Bild: Esther Senecky

«Nurse Practitioner»: Wie sich Pflegefachpersonen bei der Hirslanden Gruppe weiterentwickeln können

Präsentiert von Hirslanden
Dass die Schweiz nicht genug Pflegefachpersonen hat, ist keine Neuigkeit. Doch das sogenannte «Nurse Practitioner» helfen könnten, dieses Problem zu lösen, schon. Wie das gehen soll und wie sich die Hirslanden Gruppe für die Weiterentwicklung der Pflegeberufe einsetzt, erfahren wir im Gespräch mit Ilona Hänni, «Nurse Practitioner»- Studentin und Prof. Dr. Markus Béchir, Chefarzt und Leiter Zentrum Innere Medizin an der Klinik Hirslanden Aarau.
02. Oktober 2020

Seit vielen Jahren fehlt es schweizweit an Pflegefachpersonen. Ein Grund dafür seien die fehlenden Aufstiegsmöglichkeiten, meint Ilona Hänni. Die Pflegefachfrau
hat im Herbst ihren Master of Science in Pflege mit Vertiefung in «Nurse Practitioner» an der Berner Fachhochschule gestartet. Das neue Studium ist eine
Mischung aus Theorie und Praxis. Denn zum Gesundheitsprofi wird man erst, wenn man sein Wissen anzuwenden weiss, meint Prof. Dr. Markus Béchir, Chefarzt und
Leiter Zentrum Innere Medizin, Hirslanden Klinik Aarau und Betreuer von Ilona Hänni.

Gesundheitssystem im Wandel
Damit man zum «Nurse Practitioner» werden kann, sind Praktikumsplätze eine Voraussetzung. Und weil die Klinik Hirslanden die akademische Laufbahn des
Pflegeberufes fördern will, stellt diese die notwendigen Praktika für Studierende zur Verfügung. Mit dem Studiengang «Nurse Practitioner» sollen aber nicht nur die
Aufstiegsmöglichkeiten im Pflegeberuf attraktiver, sondern auch die aktuelle Situation im Gesundheitssystem verbessert werden – sowohl für Angestellte als
auch für die Pflegebedürftigen. Dass unser Gesundheitssystem optimiert werden muss, findet auch Prof. Dr. Markus
Béchir. Als leitender Arzt setzt er sich täglich mit der Aufgabenverteilung seiner Abteilung auseinander. Er meint, Medizin wurde viel zu lange von der Pflege
getrennt und umgekehrt – und das am Ende auf Kosten des Wohls der Patienten. Sicher ist für Prof. Dr. Markus Béchir, dass sich künftig nicht nur Ärzte um
medizinische Aufgaben kümmern können und Pflegende um pflegerische. Vielmehr gilt es die Aufgaben nach Fähigkeiten, und nicht wie bisher nach Berufsgruppen zu verteilen.

Und an dieser Stelle kommen «Nurse Practitioner» wie Ilona Hänni ins Spiel. Denn diese kennen durch ihr Studium die Seiten der Pflege als auch die der Medizin. So
können sie als Pflegeprofis mit dem Hintergrund ihres medizinischen Wissens die Ärzteteams begleiten und mit Ihnen auf Augenhöhe kommunizieren – ohne dabei
den Aspekt der Pflege aus den Augen zu verlieren. Das macht die Kommunikation zwischen den beiden Disziplinen unmissverständlich und schnell. Ein grosser Benefit also auch für das Wohl der Patienten.

Wie werde ich «Nurse Practitionier»?
Voraussetzung für das Masterstudium Nurse Practitioner ist ein Bachelorstudium der Pflege. Eine Aufnahme «sur Dossier» bei äquivalenter Vorbildung ist ebenfalls möglich. Um dein Wissen auch in der Praxis anwenden zu können, wird während des Studiums ein Praktikum absolviert. Die Erteilung des Praktikumsplatzes erfolgt über die Hochschule. Die Hirslanden-Gruppe stellt dazu supervidierte Praktikumstellen zur Verfügung. Falls du dich für nähere Infos zur Umsetzung der Nurse Practitioner Rolle bei der Hirslanden-Gruppe interessierst, kannst du dich gerne bei Anna Ziegler, MScN, (anna.ziegler@hirslanden.ch) melden. Sie steht dir sehr gerne für einen fachlichen Austausch zur Verfügung.

Wie geht's weiter?
Da der Studiengang «Nurse Practitioner» erst letzten Herbst startete, gibt es noch keine Abgänger*innen. Wie genau der Beruf also im Alltag aussehen wird, ist heute
offen. Doch das es an der Schnittstelle zwischen Pflege und Medizin ein bindendes Glied braucht, hat sich bereits bestätigt: So hat sich Ilona Hänni nach wenigen
Monaten in ihrem Studium einen festen Platz im Ärzteteam von Prof. Dr. Markus Béchir geschaffen und arbeitet eng mit den anderen Assistenzärzten zusammen: Sie aktiv an der Visite beteiligt, versteht worum es dabei geht und lässt ihr Wissen aus der Pflege gezielt mit einfliessen. Wenn Ilona Hänni ihre Praktikumstage bei uns hat, freut sich das ganze Team, denn sie bereichert uns mit ihren Fähigkeiten enorm, erzählt Prof. Dr. Markus Béchir mit einem Schmunzeln im Gesicht.

Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung im Pflegebereich?
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