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Flüchtlinge wohnen in IKEA-Häuschen & Züri kriegt (vielleicht) eine U-Bahn – das ist letzte Woche in Zürich passiert

11. Dezember 2015
Chefredaktor

1. Wo früher die Züspa war, ist heute ein IKEA-Dorf

Wegen einer neuen Regelung darf die Stadt Zürich ab Januar 2016 800 zusätzliche Flüchtlinge aufnehmen – total sind es dann 2800. Weil es in der Stadt eh schon eng ist, hat sich die Asylorganisation Zürich (AOZ) etwas Originelles einfallen lassen: 250 Flüchtlinge wohnen für mindestens ein Jahr in der Züspa-Halle. Um auf dem riesigen Messegelände Privatsphäre herstellen zu können, liefert die IKEA 60 Häuschen, die 1000 Franken kosten und innert vier Stunden aufgebaut werden können.

2. Kriegt Zürich endlich eine U-Bahn?

Die Idee ist so neu wie das Knabenschiessen. Alle paar Jahre fordert irgendjemand, Zürich brauche endlich eine U-Bahn. Am Mittwoch war es wieder soweit: Die Grünliberalen reichten im Gemeinderat einen entsprechenden Vorstoss ein. Zurzeit sei der unterirdische ÖV zwar noch nicht nötig, aber in der verdichteten Stadt der Zukunft schon – die Rede ist von den Jahren 2030-2050.

Die Grünen reagierten auf diese Idee nicht gerade begeistert: Unsinnig und teuer hiess es – und schwer umsetzbar, weil das Stadtgebiet zu klein für eine Metro sei. Naja, Lausanne ist viel kleiner als Zürich und hat mit dem Hügel zudem die schwierigere Topografie und trotzdem eine U-Bahn. Höchste Zeit, den Verkehr unter die Erde zu verlagern.

3. Frischfleisch für die Langstrasse

Gegentrends sind immer lustig. Trotz dem Veganer- und Vegetarier-Hype eröffnet an der Langstrasse am Samstag die neue «Metzg». Auf Xenix-Höhe, wo früher Kebabs verkauft wurden, gibt es neu qualitativ gutes und fair produziertes Fleisch. Das habe natürlich seinen Preis, sagte die Macherin gegenüber 20 Minuten: ein Sandwich gibt es ab 11 Franken. Gutes hat halt meistens seinen Preis.

4. Affen für das Menschenwohl

Ein leidiges Thema, das mit den Tierversuchen. Im Interesse der Gesellschaft dürfen im Kanton Zürich weiterhin Versuche an Affen durchgeführt werden. Die Schmerzen und das Leiden der Tiere seien nicht übermässig, argumentiert der Regierungsrat.

Der Zürcher Tierschutz ist empört und teilt die Ansicht der Regierung in keiner Weise. Tatsächlich stellen uns Tierversuche (aber auch das Töten und Essen von Tieren) vor spannende Fragen: Was stellt den Mensch als Lebewesen über die Tiere? Hat der Mensch das Recht, über Leben und Tod von anderen Tieren zu entscheiden? Wie wird das Leid der Tiere gegen den Nutzen für die Menschen aufgewogen?

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