Das war die Züriwoche: #ParisAttacks, Zukki, Zuwanderung, UBS, Franz Carl Weber

20 Minuten, Paris, Franz Carl Weber
21. November 2015


Damit du nicht jeden Tag alle Zeitungen lesen musst, übernehmen wir das für dich. Und fassen dir das Geschehen der letzte Woche in aller Kürze zusammen.

1. #ParisAttacks

Die Anschläge auf Paris geben auch bei uns zu reden – auch und vor allem in den Zürcher Medien. Leider schmücken sich viele grosse und sogenannte Qualitätsmedien nicht differenzierten und angemessenen Beiträgen zum Thema, sondern schüren Hass und Verunsicherung, fordern mehr Repression und Überwachung.

20 Minuten machte sich in der letzten Woche gleich zweimal lächerlich: Auf billigste Weise ging sie auf Klickjagd und veröffentlichte eine offensichtlich gefälschte Terrorwarnung, die per Whatsapp verschickt wurde und Anschläge auf den Zürcher HB ankündigte. In der zweiten Geschichte machte 20 Minuten aus drei Deppen auf Facebook eine grosse Geschichte: «Schweizer Extremisten feiern die Attentäter». Das Newsportal watson reagierte mit einem empörten Kommentar. Zu Recht. Mit diesen beiden Meldungen schürt die Zeitung Angst. In Zeiten, in denen Offenheit und Vertrauen weit mehr bringen würde. Auch die liberale NZZ versucht gar nicht erst, differenziert auf den Terror einzugehen und fordert in Kommentaren und grossen Artikeln mehr Überwachung, mehr Kontrolle, mehr Abschottung und mehr Blocher. Sind das liberale Positionen? Kaum. Findet auch der gute Constantin Seibt vom Tagi.

2. Die Zukki baut aus



Der beliebte Club an der Langstrasse baut aus. An der Dienerstrasse 33 soll auf zwei Stockwerken ein gastrobetrieb entstehen, der bis nach Mitternacht geöffnet haben wird. Die Pläne seien zwar noch vage und es sei ein Versuchsballon. Gegenüber dem Tagi sagte einer der Betreiber: «Im Moment ist vollkommen offen, ob wir das je umsetzen.» Seit Anfang November testet die Zukki ihre Gastro-Qualitäten im Pop-Up «Tisch 1». Wir sind gespannt.







  Ein von Anja (@anja_zimmermann) gepostetes Foto am


3. Flaschenwerfer vom 1. Mai

Die Stadtpolizei will nächste Woche Fotos von fünf Flaschenwerfern vom 1. Mai im Internet veröffentlichen. Nach Angaben der Polizei haben die Personen vom Kanzleiareal Flaschen auf die Behörden geworfen. Zuerst werden die Fotos verpixelt publiziert, eine Woche später dann in voller Auflösung. Ziel der Aktion ist, die Personen zu identifizieren und zu fassen.

4. Es geschehen noch Wunder: Die UBS will wieder Steuern zahlen

Während sieben Jahren hat die Grossbank UBS, welche mit unseren Steuergeldern gerettet werden musste, keine Gewinnsteuern mehr bezahlt. Wie der Tagi diese Woche berichtet, wird sich das ab nächstem Jahr wieder ändern: Über 100 Millionen will das Unternehmen an die Stadt überweisen. SP-Politikerin Rosmarie Joss sagte dem Tagi: «Es wird höchste Zeit, dass die UBS endlich wieder etwas bezahlt, statt nur von der Infrastruktur zu profitieren und sich mit Steuergeldern retten zu lassen.» Finden wir auch.




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5. Die Zuwanderung tut Zürich gut

Welch eine grosse Überraschung: Eine Studie des Städteverbandes kommt zum Schluss, dass die Migration in die Städte eine total positive Sache ist. Vor allem die Wirtschaft profitiere von den neuen Menschen, die Wirtschaft sei zwischen dank ihnen von 2002 bis 2008 um 3,2 Prozent stärker gewachsen. Die Arbeitskräfte seien zudem gut integriert, schreiben die Autoren der Studie.

Toll, dass der Städteverband die Zuwanderung für gut befindet. Schade, dass er mit Arbeitskräften und nicht mit der kulturellen Bereicherung argumentiert.

6. Franz Carl Weber muss umziehen

Normalerweise trifft die Gentrifizierung die wirtschaftlich Schwachen. Dieser Fall ist etwas anders gestrickt: Weil Franz Carl Weber die neue und höhere Miete an der Bahnhofstrasse nicht mehr bezahlen kann, muss er sich einen neuen Standort suchen. Und hat diesen offenbar bereits gefunden. Ab Anfang 2017 wird der Spielwarenladen vorne beim Bahnhof zu finden sein. Auch keine schlechte Adresse.

Titelbild: Instagram/u_s_

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