Junge benutzen Smartphones, Alte lesen Zeitung. Oder nöd?!

Aufgrund einer rasanten technischen Entwicklung hat sich unsere Art und Weise zu kommunizieren und uns zu informieren enorm verändert. Wir benutzen Telefone bzw. Smartphones jeden Tag. Wir telefonieren, schreiben Mails, lesen Zeitungen und posten Bilder auf Snapchat, Instagram, Facebook usw. Aber wieso teilen wir Informationen?
21. September 2018

Dieser Inhalt wurde von Schüler*innen des MNG-Rämibühls in Zusammenarbeit mit Tsüri.ch erstellt.

von Luana Togni, Jehona Krivaqa, Julia Czopek-Rowinska, Dina Mundackal

Wir wollen an Diskussionen teilnehmen, interagieren, wachsen und in Kontakt mit unseren Freund*innen bleiben. Einige von uns bauen eine Plattform auf, auf der sie ihre Ideen oder Talente teilen. Manche tun dies, um berühmt zu werden, manche nur zum Vergnügen und andere zur Zeitvertreibung. In diesem Artikel versuchen wir zu erklären, wie Soziale Medien wo, wann und von wem sie am ehesten genutzt werden.

Wie man in der oben aufgeführten Statistik sehen kann, brachte die Digitalisierung einen Wandel in der Art des Medienkonsums mit sich. Der Fernseher galt mindestens bis 2012 als Hauptnachrichtenquelle für Amerikaner*innen. Zeitungen und Radio waren meist auf ähnliche Art und Weise vertreten. 2004 beginnt der Aufstieg der Online-Plattformen. 2007 erscheint das erste iPhone, ab dann sieht man einen extrem starken Aufschwung im Onlinemedien-Konsum. Gleichzeitig beginnen die anderen Informationsquellen abzunehmen.

Bei einer Umfrage in Amerika im Jahr 2018 sagten 68% der ca. 5000 befragten Personen, dass sie sich, auch wenn manche nur selten, auf Online-Plattformen stützen um Informationen zu erlangen.

Wozu man sich in den 90er Jahren noch eine Zeitung kaufte, lädt man sich heute eine App runter. Radio hört man höchstens noch manchmal im Auto und kurze Videos im Internet lösten den Fernseher ab. 57% der Leute, die Soziale Medien als Nachrichtenquelle nutzen, sind jedoch der Meinung, dass diese Nachrichten meistens ungenau sind.

Verschiedene Medien

Auf der Erden leben rund 7.632 Milliarden Menschen. Jedes Jahr nimmt die Zahl der Internetnutzer*innen weltweit deutlich zu. Im Jahr 2018 sind es 4,021 Milliarden Internetnutzer*innen. 3,196 Milliarden Menschen nutzen Soziale Medien, was ein Anstieg von 13% im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Die Hauptgründe für die Nutzung der Sozialen Medien sind Arbeit, Vergnügen und Ablenkung.

Die Anzahl der Handynutzer*innen beträgt 5,135 Milliarden, im Jahr vorher waren es 4% weniger. Diese Statistik stammt von der Seite «We are social» aus dem Global Digital Report 2018.

In diesem Diagramm wurde Snapchat nicht berücksichtigt obwohl die Anzahl der Benutzer*innen für das Jahr 2018 188 Millionen beträgt.

Mediennutzung in verschiedenen Altersgruppen

In unserem Artikel werden nur fünf Medien- und Digitalmarken betrachtet. Wikipedia, Google, YouTube, Google Maps und WhatsApp. Uns hat interessiert, welche Dienste in welcher Altersgruppe am meisten bzw am wenigsten genutzt werden. In der Deutschschweiz wurde 2017 eine Statistik zur Nutzung der Medien- und Digitalmarken in drei verschiedenen Altersgruppen (Digital Natives, Digital Immigrants und Silver Surfer) gemacht.

