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Das ist letzte Woche in Züri passiert: Studis auf Drogen, Musik im HB und ein Glanzstück der NZZ (#Ironie)

Burenweg bleibt, NZZ macht sich lächerlich
18. Dezember 2015
Chefredaktor

1. Die NZZ, die Stadt und die Linksextremen

Die NZZ über Linksextreme: «Sie greifen regelmässig Leute an und lassen ihrer Zerstörungswut freien Lauf. Dennoch dürfen Linksextreme im rot-grünen Zürich immer noch auf ein irritierendes Mass an Duldung und Verständnis zählen.»

In diesem Artikel ist so ziemlich alles falsch: Sogenannte linke Chaoten geniessen bei der Stadt und vor allem auch bei der Polizei überhaupt kein Verständnis. Sogar friedliche Demonstrationen werden oftmals bereits im Keim erstickt, die Uniformierten gehen sogar gegen Neunjährige Schülerinnen mit Gummischrot vor.

Das Unverständnis der Behörden geht weit über die Linksextremen hinaus, wie im Fall der Flüchtlingskundgebung vom September zeigt. Familien, Aktivisten, normale Leute aus der Stadt werden in ihren demokratischen Grundrechten massiv beschnitten.

Dass die NZZ mit diesem Artikel die halbe Stadtbevölkerung in die gewalttätige Ecke drängt und der Stadt Untätigkeit vorwirft, ist schlicht lächerlich. Übrigens: Der entsprechende Journalist ist kein unbeschriebenes Blatt – er schrieb bis vor Kurzem für die Weltwoche. Wahrlich kein liberales Qualitätsblatt. Zum Glück hat Vice dagegen gehalten und einiges richtig gestellt.

2. Zum Glück wird gespart!

8,7 Milliarden Franken – so viel wir die Stadt Zürich nächstes Jahr ausgeben, dies beschloss der Gemeinderat diese Woche. Damit wird weniger Geld ausgegeben, als der Stadtrat wollte – es wird gespart.

Bei den Budget-Debatten versuchen alle Parteien ihre wichtigsten Botschaften zu platzieren: Die Rechten wollen beim Sozialstaat sparen, die Grünen bei allen Strasse, welche keine Velowege haben, die AL bei der Stadtaufwertung – nur die SP steht meist hinter der Regierung, welche ja auch hauptsächlich aus Sozis besteht.

philipp_amstutz

Sparen verheisst übrigens nicht immer etwas Schlimmes: Weil das Geld fehlt, wird der Burenweg nicht umgebaut und die die Kommune darf bleiben. Wie wir in diesem Artikel geschrieben haben, wollten die Stadt-Hippies mit einer Petition verhindern, dass sie aus ihrem Zuhause vertrieben werden und stiessen auf taube Ohren. Direkte Demokratie ist zwar gut und recht, aber halt nicht so mächtig wie das Geld. Kein Geld = keine Luxussanierung = Kommune bleibt.

3. Musik im HB: Warum?

Im neuen Teil des Zürcher Hauptbahnhofes werden die Pendlerinnen seit einigen Tagen mit Musik beschallt. Während den Stosszeiten seien die Klänge langsamer, wenn wenige Leute unterwegs sind, seien sie schneller, wie der Tagi schreibt.

Nicht ganz klar ist allerdings, warum die Pendler jetzt mit Musik beschallt werden. Ist es, weil die Reizüberflutung mit dem grellen Licht, den vielen Läden, den leuchtenden Reklamen und den gestressten Menschen noch nicht gross genug war?

Der Mediensprecher der SBB sagte zum Tagi, Ziel sei, herauszufinden, wie die Reisenden auf die Klänge reagieren (sic!). Und: Er denke nicht, dass jemand überfordert werde, in den Läden dröhne es schliesslich auch aus den Boxen. Das nenne ich mal eine klare Zielsetzung!

4. Studis wollen keine Drogen

Offenbar haben wir diese Woche komplett an unserer Zielgruppe vorbei geschrieben: Hier listeten wir die besten Lerndrogen auf. Aber wie der Blick berichtet, wollen sieben von zehn Studierende beim Lernen nicht schummeln und verzichten darum auf Hinrdoping.

Die Studie wurde an den Universitäten Basel, Zürich und der ETH Zürich zurchgeführt.

Titelbild: Instagram/ysendjaja

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