Das ist letzte Woche in Zürich passiert: Knatsch wegen Köppel +++ Facebook-Foto-Verbot in Club +++ Pussy Riot zu Besuch

18. März 2016

Präsentiert von Intercomestibles – Getränkelieferungen für Zürich. Neu mit Laden an der Badenerstrasseic_header






1. Eine Portion Anarchie für Zürich

Regelmässige Tsüri-User könnten ja meinen, wir haken immer nur auf der Polizei rum. Doch das stimmt nicht. Imfall. Heute ist es Zeit für ein grosses Lob an das Polizeidepartement von Stadtrat Wolff. Denn Zürcher Beizen dürfen im Sommer erstmals ohne Bewilligung (!) draussen (!) mit Ton (!) die Spiele der Fussball-EM zeigen, wie 20 Minuten schreibt. So nahe an der Anarchie waren wir in Zürich wohl noch nie.

2. Friedas Büxe verbietet Fotos

Früher die erste Tat nach dem Ausgang: Auf Portalen wie Tilllate checken, ob man von einem Partyfotograf erwischt wurde. Dann kamen Facebook und Instagram und die Fotografen wurden wegrationalisiert. Dann kam die letzte Woche (und mit ihr der Anfang vom Ende der Partyfotos?).

Wie Alex Flach im Stadtblog vom Tagi schreibt, haben die Betreiber der Friedas Büxe ihr Club zur Fotofreien-Zone erklärt, damit sich die Besucher(innen) ohne Angst vor Konsequenzen ausleben können. Wetten, dass andere Lokale folgen werden?

Dieses Bild wurde noch vor dem Verbot aufgenommen:



Ein von @_aronmusic gepostetes Foto am



3. Die Revolution war in Zürich

Das Kaufleuten als Ursprung der Revolution in Zürich? Damit hätte wohl niemand gerechnet. Doch diese Woche war es tatsächlich soweit: Die Protest-Ikone der Pussy Riot Nadja Tolokonnikowa war zu Gast und erzählte aus ihrem Buch «Anleitung für eine Revolution».

In diesem Artikel auf watson führt Simone Meier schön aus, wie sich die junge Russin zwischen Banalitäten, revolutionären Ideen und etablierten Intellektuellen bewegt – und wie man sich auf eine Gefängnisstrafe vorbereitet.






Tsüri-Mail: Willst du gratis in den Ausgang? Im Newsletter verlosen wir wöchentlich 2x2 Gästelistenplätze. Einmal abonnieren bitte. #Partyhard 
Welche Rubriken interessieren dich?





4. Köppel hin und Köppel her

Irgendwann, wenn wir alle genug oft Köppel gesagt haben, löst er sich in Luft auf.

Die «Schweiz entköppeln», das war das Konzept einer künstlerischen Performance im Theater Neumarkt. Künstler Ruch wollte uns demnach mit verschiedenen Praktiken (zum Beispiel Voodoo) vom Nationalrat und Weltwoche-Chef befreien. Noch bevor sich auf der Bühne irgendetwas bewegte, empörte sich die Politik. In der Zeitung 20 Minuten sprach Stadtpräsidentin Corine Mauch von einer geschmacklosen Aktion und SVP und FDP fordern – was für eine Überraschung – das Ende der Subventionen für das Theater.

Köppel. Köppel. Köppel. Köppel. Köppel. Reicht es schon?




Titelbild: Instagram/marlyhab

Das könnte dich auch interessieren

Kommentare

Willst du mitreden?

Wir kämpfen zusammen für mehr Diversität, Nachhaltigkeit, Gleichstellung und ein Zürich für alle. Als Tsüri-Member bestimmst du mit, worüber wir berichten und bist Teil von verschiedenen Formaten, die unsere Stadt bewegen.

Tsüri-Member werden
Einloggen und zurück zum Artikel
Weiterlesen