Elektroschrott? In den Briefkasten bitte!

Präsentiert von SENS E-Recycling
Ab sofort können Bügeleisen und Co. von zu Hause aus entsorgt werden: Im Briefkasten deponiert, werden defekte oder ungebrauchte elektronische Geräte von der Post abgeholt und von SENS eRecycling recycelt. Warum das nicht nur bequem, sondern auch nachhaltig ist, erfährst du hier.
14. Oktober 2020

Während Karton, Papier und Hausmüll vor der Haustüre entsorgt werden, gilt für elektronische Geräte die kostenlose Abgabe an einer Sammelstelle oder im Fachgeschäft. Obwohl sich dieses System über 30 Jahre bewährt hat, wird es um ein Angebot erweitert: Neu bietet SENS eRecycling, eine Stiftung die in der Schweiz die Entsorgung von Haushaltsgeräten organisiert, zusammen mit der Post die Abholung von Elektroschrott zu Hause an. Mit sogenannten «Electro Recycling Bags» können defekte oder ungenutzte Elektrogegenstände im Milchkasten deponiert werden. Diese werden vom Pöstler abgeholt, zentral gesammelt und durch SENS eRecycling recycelt. Damit soll nicht nur unser Alltag bequemer gestaltet, sondern eRecycling gefördert werden. Das ist aus folgenden Gründen wichtig:

1. In elektronischen Geräten stecken wertvolle Materialien
Nur weil ein elektronisches Gerät nicht mehr funktioniert, bedeutet das nicht, dass es wertlos ist. Im Gegenteil: In ihm verbergen sich wertvolle Materialien wie Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium, Zink oder sogar Gold. Deshalb ist es wichtig, diese an einer der 600 Sammelstellen oder im Fachgeschäft kostenlos zu entsorgen. Nur so werden die Geräte sauber in ihre Einzelteile zerlegt, wertvolle Materialien entnommen und für neue Geräte oder andere Zwecke verwendet. Laut der Ökobilanz von SENS eRecycling sind nämlich 70 % der Bestandteile von Elektro- und Elektronikgeräten wiederverwertbar.

2. Seltene Erden und Materialien müssen weniger abgebaut werden
In den letzten 30 Jahren konnten in der Schweiz bereits 830'000 Tonnen Wertstoffe aus Elektrogeräten gewonnen werden. Das ist eine ganz schöne Menge. Und doch befinden sich laut der neuesten Studie des WEEE Forums in jedem europäischen Haushalt durchschnittlich 11 elektrische und elektronische Geräte, die kaputt oder nicht mehr in Gebrauch sind. Dabei wäre es so wichtig, diese fachgerecht zu entsorgen oder zur weiteren Nutzung weiterzugeben, anstatt sie herumliegen zu lassen. Denn alle Materialien, die durch Recycling zurückgewonnen werden können, müssen nicht zusätzlich abgebaut werden. Das schont unsere Ressourcen und entlastet die Umwelt.

Tolle Sache. Aber wie funktioniert das noch einmal genau?
Einen «Electro Recycling Bag» erhält man kostenlos unter eRecycling.ch/recycling-bag. In diesem kann alles, was elektrische oder elektronische Komponenten hat wie Drohnen, Wecker, Pulsuhren, Mixer, Staubsauger etc. gesammelt werden. Der gefüllte «Electro Recycling Bag» wird im Milchfach verstaut und jeweils von Montag bis Freitag vom Pöstler abgeholt. Die Bags werden anschliessend durch SENS eRecycling fach- und umweltgerecht entsorgt. Das Angebot dauert bis Ende Dezember 2020 und ist kostenlos.

3. E-Recycling entlastet die Umwelt

So harmlos ein Kühlschrank aussehen mag: In ihm und vielen anderen elektronischen Geräten verstecken sich Giftstoffe wie PCB, Quecksilber, Kühlmittel. Deshalb ist es wichtig, dass kein Gerät auf irgendeiner Müllhalde dieser Welt landet, sondern fachgerecht recycelt wird. Bei der Entsorgung von Bügeleisen und Co. also auf ein offizielles Rücknahmesystem wie das von SENS eRecycling achten. Dort ist die saubere Zerlegung, Trennung der Materialien sowie Entsorgung von Schadstoffen garantiert. Im Anschluss werden die reinen Materialien zur Weiterverarbeitung für neue Produkte weitergegeben – der Wertekreislauf kann sich schliessen.

4. Die Zahl der Haushaltgeräte wächst und somit auch der Elektroschrott
Neben Standardgeräten wie Küchenmixer und Bügeleisen umgeben wir uns immer mehr mit innovativen Geräten. Die elektrische Zahnbürste, ein vollautomatischer Kochtopf, ein GPS-Tracker oder ein Zyklustracker gehören mittlerweile zum Inventar vieler Haushalte. Die aktuelle Studie des WEEE Forums zeigt weiter auf, dass Elektroschrott der am schnellsten wachsende Abfallstrom der Welt ist. Es wird angenommen, dass bis 2030 das weltweite Aufkommen an Elektroschrott 74.7 Tonnen betragen wird. Das entspricht ganzen 7395 Eiffeltürmen. Denkt man dabei an die wiederverwendbaren Materialien in den Geräten, wird deren Entsorgung schnell zum wichtigen Thema.

5. Der Pöstler fährt nicht leer zurück
Mit der schweizerischen Post hat SENS eRecycling einen Logistikpartner, der täglich alle Zürcher-Haushalte besucht. Im Normalfall fährt die Post beladen zu ihren Kunden und leer wieder zurück. Diese bestehende Kapazität wird durch das neue Angebot von SENS eRecycling sinnvoll genutzt. Und da die Post für den Transport vorwiegend Elektrofahrzeuge verwendet, ist die Rücknahme der «Electro Recycling Bag» nahezu emissionsfrei.

Und wer genau sind noch einmal diese «SENS eRecycling»?
SENS eRecycling ist eine unabhängige, neutrale und nicht gewinnorientierte Stiftung. Sie betreibt ein gesamtschweizerisches Rücknahmesystem für elektrische und elektronische Geräte wie Kühl-, Gefrier- und Klimageräte, Bau-, Garten- und Hobbygeräte, Spielwaren, Photovoltaik sowie für Leuchten und Leuchtmittel. Die Leistungen im eRecycling-Kreislauf – also die Logistik und das Recycling der Elektrogeräte – werden über die vorgezogene Recyclinggebühr (vRG) finanziert. SENS eRecycling ist Mitglied bei Swiss Recycling und beim WEEE Forum, dem weltweiten Kompetenzzentrum für Elektroschrott. Im Jahr 2020 feiert SENS eRecycling ihr 30-jähriges Jubiläum.

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