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Das ist letzte Woche in Zürich passiert: Polizeichef Wolff angezeigt +++ Velowege sollen geflickt werden +++ Juden demonstrieren gegen das Kunsthaus

22. Januar 2016
Chefredaktor

1. Wegen Strip: Polizeichef Wolff angezeigt

Der Polizeieinsatz beim «Marsch fürs Läbe» im September hat für den Polizeichef Richi Wolff und seinen Kommandanten ein juristisches Nachspiel. Wie das SRF berichtet, seien fünf Anzeigen wegen Amstmissbrauch eingegangen.

Rund 50 Personen, die gegen die Abtreibungsgegner protestierten, mussten sich auf dem Polizeiposten ausziehen und kontrollieren lassen. Wie eine interne Untersuchung zeigte, waren diese Strips unverhältnismässig.

«Es ist für mich klar, dass die Polizei ihre Macht missbrauchte und es für die Leibesvisitationen keine gesetzliche Grundlage gab. Deshalb ist der Straftatbestand des Amtsmissbrauchs sowie der Freiheitsberaubung erfüllt», erklärte die Anwältin der Klägerinnen gegenüber «Schweiz Aktuell».

2. Die Stadt sucht auf dem Velo nach Schwachstellen



Wie 20 Minuten berichtet, will die Stadt gefährliche Stellen für Velofahrer möglichst schnell verbessern. Das Express-Team besteht aus fünf Personen, die ständig auf dem Velo durch die Stadt radeln und Schwachstellen wie fehlende Signale und mangelnde Markierungen aufspüren. «Ziel ist, dass die Verbesserungen möglichst schnell und unkompliziert realisiert werden,» so ein Sprecher des Tiefbauamtes gegenüber 20 Minuten. Wer mit dem Velo durch die Stadt fährt, kommt immer wieder an Orte, wo Velowege plötzlich aufhören oder sich gefährliche Situationen ergeben können. Viva Express-Team!




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 3. Kunst auf einem Friedhof?



Plötzlich steht das Zürcher Kunsthaus im internationalen Rampenlicht. Aber nicht etwa wegen aussergewöhnlichen Werken von grandiosen Künstlern – sondern wegen einer Baustelle. Just an diesem Ort, wo zurzeit der Erweiterungsbau entsteht, befand sich im 14. Jahrhundert ein jüdischer Friedhof. Orthodoxe Juden in London und New York befürchten nun, dass die Überreste ihrer Vorfahren im Lastwagen landen und abtransportiert werden und gehen darum auf die Strasse.



«Die Demonstrationen sind ein unnötiges Ärgernis. Es gibt keinen Grund zu protestieren. Im Gegenteil, die Zusammenarbeit mit der Stadt ist sehr gut», so der Generalsekretär beim Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG) gegenüber watson.

4. Kommt der Alkohol-Express-Shop neben das Schauspielhaus?

Das Schauspielhaus hat beim jungen Publikum noch einigen Nachholbedarf. Und doch wehrt sich der Pfauen immer wieder gegen Geschäfte, die das Quartier für jüngere Menschen attraktiver machen könnten. Wir erinnern uns an die Zeit, als der Mc Donalds neben das noble Schauspielhaus ziehen wollte und erfolgreich vertrieben wurde. Nun möchte ein Spar-Express-Laden die selben Räume mieten und frische Esswaren und Alkohol verkaufen – hauptsächlich an Schülerinnen und Studenten. Wie Radio 24 und der Tagi berichten, wehrt sich das Theaterhaus nun auch gegen diese Pläne und hat gegen das Baugesuch Einsprache erhoben.

Mc Donalds und die Spar-Express-Lokale gelten gewiss nicht als die Vorzeigeunternehmen und -Arbeitgeber. Und doch stellt sich die Frage, warum das Schauspielhaus solche Angst hat. Ist ein Zuschauer mit einem Cheesburger im Bauch ein schlechterer Kultur-Konsument?

5. Schülerinnen für eine offene Willkommenskultur

Am Donnerstag zogen rund 300 Personen, darunter viele Schüler, durch das Hochschulquartier und demonstrierten für eine offene Willkommenskultur. Die Schweizer Asylpolitik sei unmenschlich und heuchlerisch, so die Demonstrierenden.

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Nach einem kurzen Spaziergang wurde der Demonstrationszug beim Kunsthaus von der Polizei mit Gummigeschossen gestoppt und der Grossteil der Personen eingekesselt und kontrolliert. Hier geht es zum ausführlicheren Bericht.

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