisiert strukturelle sexistische Gewalt. Im Workshop werden die Hintergründe des Textes vermittelt und die Performance wird geübt, damit man sie dann am 8. März auch tanzen kann.

Feministischer Theaterworkshop mit Kollektiv Tempofoif

27.02. um 12 und 16 Uhr / UZH, Räume SOE-E-2 und RAI-F-041, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Mittels Improvisation, Bewegung und Sprache tastet man sich in diesen zwei Workshops an verschiedene Themen heran. Gespielt werden feministische Texte und Inputs jeglicher Anwesenden. Die Workshops stehen für sich und können mit oder ohne Erfahrung besucht werden. Was zählt ist Lust und Freude am Spiel.

Podiumsdisskusion zu Vaterschaftsurlaub und Elternzeit

27.02. von 18.30 und 21.30 Uhr / ETH, Rämistrasse 101, 8092 Zürich

Eine Podiumsdiskussion zum Thema «Die Notwendigkeit von Vaterschaftsurlaub und/oder Elternzeit?». Diskutieren werden SP Nationalrätin Min Li Marti, Präsident der Gewerkschaft Syna Arno Kerst und Marvin Karacsony, Mitarbeiter einer Digitalagentur, welche acht Wochen Elternzeit einführte. Moderiert wird das Gespräch von der NZZ Feuilletonistin und Kunstkritikerin Antje Stahl.

Freitag, 28.02.

Ökonomie der Mutterschaft - Vortag von Caroline Arni

28.02. von 16 bis 18 Uhr / UZH, Raum KOL-E-21, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Die Ökonomie der Mutterschaft ist sowohl historisch gesehen als auch momentan ein wichtiges feministisches Thema. Dr. Prof Caroline Arni forscht und lehrt in Sozial- und Kulturgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Wissenschaftsgeschichte und Schweizer Geschichte. Zurzeit befasst sich Caroline Arni besonders mit der Geschichte feministischer Konzeptionen von Mutterschaft, worüber sie auch im Vortrag sprechen wird.

Die Rhetorik der Rechten - Vortrag von Franziska Schutzbach

28.02. von 18 bis 20 Uhr / UZH Zentrum, Raum KOL-E-18, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Die Geschlechterforscherin und Soziologin Franziska Schutzbach spricht über Aspekte des Antifeminismus, des Antiintellektualismus, sowie der Wissenschaftsfeindlichkeit. Zudem spricht sie über ihre neu veröffentlichte Arbeit «Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick». In dieser Arbeit enttarnt sie sprachliche Strategien der Rechtspopulisten und zeigt auf, wie harter Extremismus strategisch verwischt und salonfähig gemacht wird

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