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Hier erfährst du, wie bei der Werdinsel Strom hergestellt wird

Wir alle kennen die kleine Insel am Stadtrand vom sommerlichen Baden oder dem Werdinsel Openair. Doch dort wird auch elektrischer Strom hergestellt. Im Rahmen unseres Konsum-Fokus waren wir zu Besuch beim Wasserkraftwerk Höngg unseres Partners ewz. Hier erfährst du die wichtigsten Eckpunkte der Höngger Energieproduktion.
21. Juni 2019

Wie läuft das ab mit dem Wasser und dem Strom?

Das Wasser fliesst die Limmat runter und trifft zu Beginn der Werdinsel auf ein Wehr, wo es gestaut und umgeleitet wird. Der grösste Teil der Wassermenge fliesst geradeaus im natürlichen Flussbett weiter. Doch bis zu 50'000 Liter pro Sekunde werden in Flussrichtung rechts durch die Badi zum eigentlichen Kraftwerk geleitet. Durch das Anstauen des Wassers entsteht ein Höhenunterschied, wodurch das Wasser mit einer grösseren kinetischen Energie in das Kraftwerk fliesst. Mit dieser Kraft wird die Turbine angetrieben, welche wiederum den Generator in Bewegung versetzt, wo auch der Wechselstrom entsteht.

Martin Fricker erklärt die Funktionsweise des über hundert Jahre alten Wasserkraftwerks.

Wird die ganze Kraft des Wassers in Strom verwandelt?

Das Kraftwerk Höngg, übrigens das kleinste des ewz, hat einen Wirkungsgrad von rund 90 Prozent. Das iheisst, dass neun Zehntel der Bewegungsenergie in elektrische Energie umgewandelt wird. Der kleine Rest «versickert» in den Mühlen der Turbine. Solch hohe Werte schaffen nur moderne Kraftwerke, jene des Werkes in Wettingen (AG) liegen sogar bei über 91 Prozent.

Reicht der Höngger Strom für die ganze Stadt?

Niemals! In der Stadt Zürich gibt es total rund 200'000 Haushalte, hinzu kommen Unternehmen, Produktionen und Dienstleitungen. All dies braucht viel Energie in Form elektrischen Stroms. Das Kraftwerk Höngg schafft es, 2500 bis 3000 Haushalte in Zürich zu versorgen. Jährlich entspricht die hier produzierte Energie mehr als acht Gigawatt.

Die Fischtreppe unter dem Höngger Wehr.

Sterben alle Fische, die beim Kraftwerk durchschwimmen?

Das ewz hat sich das Label für Strom aus erneuerbaren und ökologischen Quellen, «Naturemade Star» verdient. Das heisst, die Wasserkraftwerke müssen auch die Bedürfnisse der Natur, also Pflanzen und Tiere, mitberücksichtigen. Bei der Werdinsel sieht es so aus: Für die Fische wurde eigens eine Treppe eingerichtet, damit sie den Fluss hochschwimmen können.

Das Kraftwerk Höngg gibt es noch nicht seit immer...

...aber schon lang! Im Jahr 1889 wurde das Kraftwerk in Betrieb genommen. Damals stand es aber noch nicht im Dienst der Allgemeinheit, sondern versorgte eine private Mühle in Altstetten mit elektrischer Energie. Erst im Jahr 1973 durfte das städtische Unternehmen ewz das Werk kaufen und ans Netz für uns Zürcher*innen anhängen.

Ich will das Kraftwerk auch besuchen, geht das?

Klar! Jährlich finden rund 200 Führungen bei der Werdinsel statt! Was für ein glücklicher Zufall; Tsüri.ch organisiert für dich am nächsten Dienstag um 17 Uhr eine Gratis-Tour. Anmelden kannst du dich hier, es ist super spannend und gibt am Ende sogar noch einen Apéro (inklusive Weisswein von Höngg!).

Die originalen Kontrollinstrumente funktionieren auch noch heute.

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