Tsüri-Chefredaktor Simon Jacoby moderiert auch diese Pitch-Night. Foto: Elio Donauer

«Misch dich ein!»: 6 Gründe, warum du unsere Pitch-Night auf keinen Fall verpassen solltest

Am Mittwoch, 28. April, starten wir mit der Pitch-Night im Kosmos in unseren 11. Fokusmonat «Misch dich ein!». Wir haben 6 interessante Sprecher:innen eingeladen, die dir ihre Perspektiven zu den Themen Aktivismus und zivilgesellschaftliches Engagement präsentieren. 6 Gründe, warum du auf jeden Fall dabei sein solltest.
26. April 2021
Praktikantin Civic Media

1. Du lernst, weshalb sich Menschen Aktivismus überhaupt antun

Aktivismus ist zeitraubend, kann frustrierend und ernüchternd sein. Dabei werden die Aktivist:innen für ihre Arbeit oftmals nicht entlöhnt und arbeiten lange für den gewünschten Erfolg. Wieso und wann entstehen aktivistische Bewegungen? Wie funktionieren sie und wie motivieren sie sich? Dr. Prof. Johannes Ullrich ist Leiter der Fachrichtung für Sozialpsychologie an der Universität Zürich. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen soziale Konflikte und Kooperation. Er erklärt am Mittwoch, weshalb Einmischung von Durchmischung kommt und wann Personen bereit sind, sich einzumischen.

Pitch-Night: Misch dich ein!
Zum Auftakt des Fokusmonats «Misch dich ein!» haben wir sieben Akteur:innen eingeladen, welche in kurzen Präsentationen ihre Sicht auf zivilgesellschaftliches Engagement und Aktivismus besprechen. Vertreter:innen von Interessensgruppen, Bewegungen und aus der Forschung erläutern in je 7 Minuten Zeit ihre Perspektive zum Thema. Mit dieser Auftaktveranstaltung eröffnen wir die Debatte, welche den folgenden Monat bei Tsüri.ch prägt.



2. Eine junge Aktivistin erklärt, weshalb aktiv sein keine Entscheidung ist

Annika Lutzke engagiert sich aktiv im Klimastreik und bei grassrooted, kämpft gegen die Klimakrise, gegen Foodwaste und für eine nachhaltigere Landwirtschaft. Annika findet, dass aktiv werden keine Entscheidung ist, sondern für jede Person, die sich ausreichend informiert und mit den globalen und nationalen Problemen konfrontiert wird, eine Selbstverständlichkeit sein sollte. Sie spricht diesen Mittwoch darüber, wieso eine neue Definition des Wortes Aktivismus notwendig ist und wieso keine Form von Aktivismus zu klein ist und zu wenig bewegt.

Annika Lutzke vom Klimastreik. Foto: Elio Donauer

3. Du hörst, wie es ist, die aktivistische Geschichte Zürichs festzuhalten und dafür in die Mangel genommen zu werden

Klaus Miklos Rosza hat in den 80er-Jahren und bis heute Zürich durch die Linse seiner Kamera verfolgt. Dabei wurde er mehrmals verhaftet, über Jahre hinweg von der Polizei überwacht und ihm wurde aus politischen Gründen über vier Jahrzehnte hinweg die Einbürgerung verwehrt. Als Pressefotograf mit eingeschränktem Bewegungsradius war er in Zürich stets an den Brennpunkten zwischen der Polizei und politischen Aktionen. Wieso er es sein Leben lang wichtig fand, Recht und Unrecht aufzuzeigen,seine Stimme zu nutzen und für Forderungen zu kämpfen, erzählt er dir am Mittwoch.

4. Du erfährst, wie wichtig es ist, jedem Menschen eine Stimme zu geben

Yonas Gebrehiwet ist im eritreischen Medienbund tätig und setzt sich für Eritreer:innen ohne Bürgerrechte ein. Dies macht er nicht nur, weil es ihm Freude und Erfüllung bringt, sondern weil er findet, dass er eine Verantwortung hat, den Menschen in der Schweiz eine Stimme zu geben. Gerade jenen Menschen, die sich sonst nicht äussern können und die von der Politik überhört oder gar nicht nach ihrer Meinung gefragt werden. An der Pitch-Night zeigt er dir auf, weshalb es auch für Personen ohne Bürgerrechte wichtig ist, gehört zu werden und sich eine Stimme zu erkämpfen.

5. Du siehst, wieso Aktivismus zu einer lebendigen Demokratie dazugehört

Deborah Kalte forscht am Zentrum für Demokratie Aarau zu den verschiedenen Formen der politischen Partizipation und welche Rolle diese in einer funktionierenden Demokratie haben. Du findest heraus, wer sich denn überhaupt so engagiert in der Schweiz, weshalb Frauen in der Politik weniger vertreten sind, aber politischer handeln und wieso Aktivismus für die Schweiz wichtig ist.

Deborah Kalte. Foto: Twitter

6. Du lernst, welche Zauberformeln es gibt, um als Freiwillige organisiert und motiviert zu bleiben

Engagement und Freiwilligenarbeit ist kein Spaziergang. Wie funktioniert eine Community, wie motiviert sich eine Gruppe Freiwilliger und wie kann Public Eye dort helfen? Ursina Mayor ist bei Public Eye die Freiwilligenkoordinatorin und spricht diesen Mittwoch anhand von drei Beispielen über genau diese Themen. Sie zeigt auf, wie sie Communities dabei unterstützen, gemeinsam stark zu bleiben und stärker zu werden.

Der Fokusmonat «Misch dich ein!» ist eine Kooperation von Tsüri.ch und der Urban Equipe . Unterstützt wird er durch die Gemeinnützige Gesellschaft des Kantons Zürich , durch den Integrationskredit des Bundes im Rahmen des Programm «Citoyenneté – mitreden, mitgestalten, mitentscheiden» sowie durch das Kantonale Integrationsprogramm und den Integrationskredit der Stadt Zürich.


Wir gehen mit der Zeit und verwenden neu den Gender-Doppelpunkt anstelle des Gendersterns. Das sieht nicht nur schöner aus, sondern ist auch inklusiver, da es maschinenlesbar ist und sich dadurch sehschwache Menschen den Text vorlesen lassen können.

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