Die Vision von Stadtratskandidatin Karin Rykart (Grüne): «Die grüne Stadt»

Elf Kandidat*innen haben realistische Chancen, am 4. März in die Zürcher Regierung gewählt zu werden. Für Tsüri.ch haben sie ihre Visionen für unsere Stadt formuliert. Heute mit Karin Rykart, die für die Grünen in den Stadtrat will.
29. Januar 2018

«Die Zukunft der Städte ist grün» – dies sagte uns der Oberbürgermeister Fritz Kuhn von Stuttgart anlässlich eines Treffens mit der Grüne-Fraktion im letzten Frühling. Wir kommen nicht darum herum, darüber nachzudenken, was wir ziemlich schnell ändern müssen, damit auch die nächsten Generationen hier in der Stadt Zürich so leben können, wie wir es ihnen heute schon wünschen. Ein «weiter wie bisher» – als ob es kein Morgen gäbe – ist keine Option – auch mit den besten technischen Innovationen und Entwicklungen und den ausgeklügeltsten Algorithmen.

Einige Visionen für Zürich stehen bereits in unserer Verfassung, der Gemeindeordnung. Zum Beispiel zu den Themen Wohnen, ausserfamiliäre Kinderbetreuung, das Ziel der 2000-Watt-Gesellschaft, die Förderung des ÖV und des Velo- und Fussverkehrs, aber auch zum der Schutz von Grünräumen.

Eine zukunftsfähige Stadtentwicklung und wie wir unser Zusammenleben organisieren, sind der Schlüssel zu einem lebenswerten Zürich, und das ist mir äusserst wichtig. Die Anliegen von Menschen, die heute nicht mitbestimmen können, dürfen nicht vergessen gehen. Ausländer*innen und Jugendliche haben heute kein Mitbestimmungsrecht. Das muss sich ändern.

Zürich ist aber auch keine Insel, daher ist das Zitat «Global denken, lokal handeln» nach wie vor hochaktuell. Ein «weiter wie bisher» können wir uns nicht mehr länger leisten. Wir müssen uns dringend um das lokale Klima kümmern, was bedeutet, dass wir Grün- und Freiräume schützen, den Versiegelungsgrad reduzieren, die Durchlüftung der Stadt verbessern und natürlich den motorisierten Individualverkehr reduzieren müssen – denn die erhöhten Temperaturen und die belastete Luft stellen auch ein gesundheitliches Risiko für die Menschen dar.

Spielraum für Visionen gibt es nur in eine Richtung: Wir dürfen nicht unsere Lebensgrundlage auf Spiel setzen! Das sind wir den nächsten Generationen ganz einfach schuldig. Dafür setze ich mich ein.

Karin Rykart

Hast du das Tsüri-Mail schon abonniert?

Welche Rubriken interessieren dich?

Titelbild: Tom Haller

Member reden mit: Bewerte hier diesen Beitrag mit 1 bis 5 Punkten und entscheide so über das Honorar für den / die Journalist*in mit.
Bewertung löschen

Kommentare

Willst du unabhängigen Journalismus?

Tsüri.ch steht für unabhängigen & engagierten Journalismus und setzt sich für eine offene, fröhliche, tolerante und ökologische Gesellschaft ein. Mit deiner Unterstützung können wir das auch in Zukunft tun.

Mit nur 5.-/Monat bin ich dabei
Einloggen und zurück zum Artikel
Gerade nicht