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Fotos: Rahel Bains

«Wir sind aus einem traurigen Grund hier: Weil es noch immer Rassismus gibt»

Der gewaltsame Tod des 45-jährigen Afroamerikaners George Floyd durch einen Polizisten hat eine internationale Bewegung gegen Rassismus und Gewalt an Schwarzen und People of Colour ausgelöst. Auch in Zürich haben sich die Menschen nach der Demonstration vom Montag bereits am Dienstag erneut eingefunden, um sich an der Josefwiese gemeinsam gegen Rassismus zu stellen und in einer Schweigeminute George Floyd zu gedenken. Tsüri.ch war vor Ort.
03. Juni 2020
Redaktorin

Christian: «Ich finde es wichtig, dass jede*r – egal ob schwarz oder weiss – dieses Thema, das seit mehr als 400 Jahren ignoriert wird, anspricht. Dass man aufsteht und seine Stimme erhebt.»

Camilla: «Ich bin hier für meine Mutter, die 15 Jahre lang in Zürich gelebt hat und unzählige Male diskriminiert worden ist. Als ich 12 Jahre alt war, hat sie mir gesagt, dass sie froh sei, dass ich heller bin als sie – damit ich es im Leben einfacher haben werde. Das hat mich sehr getroffen. Eine Mutter soll das nicht sagen müssen! Ich bin auch hier für meine Freund*innen und meine Familie in New York.»

Albina (links): «Ich bin hier, um den Leuten zu zeigen, dass Rassismus stattfindet und das jeden Tag. Jemanden zu hassen und das nur aufgrund seiner Hautfarbe – das geht gar nicht. Leider passiert dies seit Jahren und niemand schaut hin. Das muss endlich aufhören. Unsere Generation könnte dies ändern. Wir haben es in der Hand.»

Malik (links): «Wir sind aus einem traurigen Grund hier: Weil es Rassismus noch immer gibt. Dieses Treffen bedeutet mir sehr viel, weil es wichtig ist, dass darüber gesprochen wird. Denn Rassismus gibt es nicht nur in den USA, sondern auch in der Schweiz. Solange sich das nicht ändert, werden wir nicht aufhören, uns dafür einzusetzen.»

Lorena (Mitte): «Ich will, dass sichtbar wird, wie sehr wir unter Ausgrenzung und Rassismus leiden. Und ich bin auch hier für meine Freund*innen und Familie in Brasilien, die ebenfalls damit zu kämpfen haben.

Yasmin (rechts): «Mir ist wichtig, dass alle Menschen gleichberechtigt sind, egal ob weiss oder schwarz. Zumal ich selber halb Marokkanerin, halb Somalierin bin und mir das sehr am Herzen liegt.»

Dave, Organisator des Zusammenkommes an der Josefwiese (rechts): «Lass uns gemeinsam dafür einstehen, dass sich die Geschichte nicht wiederholt.»

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