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Das ist letzte Woche in Zürich passiert: Binzparty + Widerstand im Kreis 5 + ID für Sanspapiers + Kontiki lebt!

11. März 2016
Chefredaktor

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1. Nur weil er schwarz ist

Eine Gruppe Dunkelhäutiger wollen, dass sich die Polizei mit allen Mitteln gegen das sogenannte Racial Profiling (Schikanen auf Grund der Hautfarbe) einsetze. Um ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen, hat die Anwältin der Gruppe ein verwaltungsrechtliches Verfahren eingeleitet, wie der Tagi berichtet.

Im Interview mit Tsüri.ch bekräftigte Polizeichef Wolff, dass er dieses Thema ernst nimmt und eine Arbeitsgruppe zusammen mit aussenstehenden Experten nach Lösungen suche. 

Wer sich vertieft für Racial Profiling interessiert, darf gerne diese Stellungnahme von verschiedenen Wissenschaftlerinnen lesen. 

2. Städtepass für Sanspapiers

Der Ausländerbeirat fordert im Interview mit dem Tagi eine Identitätskarte für Sanspapiers: «Sie sollen Spitäler und Schulen, Bibliotheken und Schwimmbäder nutzen und bei der Polizei Schutz suchen können. Ohne Angst, verhaftet zu werden.» New York hat eine solche karte bereits eingeführt, damit sogenannte Illegale im Alltag nicht unnötig schikaniert werden. Der Zürcher Ausländerbeirat hofft nun auf die Unterstützung der Politik und der Bevölkerung.

3. Männer zahlen 20% mehr für den ÖV

Anlässlich des Weltfrauentags verzierten Aktivistinnen zahlreiche Ticket-Automaten des ZVV. Mit diesem Sujet wollten sie auf die anhaltende Ungleichheit zwischen den beiden Geschlechtern hinweisen. Die Aktion gelang: Nur der ZVV und einige ewig gestrige Männer fanden an den Stickers keinen Gefallen.

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4. Gewaltmonopol wird durch Steuern finanziert

Die dreitägige Binz-Party im Sommer wurde beinahe von der Polizei verhindert, als ein Grossaufgebot am Freitagabend das Areal umstellte. Nach wenigen Stunden ausharren zog der Interims-Polizeichef Leutenegger seine Mannen wieder ab und das Fest konnte beginnen. Politiker forderten, dass die Besetzer die Kosten für den Polizeieinsatz bezahlen sollen – in diesem Fall: 225'000 Franken, wie 20 Minuten schreibt.

Wie auch schon in früheren Fällen entschied der Stadtrat, dass die Kosten für einen solchen Einsatz von der Stadt übernommen wird: «Die Ausübung des Gewaltmonopols wird mit allgemeinen Staatsmitteln und nicht mit Gebühren finanziert.»




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5. Die Zivilgesellschaft ist im Kreis 5 angekommen

Die viel gelobte Zivilgesellschaft ist nun also auch im Zürcher Kreis 5 angekommen: Weil der Quartierladen am Limmatplatz unter fadenscheinigen Argumenten seinen Mietvertrag zu verlieren droht, hat das Quartier eine Petition gestartet. Die Betreiberin des Ladens gibt sich gegenüber watson optimistisch: «Ich kämpfe, wir bleiben hier». Unterstützt werden sie von der Gruppe 5im5i. Deren Sprecher gegenüber dem Newsportal: «Wir wollen, dass das Problem der Vertreibung von Läden aus dem Kreis 4 und 5 in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen wird. Und, dass sich Widerstand gegen diese Vertreibung zu formieren beginnt.»

6. Das Kontiki lebt!

Die Trauer war gross, als Ende 2015 die Kultlokale Kontiki und Züri-Bar ihre Türen scheinbar für immer schliessen mussten. Nun steht die Wiederauferstehung an: Wie der Tagi berichtet, übernehmt eine Gruppe junger Gastronomen die beiden Bars (u. a. die beiden Betreiberinnen der Kante, die Ende Februar ihre Zwischennutzung bei der Bäcki geschlossen hat). Nach eigenen Angaben wollen sie möglichst viel so lassen, wie es früher war. Prost!

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