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Das ist letzte Woche in Zürich passiert: Die ASZ darf bleiben +++ Bedrohter Tag der Bildung +++ Sans-Papiers in der Stadt

08. Januar 2016
Chefredaktor


1. Die Autonome Schule bleibt am Sihlquai

Gute Nachricht für die Autonome Schule Zürich (ASZ): Das migrantische Bildungsprojekt kann bis Mitte 2018 am jetzigen Standort am Sihlquai 125 bleiben, dies schreibt die Schule in einer Mitteilung. Die grosse Unterstützung aus der Öffentlichkeit habe dazu geführt, dass eine mittelfristige Lösung gefunden werden konnte. Die Räume, die die ASZ heute nutzt, muss sie zwar zugunsten der Wirtschaftsförderung verlassen, dafür wird der Dachstock eigens für den Schulbetrieb umgebaut.

2. Trotz SVP-Initiative weniger Einbürgerungen

Secondos und Ausländerinnen dürften von der drohenden Annahme der Durchsetzungsinitiative verunsichert sein, dies schreibt der Tagi. Diese Ungewissheit müsste die Einbürgerungsgesuche auch in Zürich in die Höhe schnellen lassen. Weit gefehlt. Im Vergleich zum Jahr 2009 sank die Zahl der Gesuche um einen ganzen Drittel auf 7700 im Jahr 2014. Ein kurzfristiges Rennen auf den roten Pass scheint also nicht statt zu finden. Hoffentlich rächt sich das nicht.




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3. «Illegale» Demo am tag der Bildung?

Wie die NZZ berichtete, sorgt die Ankündigung einer unbewilligten Demonstration am Tag der Bildung für Zoff. Eigentlich hätte der 13. Januar ein gemeinsamer Protest gegen die drohenden Sparmassnahmen in der Bildung werden sollen. Lehrer, Schülerinnen, Gewerkschaften und weitere wollen an diesem Mittwoch auf die Wichtigkeit der Bildung aufmerksam machen. Für den Abend wird auf Facebook für eine sogenannte Nach-Demo mobilisiert – was nicht allen gefällt.

Die offiziellen Veranstalter werden in der NZZ folgendermassen zitiert: «Das Bündnis zeigt keinen Respekt für die Arbeit, welche die Organisatorinnen und Organisatoren geleistet haben.»

Das Bündnis kontert: «Es störte uns, dass es im Manifest so klingt, als wären wir Schülerinnen und Studierende nur Investitionsgüter.»

Es sollte Platz für beides haben.

4. Sans-Papiers – unsichtbar in der Stadt

Sans-Papiers, also Menschen ohne Bleiberecht, leben mit der ständigen Angst, verhaftet und ausgeschafft zu werden. Gemäss einer Umfrage leben gut 100'000 Sans-Papiers in der Schweiz, in der Stadt Zürich sollen es über 10'000 sein. Wie schwierig ein Leben ohne Aufenthalts- und Arbeitsrecht ist, liest du in diesem Artikel der NZZ.

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