Die Vision von Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP): «Die effiziente Stadt»

Elf Kandidat*innen haben realistische Chancen, am 4. März in die Zürcher Regierung gewählt zu werden. Für Tsüri.ch haben sie ihre Visionen für unsere Stadt formuliert. Heute mit Filippo Leutenegger, der auch für das Stadtpräsidium kandidiert.
23. Januar 2018

Jetzt gilt: Ärmel hochkrempeln. Die politische Mehrheit in der Stadtregierung ruht sich mehr auf dem Erreichten aus und schaut weniger voraus. Sie verwaltet.

Wir Bürgerlichen haben eine Strategie, die Wohlstand und Arbeitsplätze sichert.

Dank immenser Steuereinnahmen leben wir derzeit gut. Erst recht heisst es: Zukunft gestalten. Wir haben Risiken mit städtischen Unternehmen. Bei den Spitälern sind wir sehenden Auges tatenlos ins Debakel gelaufen. Es braucht mehr wirtschaftlichen Sachverstand im Stadtrat.

Dienstleistungen sollen überprüft, Doppelspurigkeiten vermindert, die Verwaltung effizient organisiert, das Ausgabenwachstum gestoppt werden. Fangen wir zuoberst an: 7 statt 9 Mitglieder im Stadtrat.

Menschen und Gewerbe müssen noch zu viel von Hand erledigen. Baugesuche in mehrfacher Ausführung, Münzen für Parkuhren: Zum Teil sind wir schaurig altmodisch. Es braucht einen tüchtigen digitalen Schub.

Das Gewerbe ist zentral für unsere Lebensqualität. Lassen wir die Gewerbler doch einfach arbeiten. Schluss mit Vorschriften und Schikanen wie Gebühren für Reklametafeln und Parkplatzabbau, was dem Gewerbe schadet.

Das Bauen ist zu vereinfachen. An gut erschlossenen Ausfallstrassen muss um einen Stock höher gebaut werden dürfen. Und es muss möglich sein, ungenutzte Dachstöcke auszubauen. Gemeinnützige Wohnungen sollen diejenigen erhalten, die darauf angewiesen sind.

Wir bauen ein dichtes Netz an Velowegen und Zubringern zu den Bahnhöfen, mit bis zu 10’000 Abstellplätzen. Die ständigen Verweise auf die Velokultur in Kopenhagen verschweigen, dass dort im Vergleich zu Zürich der öffentliche Verkehr schlechter und der Autoanteil viel höher ist als bei uns.

Der Verkehr muss entideologisiert werden. Infrastruktur für Fuss- und Veloverkehr verbessern heisst nicht, andere Verkehrsteilnehmer schikanieren. Zu fördern sind technologische Innovationen mit platzsparender Mobilität im Bereich Sharing. Auch beim Verkehr ist ein Schub Richtung Digitalisierung nötig.

Filippo Leutenegger, Vorsteher Tiefbau- und Entsorgungsamt

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Titelbild: Mobilitätsakademie AG des TCS

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