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Von Simon Jacoby

Chefredaktor & Verleger

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13. Januar 2023 um 06:00

Gemeinderat der Woche: Sven Sobernheim (GLP)

Der Bauinspektor Sven Sobernheim sitzt seit Sommer 2014 für die GLP im Gemeinderat und ist unterdessen auch CO-Fraktionspräsident. Mit seiner Amtslänge ist er schon fast ein Dinosaurier in seiner eher jungen Partei.

(Foto: Simon Jacoby)

Achteinhalb Jahre ist es her, als der heute 33-Jährige ins Zürcher Stadtparlament nachgerutscht ist. Seither ist einiges passiert: Ganze neun Kommissionen hat Sven Sobernheim kennengelernt. 

Unterdessen sitzt er noch in der Geschäftsleitung des Gemeinderates, der interfraktionellen Konferenz, der gewichtigen Rechnungsprüfungskommission – und co-leitet die Fraktion der GLP. 

Ist jemand, der derart viele «Pösteli» gesammelt hat, noch Milizpolitiker? Darauf angesprochen lacht Sobernheim laut: «Meine Partnerin sagt, ich politisiere zu 60 Stellenprozente – ich sage, es sind eher 20 Prozent. Die Wahrheit wird in der Mitte liegen.» 

Zugute komme ihm, dass er seine beruflichen Fähigkeiten auch in die politische Arbeit einfliessen lassen könne und dabei Synergien entstünden. Die Schwerpunktthemen von Sven Sobernheim liegen folglich auf der Hand: Stadtentwicklung, die Erarbeitung von Richtplänen, der Abbau von Parkplätzen und die Schaffung von Velorouten. Daneben liegt ihm die Digitalisierung am Herzen, «damit unsere Stadt auch in 20 Jahren noch attraktiv ist».

Warum sind Sie Gemeinderat geworden?

Seit meinem 18. Geburtstag bin ich Mitglied in der GLP, weil hier Ökologie und Freiheit kombiniert werden. Kurz nachdem ich dann aktiv wurde, wurde ich gefragt, ob ich mich zur Wahl stellen will und bin dann nach einem Rücktritt rasch nachgerückt. Seither habe ich fast keine Minute im Gemeinderat bereut. 

Mit welche:r Ratskolleg:in der Gegenseite würden Sie gerne mal ein Bier trinken gehen?

Mit Christian Traber, der für Die Mitte nun bereits zum dritten Mal im Gemeinderat ist. Ich will mich mit ihm unterhalten, wie er alles unter einen Hut bringt – das bewundere ich. 

Welches Abstimmungsergebnis hat Sie bisher am meisten geärgert?

Auf nationaler Ebene war es das CO2-Gesetz, welches uns weit zurück geworfen hat. In der Stadt Zürich nervt mich das Silo, respektive dass man dies gebaut und bewilligt hat, ohne über die Fassadennutzung zu sprechen. Warum ist diese nicht begrünt? Wo ist die Photovoltaikanlage? Oder warum darf man da nicht klettern? Das ist eine vergebene Chance. 

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