Deutlich zu sehen ist, dass 89% in der Altersklasse der Digital Natives (14 bis 29 Jahre) primär WhatsApp nutzen. Knapp darunter mit 83% ist Google. Google darf sich stolz den ersten Platz mit jeweils 82% bei den Silver Surfern und den Digital Immigrants (30 bis 45 Jahre) teilen. Beim zweiten Platz hingegen sieht es allerdings schon anders aus. Bei den Digital Immigrants liegt WhatsApp mit 77% an zweiter Stelle. Bei den Silver Surfern (55 bis 69 Jahre), liegt WhatsApp an dritter Stelle mit 69%. Wikipedia liegt in allen drei Altersgruppen unter den letzten zwei Plätzen. Bei den Digital Natives an letzter Stelle mit 70%, bei den Digital Immigrants an vierter Stelle mit 62% und bei den Silver Surfern ebenfalls an vierter Stelle jedoch mit 64%. Google Maps liegt bei den Silver Surfer an zweiter Stelle mit 70%. In den jüngeren Altersklassen teilt sich Google Maps den dritten und vierten Platz. Mit jeweils um die 70%. Zu unserer Verwunderung ist bei den Digital Natives und in den Digital Immigrants weder Snapchat noch Instagram in den ersten fünf Plätzen. Jedoch hat es Wikipedia zu unserem Staunen in allen Alterskategorien in die ersten fünf Plätze geschafft. Was jedoch klar wurde ist, dass es YouTube in der ersten Altersklasse, in die Top fünf geschafft hat. Bei den Digital Natives liegt YouTube an dritter Stelle mit 77%. Bei den Digital Immigrants liegt YouTube an fünfter Stelle mit 55%. Was uns jedoch nicht verblüfft ist, dass YouTube bei den Silver Surfern nicht unter den Top fünf liegt. Hingegen hat es SRF1 mit 64% in die Rankings geschafft.

Industrieländer und Entwicklungsländer

In 39 Ländern geben durchschnittlich 53% der Befragten an, dass sie soziale Online-Netzwerke wie Facebook oder Twitter nutzen. Diese Zahl verbirgt jedoch grosse Unterschiede im Bezug auf die ganzen Welt.

Der Mittlere Osten zeichnet sich im Vergleich zu den anderen Regionen durch eine relativ hohe Nutzung von Social Media aus. Nur Israel hat eine fortgeschrittene Wirtschaft. In den fünf untersuchten Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas haben durchschnittlich 68% der Befragten angegeben, dass sie Social-Networking-Sites nutzen. In den sieben untersuchten lateinamerikanischen Ländern, von denen keines als fortgeschritten gilt, nutzen 59% Social Media. Im Vergleich dazu nutzen 55% der Menschen in den 10 untersuchten europäischen Ländern, die alle als entwickelt gelten, soziale Medien.

Einige grosse Industrieländer zeichnen sich durch eine relativ geringe Nutzung von Social Media aus. Insbesondere in Deutschland (40%) und in Japan (39%) nutzen etwa vier von zehn Social Media - ähnlich in Südafrika (43%) und Tunesien (38%).

Insgesamt kann man sagen, dass die Nutzung der sozialen Medien in unterschiedlichen Ländern von unterschiedlichen Altersgruppen unterschiedlich genutzt wird, ausserdem kann man sagen,dass Entwicklung und Nutzung von Social Media nicht Hand in Hand gehen. Neue Arten Nachrichten zu konsumieren sind für die Zukunft sicher zu erwarten, man sollte daher immer offen für Neues sein!

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14 Maturand*innen der Kantonsschule Rämibühl haben am Mittwoch, Donnerstag und Freitag zusammen mit Tsüri.ch die Medienwelt kennengelernt. Nebst Besuchen und Diskussionen in der Redaktion, besuchten die Schüler*innen weitere Expert*innen, wie jene von der Republik und vom Tagesanzeiger.

Von Tsüri.ch bekamen die Journalist*innen in spe vier Arbeitsaufträge: Macht Video-Interviews zum Medienkonsum, macht eine Datengeschichte zum Medienwandel, befragt Journalist*innen zu ihrem Publikum, dokumentiert das alles auf Instagram.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Lehrpersonen, welche diese grossartige Idee hatten, und bei allen Schüler*innen, welche mit uns zusammengearbeitet haben. Es war 1 grosser Spass! Danke!

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