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Grenzenlose Solidarität!

Demo in Zürich
28. Juni 2015
Unter diesem Motto demonstrierten am späten Samstagnachmittag mehrere hundert Menschen, darunter auffallend viele Familien, im Kreis vier für eine menschlichere Flüchtlingspolitik der Schweiz.
Millionen Menschen flüchten vor Kriegen, vor Unterdrückung, staatlicher Gewalt, Hunger und Armut.
Der grösste Teil der Flüchtlingsströme kommt heute aus Syrien.  Wobei die Mehrheit  der Vertriebenen nicht etwa nach Europa, sondern in die umliegenden Länder flieht. Diese Länder sind jedoch schlicht an den Kapazitätsgrenzen angelangt. So haben in der Türkei an die zwei Millionen (!) und im Libanon über eine Million Flüchtlinge vor dem Krieg Zuflucht gesucht. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen nach  Europa wollen. Dabei werden sie gezwungen immer gefährlichere Fluchtrouten zu suchen.

Lächerlich, wenn die reichen Länder der EU sich nicht mal über 60 000 Flüchtlinge einigen können. Seit Anfang des Jahres sind tausende Menschen beim Versuch nach Europa zu gelangen  im Mittelmeer ertrunken. Als Antwort darauf erklärt Europa den Schleppern den Krieg. Eine Kriegserklärung, die verschleiert, dass erst die Politik der Abschottung und Illegalisierung das Geschäft der Schlepperei hervorgebracht hat.  Eine Kriegserklärung also, die in Wirklichkeit den Flüchtlingen gilt!

Wer es doch in die vermeintlich humanitäre Schweiz schafft,  erwartet anstelle der gesuchten Sicherheit und Ruhe zermürbende Verfahren, demütigende Kontrollen – oft genug rassistische Ausgrenzung  und Schikanen.

Menschlichkeit die wir uns leisten können! Genau für das gingen diese Menschen am Samstag auf die Strasse.

Bilder: Klaus Rózsa | photoscene.ch

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