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Future.preneurship-Gründerin Annina Menzi (Alle Bilder: Future.preneurship)

Annina Menzi verkuppelt Start-ups und Arbeitnehmer*innen

Hier steht der Mensch im Zentrum: Bei Future.preneurship finden junge Arbeitnehmer*innen und innovative Unternehmen zueinander. Tsüri.ch im Gespräch mit Firmengründerin Annina Menzi.
27. August 2020
Praktikantin Redaktion

Future.preneurship ist ein Spinoff des Impact Hubs Zürich, einer Community mit über 900 Innovatoren, Start-ups und Grossfirmen. Seit zwei Jahren ist Annina Menzi, die Future.preneurship gegründet hat, nun Matchmaker. Sie versucht, junge Leute in eine neue Arbeitskultur einzuführen und aufzuzeigen, dass es mehr gibt, als den altbekannten Karriereweg. «Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich die zwei Parteien, mit ähnlichen Werten und unternehmerischem und innovativem Mindset, zwar suchen, aber nicht finden», so Annina. Mit Future.preneurship schlägt sie somit neue Brücken.

Die «New work«-Kultur

Durch die Globalisierung und Vernetzung ist die Arbeitswelt heutzutage schnelllebiger, komplexer und volatiler als früher. Selbstverwirklichung, nicht zuletzt im Beruf, wird momentan ganz gross geschrieben. Mit dem Konzept «New work» stellen Annina und ihr Team den Mensch ins Zentrum. «Ich glaube fest daran, dass man in einem Arbeitsumfeld glücklich werden kann, wenn man sich selbst sein darf», sagt Annina und lächelt.

Die Start-ups und innovativen Unternehmen, welche sich auf der Matching-Plattform anmelden, müssen demzufolge hinter dieser «New work»-Kultur stehen. Die Firma ist bestenfalls agil und transparent. Zudem überzeugt sie durch eine flache Hierarchie, einem innovativen Produkt oder einer Firmenkultur, die auf einen Mehrwert für die Gesellschaft abzielt. Diese Start-ups und Unternehmen können von technischen bis zu sozialen Gebieten überall angesiedelt sein.

Die Young Professionals werden von Future.preneurship geschult.

Vom Speed-Date zur Festanstellung

Im Kraftwerk Zürich, einer der Standorte von Future.preneurship, treffen Firma und Kandidat*in aufeinander. In Form eines Speed-Dating-Events, lernen sie sich innerhalb von fünf Minuten kennen. Die Young Professionals müssen sich somit innert kurzer Zeit beweisen: «Das bin ich, das kann ich, das will ich». Die potentiellen Arbeitgeber*innen merken schnell, ob die Chemie stimmt. Amors Pfeil schlägt zu, wenn die Werte und Visionen von Arbeitgeber*in- und nehmer*in überein stimmen. Genauso wichtig, wenn nicht wichtiger als die Zertifikate der Young Professionals, sind die Soft Skills. Man stelle nämlich nicht nur das Können dieser Person ein, sondern auch das Potential, meint Annina. Schon der Speed-Dating-Event des Praktikant*innen-Programms im Mai war erfolgreich, auch wenn er Corona wegen virtuell stattgefunden hat.

Überhaupt war der Höhepunkt der Corona-Krise eine intensive Zeit für Neu-Chefin Annina und ihr zweiköpfiges Team. Es stellte sich die Frage, ob die innovativen Unternehmen während einer Pandemie überhaupt Leute anstellen wollen. Dies war der Fall: Future.preneurship musste auch während der Krise keine Matches einbüssen. Annina ist überzeugt: «Mit einem guten Team sind auch harte Zeiten nur halb so schlimm».

Schlägt Amors Pfeil im Kraftwerk Zürich zu?

Herzensmensch Annina

Noch vor vier Jahren hätte sich Annina nicht als Firmengründerin gesehen. Früher noch schüchtern und eher introvertiert, ist sie mittlerweile stark vernetzt und sucht die Verbindung zu Menschen. Die Frohnatur ist jedoch kein Fan von Networking-Events. Hier sei der Druck, möglichst viele Leute kennenzulernen, immer so hoch. Gute Kontakte in der Startup-Szene zu haben, sei zwar überlebensnotwendig, jedoch lebt Annina hier nach dem Grundsatz «Qualität über Quantität». Mit der Firmengründung hat Annina ihr eigenes Ding durchgezogen und damit auch die für sie richtigen Menschen in ihr Leben gelassen. Mit Future.preneurship schaut die 32-jährige über den Tellerrand – ein Grundsatz, den sie allen weitergeben will.

Auch in Zukunft will Annina den Leuten, nicht zuletzt auch jungen Frauen, zu einer Karriere in der Innovationsszene verhelfen. Die Balance macht’s aus: So sollen die Arbeitnehmer*innen nicht nur für den Beruf leben. Ganz nach dem Motto: «Work smart, not hard».


Future.preneurship Daten

30. September 2020: Anmeldeschluss für Young Professionals (Junge Talente im Berufsleben, im Alter von +/- 30 Jahren, mit 2-6 Jahren Berufserfahrung) und innovative Unternehmen auf der Matching-Plattform

20. Oktober 2020: Speed-Dating-Event der Young Professionals im Kraftwerk

Januar / Februar 2021: Young Professional Trainings

Weitere Informationen & Anmeldung: https://futurepreneurship.info/young-professionals

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