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Das ist letzte Woche in Zürich passiert: Zoff um die Langstrasse +++ Viel Geld für wenig Zuschauerinnen +++ Kostenlose Bildung für alle?

Langstrasse, Schauspielhaus, Bildung
29. Januar 2016
Chefredaktor

1. Schon wieder Zoff wegen der Langstrasse

Es ist wie verhext und die ständigen Diskussionen rund um die Langstrasse wollen einfach nicht zur Ruhe kommen. Die einen wollen nachts ruhig schlafen können, die anderen wollen trinken, feiern und laut sein können – wobei sich Zürcher am Wochenende immer seltener an die Langstrasse verirren. Wer bekommt Recht? Ganz schweizerisch organisierte die Stadt einen runden Tisch mit Anwohnern, Vertretern aus dem Nachtleben und dem Polizeidepartement. Die Vorschläge (hier) sind höchstens Kompromisse und der Kampf um die Langstrasse wird weiter gehen. Hier gehts zu unserem Kommentar.

2. Ein Liebesbrief an den Zürcher Sommer

Die junge Digitalagentur Y7K entwickelte just zum richtigen Zeitpunkt eine Webseite, mit der wir uns zurück (oder nach vorne) in den Sommer bewegen können, dies schreibt die NZZ. Die Seite kann nicht viel – ein Reinklicken lohnt sich aber trotzdem. Vor allem an grauen Tagen wie wir sie zurzeit zu Genüge haben: http://dearzurich.com/

3. Schauspielhaus: Viel Geld für wenig Zuschauerinnen

Diese Woche präsentierte das Zürcher Schauspielhaus die Zahlen vom vergangenen Jahr:



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Damit wir nicht falsch verstanden werden: Nichts gegen das Schauspielhaus, nichts gegen die Hochkultur, nichts gegen die Kulturförderung. Die Frage sei erlaubt, warum alle mit ihren Steuern das Theater mitfinanzieren, dann aber nochmals 100 Franken für eine Karte bezahlen müssen (wer es sich überhaupt leisten kann). Sollte Kultur nicht kostenlos sein? Diese Frage stellten wir einigen Museen, Theatern und Konzerthallen.

Und hier äussert sich Peter Haerle, Kulturchef von Zürich, im Interview zum Thema.

4. Gratis Bildung für alle?

Bildung ist ein Grundrecht und keine Ware, so das Argument der Initianten der kantonalen Bildungsinitiative, über die am 28. Februar abgestimmt wird. Konkret bedeutet dies, dass alle Studien- und Prüfungsgebühren abgeschafft werden sollen und die Schulen und Universitäten somit von allen Fähigen kostenlos besucht werden können. Die NZZ befürchtet, die Initiative koste über 100 Millionen Franken pro Jahr. Mag sein. Doch es ist nichts als logisch, dass, wenn alle Menschen die gleiche Chance auf Bildung haben, sich dies auch wirtschaftlich auszahlen wird.




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5. Höhere Steuern für alle!

Jaja, wer kostenlose Kultur und Bildung für alle fordert, muss auch damit leben können, wenn die Steuern erhöht werden. Und genau dies geschieht jetzt in vielen Gemeinden des Kantons Zürich. Allerdings nicht in der Stadt, sondern nur auf dem Land. Insofern passt das schon, wenn Bildung und Kultur noch immer was kostet.

Wie der Tagi schreibt, müssen die Leute auf dem Land im nächsten Jahr auf ein Paar Jeans verzichten, weil die Steuerfüsse steigen werden. Wir Städterinnen können also solidarisch Jeans kaufen gehen oder das Geld zur Seite legen und damit im nächsten Jahr die kostenlose Bildung finanzieren.




Titelbild: Instagram/mansworldcom

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