Das Selbstexperiment – Ein Leben ohne Sucht

Ohne jegliche Form von Sucht für eine ganze Woche. Daran versucht sich Redaktor Timothy Endut im Selbstexperiment. Ab morgen Montag verzichtet er nebst Nikotin und anderem auch auf sein Smartphone. Jetzt täglich auf Tsüri.ch.
18. November 2018

Es wird eine Qual! Das ist so sicher, wie das Zittern nach dem Aufstehen, wenn ich nicht gleich eine Zigarette rauche. Für eine Woche wird mich dieses Gefühl begleiten, denn für diese Zeit verzichte ich nicht nur auf Nikotin, sondern auch auf alle anderen möglichen Formen der Sucht. Ein Selbstexperiment, das ein Leben ohne Sucht simulieren soll. Oder besser gesagt: Mein Leben im Entzug und nach der Sucht.


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Dies umfasst nicht nur alle Arten von Drogen. Dabei will ich mich auch gleich einer neuartigen Sucht stellen: Der Smartphone-Sucht. Eine Woche ohne Handy! Kannst du dir das vorstellen? Wie oft werde ich wohl aus Routine oder Verlegenheit nach meinem Smartphone greifen und keines vorfinden?

Der radikale Entzug

Damit ich nicht einfach auf andere Kanäle ausweiche, um meine Sucht nach Austausch und Information zu stillen, verzichte ich auch gleich auf meinen Laptop. Ein radikaler, digitaler Entzug.

Redaktor Tim verzichtet eine Woche auf alles.

Meine Suchtmittel in der Reihenfolge, in der der Verzicht voraussichtlich am schwersten fällt:

  1. Rauchen
  2. Smartphone
  3. Internet
  4. Gamen
  5. Alkohol
  6. Kaffee

(Falls sich weitere Suchtformen bemerkbar machen würden, wird die Liste ergänzt.)

Da für mich als Journalist eines Onlinemedium die Internetrecherche und der Laptop zu meinen wichtigsten Arbeitsgeräten gehören, werde ich darauf in meiner Arbeitszeit nicht verzichten können. Private Nutzung ist während dieser Zeit jedoch verboten.

Isolation und Langeweile oder Gelassenheit?

Trotzdem will ich diese 7 Tage nicht vereinsamen, weshalb ich mir einmal täglich den Gang zur öffentlichen Telefonzelle gönne. Dort warte ich dann auf dringende Anrufe und erlaube mir zu telefonieren.

An diesem Selbstexperiment interessiert mich vorallem, was ein Leben ohne jegliche Geräte und Substanzen mit Suchtpotential für Folgen für mein Sozialleben haben: Bin ich dann automatisch isoliert? Wird mir langweilig? Oder bin ich gar gelassener und kommunikativer als sonst?

Es wird eine Herausforderung! Doch ich halte mich an Albert Camus: «Der Kampf gegen Gipfel vermag ein Menschenherz auszufüllen.» Hoffen wir, dass er recht hat.

Titelbild: Timothy Endut

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