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Miras Weekender: Mehr als nur eine «Party»

Vom 20. bis 22. Dezember findet zum ersten Mal der Miras Weekender statt. Drei Tage lang kannst du an drei Orten elektronische Musik erleben, Panels und Workshops besuchen. Wir wollten vom Kollektiv wissen, warum ein Besuch lohnenswert ist.
18. Dezember 2019

Tsüri.ch: Was ist das Miras Weekender?

Miras Kollektiv: Der Miras Weekender findet zum ersten Mal statt und widmet sich zeitgenössischer Clubmusik aus dem In- und Ausland. Das interdisziplinäre Programm beinhaltet Panels, Workshops, akusmatische Konzerte, Musik- und Kunstperformances sowie immersive Installationen. Während drei Tagen werden vier Bühnen, zwei Clubs und zwei Ausstellungsräume bespielt.

Nach einigen Festivals und Events, die wir im Kollektiv organisiert haben, dient der Weekender als bisher grösstes Projekt, bei dem wir das gesamte Programm zusammengestellt haben.

Wer steckt hinter dem Weekender?

Das Kollektiv Miras in Zusammenarbeit mit diversen anderen Kreativen, wie zum Beispiel den Kurator*innen vom Kunstraum Saint Luke oder Mathis Neuhaus vom Musikmagazin Zweikommasieben.

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Und wo spielt die Musik?

Im Club Zukunft, der Bar3000 und im Kauz.

Weshalb soll man dahin kommen?

Das Programm reicht von Auftritten von Künstler*innen im experimentellen Clubmusikbereich, Performances bis hin zu Panels und akusmatischen Konzerten. Durch die Zusammenführung dieser diversen Disziplinen entfaltet sich für Miras und die Besucher*innen das Potential, neben populärer und experimenteller elektronischer Musik, auch die damit verbundenen Thematiken wie Nachhaltigkeit, Sexualität und kulturelle Verantwortung zu behandeln.

Weshalb ist das wichtig?

Weil das Thema Nachhaltigkeit aktueller denn je ist und auch in der elektronischen Musik ein wichtiger Aspekt sein sollte, den man unbedingt mehr einbeziehen muss. Durch die Panels versuchen wir die Besucher*innen – aber auch uns selbst – zu sensibilisieren: Wie kann man das Nachtleben nachhaltiger gestalten? Welchen Impact haben wir und wie minimieren wir diesen? Inwiefern trägt die lokale Szene einen wichtigen Teil dazu bei und wie muss die internationale Szene agieren?

Solche Fragen versuchen wir über die Panels hinweg zu diskutieren.

Inwiefern sind die Themen Nachhaltigkeit, Sexualität und kulturelle Verantwortung mit elektronischer Musik verbunden?

Elektronische Musik als kulturelle Ausprägungsform sollte den Anspruch haben, mehr als einfach nur sanfte Berieselung zu sein. Aus diesem Grund ist es uns ein Anliegen, dass innerhalb dieser Subkultur Thematiken angesprochen werden können, die über den Rahmen einer Party im klassischen Sinne hinweggehen.

Es werden auch akusmatische Konzerte und Workshops stattfinden. Was bedeutet das genau?

Akusmatische Musik ist Musik, bei der man die direkte Klangerzeugung nicht sieht. Sie ist von Anfang konzipiert, um ohne visuelle Interventionen gehört zu werden. Das Hören selbst wird dadurch zum zu betrachtenden Phänomen.

In der Weiterentwicklung der akusmatischen Musik wird oft mit Mehrkanal-Lautsprecher-Systemen gearbeitet, um das Klangerlebnis durch räumliche Gesten und Bewegungen immersiver zu gestalten. In unserem Fall reden wir von 16 Lautsprecher, die unterschiedlich im Raum verteilt sind.

Was kann man an diesem Workshop denn lernen?

Der Akusmatik Workshop am Samstag richtet sich in erster Linie an Produzent*innen und Komponist*innen, die erste Erfahrungen in räumlicher Diffusion sammeln wollen. Auf einem 16-Kanal-System können eigene Produktionen und Kompositionen auf die einzelnen Lautsprecher verteilt werden. Ebenfalls wird das Setup so arrangiert sein, dass auch Nicht-Musiker*innen am Workshop teilnehmen und mit vorhandenem Material das System ausprobieren können.

Es gibt aber noch einen anderen Workshop?

Im Modular Workshop werden die Grundlagen der analogen und digitalen Modular Synthesizer erklärt. Mit einem System vor Ort werden spielerisch verschiedene Arten der Klangerzeugung und Klangverzerrung betrachtet.

Beide Workshops richten sich sowohl an Leute mit fundiertem Wissen, die etwas Neues lernen möchten, als auch an Nicht-Musiker*innen oder Anfänger*innen, die ein Interesse für das Thema hegen.

Was ist das Highlight?

Alles. Die akusmatischen Konzerte werden sicher sehr interessant und auch die Performance des Basler Künstlers Roberto Ronzani ist vielversprechend. Musikalisch freuen wir uns vor allem auf den DJ und Produzenten Stenny, der am Samstag zum ersten Mal in Zürich spielen wird.

Grundsätzlich gilt: Come early, stay late. Hasta abajo!


Wir verlosen 1x 2 Tickets für den Weekender!

Schreib uns bis morgen, wenn du gerne gehen möchtest.

Infos
Der Miras Weekender findet vom Freitag, 20. bis Sonntag, 22. Dezember in der Zukunft, der Bar3000 und im Kauz statt. Tickets gibt es hier. Das Ticket für den Freitag kostet 23 CHF, ein Samstagticket 28 CHF und ein Ticket für den Sonntag 14 CHF. Ein Weekender Early Bird Pass (Fr/Sa/So) bekommst du für 40 CHF, ein Weekender Regular (Fr/Sa/So) für 50 CHF.

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