29. Januar 2019 um 05:00

Aktualisiert gestern um 13:41

«Ich würde gerne mal länger an einem Ort wohnen können»

Arbresha Latifaj wohnt in der «Seebahnkolonie» im Kreis 4. Wie lange sie und alle anderen dort noch wohnen können, ist unklar: Der Block aus den 30er Jahren muss bald einem Neubau weichen.

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Unweit des Bullingerplatz und gleich neben dem Erismannhof steht die Siedlung «Seebahn», oft auch «Seebahnkolonie» genannt. Ein grosser, brauner Block mit einem wild überwucherten Innenhof. Eine der Bewohner*innen der Seebahnkolonie ist Arbresha Latifaj. Die 25-Jährige ist Studentin und Musikerin und bewohnt zusammen mit drei Mitbewohner*innen eine 4-Zimmerwohnung an der Seebahnstrasse. Tsüri.ch war bei ihr auf Besuch.

Arbresha: «Die Juwo hat mir geholfen, in die Freiheit zu gehen».

Die Siedlung «Seebahn» mit den rund 100 Wohnungen und vier Ladenlokalen, die heute vorwiegend als Atelier genutzt werden, gehört der Baugenossenschaft des eidgenössischen Personals (BEP). Sie wurde 1930 erbaut. Weil viele der Wohnungen gegen die stark befahrene Seebahnstrasse ausgerichtet sind und der Grundriss der Wohnungen nicht mehr zeitgemäss sei, plant die BEP einen Neubau. Der biete kostengünstigen Wohnraum, besonders für Familien und ältere Menschen. Auch die Siedlung «Kanzlei» der Allgemeinen Baugenossenschaft Zürich (ABZ), die ebenfalls 1930 erbaut wurde und gleich neben der Seebahnkolonie liegt, soll einem Neubau weichen. Das Projekt wird unter dem Namen «Seebahnhöfe» zusammengefasst.

Die Seebahnkolonie befindet sich an der Erismann-, Stauffacher-, Kanzlei- und Seebahnstrasse.

Wann die Siedlung genau abgerissen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Bis zum Abbruch vermietet das Jugendwohnnetz (Juwo) die Wohnungen an Studierende. Diese tauschen sich unter anderem in der Facebookgruppe «Seebahn Kolonie» aus: Darin wird nach neuen Mitbewohner*innen gesucht, jemand verschenkt seine Matratze und eine Bewohnerin weist darauf hin, man solle doch bitte nicht spätabends noch Klavier und Bass üben...

Übrigens: In dieser Siedlung hat SRF Virus die Serie «Nr. 47» gedreht.

Was taugt die SRF-Youtube Serie übers Zürcher WG-Leben?

Das ist der erste Teil der Serie «Wohnen in Tsüri». Demnächst folgt:
Teil 2: Wohnen in einem Hardauhochaus
Teil 3: Wohnen im Brunaupark

Video: Elio Donauer

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