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Lisa Bounoure: WWF-Kampagnenleiterin, Hundehalterin und Tsüri Member

Lisa liebt Menschen und die Natur. Dies spiegelt sich nicht nur in ihrem Job beim WWF, sondern in ihrer gesamten Lebensweise wieder. Ein Portrait über die Tsüri-Memberin, die in Asien mit Tsüri.ch Deutsch lernte.
15. November 2019

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Schon zu Beginn des Treffens merkt man, wie wichtig Lisa ihre Mitmenschen und die Umwelt sind. Ihr Hund Okko zieht zufrieden im Café umher. Lisa beginnt sich mit dem Barangestellten auf Französisch zu unterhalten, als sie bemerkt, dass er ebenfalls aus Frankreich kommt. Auch freut sich Lisa besonders, denn heute ist ihr Kaffee-Tag. Sie hat aus Rücksicht auf die Umwelt beschlossen, nur noch jeden zweiten Tag Kaffee zu trinken. «Ich trank früher mehrere Tassen am Tag, aber mit nur einer an jedem zweiten Tag geniesse ich sie umso mehr.» Dieses nachhaltige Verhalten war Lisa schon in frühen Jahren eigen.

Von Südfrankreich an die Uni Zürich

Lisa wuchs in der französischen Stadt Narbonne auf. Sie lebte mit ihrer Familie in einem kleinen Haus mit Garten, wo ihre Grosseltern Wein anbauten. Lisa lernte so bereits früh, wie wichtig es ist, mit Ressourcen respektvoll umzugehen und mit der Natur im Gleichgewicht zu sein.

Lisa meditiert in den Schweizer Bergen. (zvg)

Im Gymnasium entschied sie sich dafür, Deutsch zu lernen. «Ich wollte unbedingt etwas Kompliziertes lernen.» Diese Entscheidung half ihr einige Jahre später, als sie beschloss nach Zürich zu ziehen, um einen Doktor in Ernährungsphysiologie zu machen. Eigentlich war sie stark davon überzeugt, später eine Forschungskarriere im medizinischen Bereich anzustreben. Doch sie änderte ihre Meinung, als sie zur Erkenntnis kam, dass es zwar wichtig ist den Menschen zu helfen, aber für sie alles noch einen Schritt weiter geht. «Mit einem glücklichen und gesunden Planeten, können auch die Menschen gesünder sein», erklärt sie. So schlug Lisa ihren Pfad in Richtung Umwelt ein.

Sensibilisierung ist das A und O

Nachdem sie 2013 ihre Doktorarbeit abgeschlossen hatte, schlängelte sich Lisa eklektisch durch verschiedene Rollen, unterschiedliche Startups und kleinere Organisationen, bis sie vor zwei Jahren ihren Job als Kampagnen-Projektleiterin beim WWF erhielt. Nun leitet sie Kommunikationsprojekte, die nationale Relevanz haben. Dazu gehören Themen wie die Meere, Tropenwälder oder das Klima. «Mein Ziel ist es nicht, Einnahmen zu generieren, sondern Menschen zu sensibilisieren. Die Leute sollen verstehen, was der WWF tut, bei welchen Themen wir aktiv sind und wie wir handeln», sagt Lisa. Bei einigen Themen, wie dem Klima, sei schon ein hohes Mass an Sensibilisierung erreicht. Das sei zwar gut, denn so wird diese Arbeit den NGOs erspart, aber leider ist dies auch nur so, da sich die verehrenden Folgen, wie die extremen Wetterereignisse schon deutlich spürbar gemacht hätten. «Der Planet weint. Doch das soll nicht bedeuten, dass es nichts mehr zu ändern gibt», sagt sie bestimmt.

Die Arbeit beim WWF war ihr nicht genug: So gründete Lisa die NGO namens «Slow Motion Projects» mit. Diese Organisation soll Umweltbildung in Asien, bei Kindern und jungen Erwachsenen, fördern. Um dieses Projekt zu lancieren, reiste Lisa zusammen mit ihrem Team und sogar ihrem Hund für ein Jahr nach Asien. Dies alles tat sie mit dem Zug, was auch auf den Namen «Slow Motion Projects» anspielt. Nach vier Tagen erreichte Lisa Moskau, von wo aus sie die Transsibirische Eisenbahn über die Mongolei nach China brachte. In der Mongolei, China, Indien und Bhutan besuchte sie zusammen mit ihrem Team lokale NGOs, die nun Partner von «Slow Motion Projects» sind und die Projekte vor Ort am Laufen halten.

Lisa und Okko für «Slow Motion Projects» in der Mongolei. (zvg)

Lisas Faszination für verschiedene asiatische Kulturen brachte sie nicht nur auf die Idee für ihre NGO, sondern auch in Berührung mit Yoga, Mantras und anderen spirituellen Bewegungen. Fast täglich nimmt sich die 34-Jährige Zeit, um zu meditieren oder Yoga zu machen. Eine solche Praxis ist für sie sehr wichtig: «Es sollte jeder zufrieden sein, denn dann ist es viel einfacher zu verstehen, wie wichtig es ist, Respekt gegenüber anderen Menschen und der Umwelt zu haben.» Lisas Motivation dafür scheint nicht zu schrumpfen. Ganz im Gegenteil. Die jungen Leute, die auf der Strasse demonstrieren, geben ihr immer mehr Energie.

Es gibt immer noch etwas, dass du machen kannst. Jeder muss für sich den Ort finden, wo er wirken kann
Lisa Bounoure

Tsüri als Deutsch-Lehrmittel

Lisa wollte 2015 gerade nach Asien aufbrechen, als ihr eine Freundin von diesem neuen, coolen Stadtmagazin berichtete. Die Begeisterung für Tsüri schlug auch bei Lisa sofort ein und sie wurde gleich Member. Während dieser langen Reise musste Lisa viel an Zürich denken und es fiel ihr nicht immer leicht, so weit weg zu sein. Um nicht zu verpassen, was in Zürich vor sich ging und auch um ihr Deutsch nicht zu verlernen, las sie jeden Tag einen Tsüri-Artikel. So konnte sie weiterhin mit der Stadt und der Sprache verbunden bleiben. «Ich bin Tsüri Member Nummer 343!», erwähnt Lisa stolz.

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