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Hobbylos? Dank diesen 7 Tipps nicht mehr lange

«Wer sich mit sich selbst langweilt, braucht eine Passion. Nach Malbüchermalen, Filterkaffeemachen und Haarbandhäkeln haben Hipster die Töpferscheibe für sich entdeckt», schrieb die «Zeit» vor vier Jahren. Töpfern ist zwar noch immer angesagt, hier aber vorsorglich ein paar Hobby-Alternativen.
07. Oktober 2020
Redaktorin

Sie hiessen Paul, Siegfried oder Toni: Als sich diesen Frühling gefühlt die ganze Welt in einem gemeinschaftlichen Lockdown zeitgleich entschleunigte, beschlossen die einen, in ihrem Keller Klopapier zu horten und andere wiederum, sich einen Sauerteig anzulegen. Weil die meisten davon bereits wieder in den Kompost-Containern dieser Stadt gelandet sind, ist es allenfalls an der Zeit, sich ein neues Hobby zuzulegen. Ja, ich meine euch, meine Anfang-30-Freund*innen, die sich während Monaten leidenschaftlich der hohen Kunst des Brotbackens gewidmet haben.

Denn ein Hobby zu haben, das ist angesagt – und zwar nicht erst seit gestern. Bereits 2016 schrieb die «Zeit»: «Wer sich mit sich selbst langweilt, braucht eine Passion. Nach Malbüchermalen, Filterkaffeemachen und Haarbandhäkeln haben Hipster die Töpferscheibe für sich entdeckt». Und weil Clubben, Bar-hopping und Konzertbesuche im Moment eher schwierig zu bewerkstelligen sind, bietet es sich umso mehr an, die neu gewonnene freie Zeit anderweitig zu nutzen. Hier ein paar Vorschläge, die sich auch coronakonform umsetzen lassen.

Töpfern

Der Hype ist noch nicht vorbei: Sich selber Schüsseln und Becher zu töpfern scheint noch immer ziemlich angesagt – und ist zudem nachhaltig sowie kontemplativ. Kur: Ein tolles Anti-Stress-Hobby. Falls auch du dir dein eigenes Geschirr-Set oder zu Beginn vielleicht auch einfach nur einen Aschenbecher töpfern willst, wirst du hier fündig:

Tanzen statt Morgenkaffee?

«Inspiriert von einer bizarren Zeit des Stillstands und Wiederaufnahme verschreibt sich Wild Card für die ganze Saison 2020/21 dem Freiheitsbegriff. Ein Training für und aus Selbstbestimmung ist umso wichtiger geworden im Kontext verschärfter Regulierung und notwendiger Anpassung. Die Tanzfläche wird zum Übungsort für eine Praxis kollektiver Differenz, musikalisch inspiriert von einem DJ-Set in alternierender Besetzung», steht auf der Webseite des Tanzhauses geschrieben. Kurz gesagt: Ein DJ legt tolle Musik auf und es wird getanzt. So, wie man will. Nüchtern. Freitagmorgens um 10 Uhr.

Hier geht's zum Kurs

Bild: Unsplash/Eugenia Maximova

Endlich richtig kraulen lernen

Gibt es eigentlich Menschen, die gute Erinnerungen an den Schwimmunterricht in der Primarschule haben? Genau, ich kenne auch niemanden. All jene, die ihre Krebs- und Seepferdchen-Abzeichen-Kollektion nicht vervollständigt und deshalb nie richtig gelernt haben, wie man sich im Wasser elegant sprich kraulend fortbewegt, können das im City Hallenbad nachholen:

Sportkurse für alle

Fermentieren

Früher wurden Gemüse und Früchte eingemacht, um auch im Winter mit wichtigen Nährstoffen versorgt zu sein. Fermentieren, also Lebensmittel mit Hilfe von Bakterien vergären zu lassen und sie dadurch haltbar und geschmackvoller zu machen – das Kochen ohne Hitze – ist eine Bewegung, die sich nicht nur in der Haute Cuisine durchgesetzt hat. Wie wäre es also, im Falle eines zweiten Lockdowns anstelle eines Sauerteigs selber Kimchi, Sauerkraut, Kombucha, Chillisaucen, Tempeh und Kefir-Limonade herzustellen? Wir von Tsüri.ch haben im März am Openk-Workshopfestival von Maya Minder, Fermentista, Künstlerin und Köchin, gelernt, wie man richtig fermentiert. Hier geht’s zum Artikel und hier sind einige Orte, an denen ihr das Handwerk lernen könnt:

Bild Unsplash/The Matter of Food

Werde feministische*r Filmemachende*r

In der Roten Fabrik kannst du lernen, in «konzentrierter und kompakter Zeit» einen eigenen – feministischen – Kurzfilm zu realisieren, der sich mit gesellschaftlichen Ungleichheiten, mit Gender- und Gleichstellungsfragen, Körpererfahrungen und vielem mehr beschäftigen kann. Der Kurs beginnt mit einer theoretischen Einführung in die feministische Filmkritik und feministische Filmarbeit: diverse Beispiele vom Anfang der Filmgeschichte bis zum aktuellen Filmschaffen werden gesichtet, mit theoretischem Hintergrundwissen angereichert und diskutiert.

Bernadette Kolonko, Filmemacherin und künstlerische Forscherin zu Gender und Diversitätsfragen, wird den Workshop leiten, mit Inputs zu Kurzfilmdramaturgie, Ästhetik und Anwendung filmgestalterischer Mittel. Der Kurs richtet sich sowohl an Anfänger*innen als auch an Fortgeschrittene, die im Austausch mit der kleinen Gruppe des Workshops ihre Filmideen entdecken und weiterentwickeln möchten.

Hier geht's zum Kurs

Lerne japanische Kalligraphie

Fertig mit Kunst aus dem Online-Shop oder Möbelhaus. Im GZ Wipkingen lernst du am Donnerstag, 8.10., bei Kaoru Hisatomi die hochangesehene japanische Kalligraphie-Kunst ShoDô. Dort übst du dich im Schreiben einzelner Schriftzeichen und deren kalligrafischer Umsetzung.

Wenn du bald deine eigene Kalligraphie-Kunst an deinen Wänden sehen willst, dann melde dich hier an.

Bild: Unsplash/Kelly Sikkema

Deine Chance, Graffiti-Künstler*in zu werden

Am Sonntag, 8.11., wird im Dynamo an den Wänden im oberen Letten ein Graffiti-Workshop für jung und alt (ab 8 Jahren). Der Kurs wird von zwei erfahrenen Künstlern im Bereich Urban Art und Graffiti geleitet. Sie sagen: «Unser Ziel ist es Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in 4 Stunden den künstlerischen Umgang mit der Spraydose und anderen Materialien aus der Urbanen Kunst näher zu bringen.»

Lust? Dann melde dich hier.

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