Klima Watchdog: Was macht ihr mit 25 000 Franken?

Letzte Woche startete das Crowdfunding zum Klima Watchdog. Doch wofür brauchen wir überhaupt das Geld? Wir beantworten dir hier deine Fragen zur Finanzierung des Klima Watchdogs und der Klimastelle.

Illustration: Zana Selimi

1. Ihr fragt immer wieder nach Geld. Habt ihr nicht irgendwann genug?

Leider nein. Wir müssen die Community  immer wieder nach Geld fragen, da unsere regelmässigen Einnahmen durch unsere 1399 Member (<3) leider nicht reichen, um Tsüri.ch zu tragen. Deswegen sind wir auch auf einmalige Einnahmen,  zum Beispiel durch Werbung oder Sponsoring/Crowdfundings angewiesen. Um die Finanzierung und somit das Überleben des Magazins zu sichern, müssen wir dich deswegen immer wieder um Unterstützung bitten.

Beim Crowdfunding hast du übrigens die Möglichkeit, Klimamember zu werden, somit den Watchdog zu ermöglichen und gleichzeitig ein Jahr lang von den Vorteilen, die eine Memberschaft mit sich bringt, zu profitieren! 

2. Falls ihr 25 000 CHF erreicht, wird der Beitrag ja sogar verdoppelt. Wofür braucht ihr dieses ganze Geld?

Wenn wir die CHF 25’000 erreichen, verdoppelt der Impact Fund diesen Betrag. Für die Auswahl haben wir ein zweistufiges Verfahren mit Expertenjury und Community-Voting durchlaufen. Deine gespendeten Franken zählen also gleich doppelt! Mit dem Geld bauen wir den Watchdog auf, welcher alle Klimaentscheide der Stadt Zürich auf dem Weg zu Netto-Null dokumentiert und auf ihre Wirksamkeit prüft. Zudem stellen wir das Klima auch redaktionell in den Fokus, realisieren Recherchen und Hintergrundartikel, schreiben ein monatliches Klima-Briefing und realisieren eine Kolumne dazu. Alles Geld, das wir sammeln, fliesst direkt in den Klima-Journalismus und in den Lohn unserer Klima-Journalistin. Das Crowdfunding findest du hier.

3. Wieviel verdient die Klima-Journalistin?

Bei Tsüri.ch verdienen alle gleichviel. Auf 100 Prozent sind das 4’200 CHF brutto pro Monat. Für die Klimastelle (50 Prozent) sind das also 2’100 Franken brutto.

4. Ok, aber eine 50 Prozentstelle kostet ja nicht 50’000 CHF. Wofür ist das restliche Geld?

Gut gerechnet! Zusätzlich zum Lohn kommen noch andere Kosten wie Sozialversicherungen (AHV, Krankentaggeld, Pensionskasse, Unfallversicherung), einen Teil der Büromiete, Zmittag im Büro, der Laptop und so weiter. Auch hinter der Crowdfunding-Kampagne steckt viel Arbeit. Zudem, und das ist neu: Den Klima-Watchog müssen wir noch entwickeln, dann aufbauen und dann umsetzen – damit kommen wir locker auf den ganzen Betrag von 50’000 CHF.

5. Die Klimastelle gibt es jetzt ein Jahr. Was ist in diesem Jahr passiert?

Seit Beginn der Klimastelle hat Isabel Brun und andere Redaktor:innen 89 Artikel zu Klima-Angelegenheiten auf Tsüri.ch produziert. Hier eine kleine Auswahl der Artikel:

  1. Zürich und der Klimaschutz: Vertrauen ist gut, Kontrolle wäre besser
  2. Klimaexperte zu Swiss Overshoot Day: «Auch Zürich war zu zögerlich»
  3. Strike for Future fordert Arbeitszeitreduktion – auch im Namen des Klimas
  4. Korallensterben: Wie von Zürich aus dagegen angekämpft wird
  5. Der Umbau zur grünen Stadt: Die Zukunft Zürichs im Wandel

Alle Artikel aus der Klima Rubrik findest du hier.

Ausserdem verschicken wir seit Februar ein Klima Briefing, welches dir einmal im Monat alles Wichtige rund ums Klima zusammenfasst.

6. Also gut, ich mach mit. Was kriege ich dafür?

Nebst dem Output unserer Klima-Journalistin und der Entwicklung des Klima Watchdogs hast du die Möglichkeit einige lässige Goodies im Crowdfunding abzustauben. Zum Beispiel kannst du dir einen Freitag Rucksack, eine Soeder Seife oder ein Terra-Verde Paket voller mit soziale-ökologischen Köstlichkeiten aus Italien schnappen. Hier siehst du, was es alles gibt. Und natürlich kriegst du ewige Dankbarkeit von uns!

7. Boah diese Goodies sind ziemlich teuer. Habt ihr dafür bezahlt?

Wir haben all unsere Kontakte spielen lassen, um dir viele tolle Goodies anbieten zu können. Natürlich regional und nachhaltig. Die Rampe21, Hiltl, Soeder, Freitag und Terra Verde haben uns alle diese Produkte gratis zur Verfügung gestellt. Weil sie auch wollen, dass es den Klima Watchdog gibt. Danke euch, ihr lieben Goodie-Geber:innen! Darum nein: Wir haben nichts für die Goodies bezahlt.

8. Ich würde gerne mitmachen, habe aber keine Kreditkarte?

Kein Problem! Du kannst auch mit TWINT, per SMS oder Banküberweisung bezahlen – oder sogar mit der Kryptowährung deines Vertrauens. An der Auswahl an Zahlungsmittel sollte es also nicht scheitern! Das Crowdfunding findest du hier.

Hast du noch eine weitere Frage? Dann poste sie in die Kommentare.