Geflüchtete Syrerin: «Am meisten Geld brauche ich für Deutschbücher und ÖV-Billette»

Bis jetzt erhalten Flüchtlinge wie die junge Frau im Video im Kanton Zürich Sozialhilfe. Doch der Kantonsrat will dieses Geld kippen, im September stimmen wir darüber ab.
01. September 2017

Nur rund 5300 Ausländer*innen mit dem Flüchtlingsstatus F leben zurzeit im Kanton Zürich.

Sie dürften zwar arbeiten, brauchen dafür aber eine Bewilligung. Meistens werden die Berufserfahrungen aus dem Heimatland nicht anerkannt und sie müssen zuerst Deutschkurse besuchen. Während dieser Übergangsphase sind sie auf Sozialhilfe angewiesen. Die aus Syrien geflohene junge Frau bekommt monatlich 450 Franken, weil sie einem Mehrpersonenhaushalt lebt. Vorläufig aufgenommene Flüchtlinge in Einzelhaushalten bekommen bis zu 900 CHF.

Der bürgerlich dominierte Kantonsrat will nun sparen und verlangt, dass vorläufig aufgenommene Flüchtlinge nur noch Asylfürsorge erhalten. Wenn es nach SVP, FDP, EDU, CVP und GLP geht, dann soll neu 360 CHF reichen.

26 Zürcher Gemeinden haben sich gegen die Kürzung gewehrt, da diese Sparmassnahme die Integration gefährde und Mehrkosten für Gemeinden bedeutet.

Neben den Gemeinden haben sich auch zahlreiche Organisationen und Parteien gegen die Kürzung gewehrt. Sozialhilfe sei notwendig, um selbstständig zu werden. Viele der Kriegsflüchtlinge würden in der Schweiz bleiben. So ist mit 5700 Unterschriften auch ein Volksreferendum zustande gekommen, über das am 24. September abgestimmt wird.

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