Diese 6 Acts solltest du an der Lethargy nicht verpassen

Zwischen dem 11. und 13. August findet wieder die Party des Jahres statt. Während drei Tagen verwandeln Künstler*innen das Areal der Roten Fabrik in einen feuchtfröhlichen Ravetempel. Das Line-Up überfordert auch dieses Jahr jede*n noch so gute*n Kenner*in, deshalb hat Redaktor Jonas Stähelin eine kleine Auswahl persönlicher Favoriten zusammengestellt.
01. August 2018

Dank eingehenden Recherchen von Tsüri.ch kam letztes Jahr der grosse Skandal ans Licht. Styro 2000, Zürcher Partykönig und Mitorganisator der Lethargy, musste es schliesslich zugeben: «Inzwischen gehören auch wir zum Establishment.» Und mehr noch: Während alle anderen Grossraves in den letzten Jahren ihren Bankrott erklären mussten, überlebte sie als einzige – und das seit über zwanzig Jahren.

Doch man muss eingestehen, nicht alles, was sich über die Jahre hinweg etablieren konnte, hat sich deswegen dem Mainstream verschrieben. In seltenen Fällen siegt einfach die Qualität. Ein solcher Fall ist die Lethargy. Klar ist auch sie über die Jahre hinweg grösser und etwas teurer geworden. Gewiss hat sie hie und da Eingeständnisse machen müssen (Lasst den Ziegel doch am Morgen ein bisschen länger offen. Bitte bitte bitte!). Manche vermissen wohl die ausgelassene Familiarität der Anfangsjahre. Doch ihrem Kerngeschäft, ein unschlagbares Line-up für Augen und Ohren zu bieten, ist die Lethargy immer mit Liebe und Leidenschaft treu geblieben. Und das sind immer noch die wichtigsten Zutaten für eine geile Party (Gewürze muss man natürlich immer noch selber organisieren).

1. Das ist Ravegeschichte!

«Don’t Laugh» von Josh Wink

Der gebürtige Amerikaner «Josh Wink» tourt als DJ seit mehr als zwanzig Jahren um den Globus. Seine fein abgemischten Sets bewegen sich zwischen Acid Techno, House und Electronica. Auf dem Buckel hat er auch mehrere Hits, etwa «Don’t Laugh» (1995 auf Sorted Records) oder «Are your There...» (1998 auf Ruffhouse Records).

2. Tune in and space out

Xosar live am Weather Festival in Paris.

«Xosar», ursprünglich ebenfalls aus Amerika, lebt zurzeit in Berlin. Ihre Livesets sind hypnotisierend. Mit atmosphärischen Klängen taucht sie in die tiefen Abgründe deiner Existenz, um dich auf eine neue Bewusstseinsstufe zu ballern.

3. Politik, auch auf dem Dancefloor

The Movements erschienen auf ihrem neuen Album «Self Fulfilling Prophecy»

Die in Berlin lebende Französin «La Fraicheur» kombiniert Techno mit feministischem Aktivismus. Dieses Engagement fliesst auch in ihre Produktionen ein. Auf ihrem aktuellen Album «Self Fulfilling Prophecy» werden einzelne Tracks von Diskursen über Intersektionalität und Queerfeminismus durchbrochen. Ihr DJ-Set wird dich garantiert in Schwingung versetzen. Turnschuhe nicht vergessen.

4. Zurich is the future!

Ihr Track Junkytown wurde in einer Art Flashmob-Performance an der Langstrasse präsentiert.

Den meisten ist das Zürcher Duo «None of Them» wohl bestens bekannt (Hier im Interview mit Tsüri.ch). Schillernde elektronische Beats kollidieren mit Rap und Sprechgesang. Es entsteht ein poppiger Sound, der sich nicht so richtig einordnen lässt, aber auf jeden Fall verdammt gut klingt.

5. Ein etwas anderes Cello

Andi Otto & Band live am Clouds Hill Festival.

Noch etwas für die sanften Gemüter. Andi Otto ist Cellist und Komponist. Mit seinem Cello kreiert Andi eigenartige Klangkonstruktionen. Das Ganze hat aber einen Haken. Sensoren, an dem von ihm entwickelten Cellobogen, übertragen die Bewegungen des Bogens sowie den Druck seines Fingers auf einen Computer und fliessen dort in eine Audiosoftware ein, die wiederum das verstärkte Signal des Cellos modifiziert. So in etwa verstehe ich das. Zusammen mit einer Band bestehend aus Schlagzeug, Gitarre und was weiss ich noch für skurrilen Instrumenten auf jeden Fall hörenswert!

6. Brille nicht vergessen

Kleiner Zusammenschnitt der Visuals von Sophie le Meillour

Zu guter Letzt noch was für die Augen. Sophie le Meillour lebt in Genf, doch eigentlich tourt sie die meiste Zeit durch die ganze Welt. Ihre Visuals konnte sie bereits an grösseren Events, wie dem Timewarp in Mannheim, präsentieren. Ihre oftmals abstrakten Visuals verarbeiten organische Texturen, Zeichnungen, Fotografien und Videoelemente, die sie auf Leinwände oder räumliche Figuren mapped.

Das vollständige Lineup und weitere Infos findest du hier.

Titelbild: Photo by Brandon Erlinger-Ford on Unsplash



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