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Das ist diese Woche in Zürich passiert: Zoff in der Sprayer-Szene +++ Sparen für Fortgeschrittene

15. April 2016
Chefredaktor

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1. «He, da bin ich! Schaut mich an!»

Diese Woche verschickten fast alle grösseren Newsportale eine Pushnachricht: «Sprayer Puber schon wieder in Wien verhaftet.» Offenbar wurde der 31-Jährige beim Veloklauen erwischt und wehrte sich dann gegen die Polizisten. Wie watson schreibt, bestreitet der Sprayer die Vorwürfe. Trotzdem sitzt er nun in Untersuchungshaft. Glaubt man den Geschichten, geht es Puber sowieso hauptsächlich um die Aufmerksamkeit, weshalb er jahrelang Graffitis von anderen überspayte.

Mann kann sagen, der junge Mann hat sein Ziel erreicht. Mir kommt keine andere Person in den Sinn, welche mit einem versuchten Velodiebstahl Schlagzeilen und Pushnachrichten auslösen könnte.

2. Streit unter Sprayern

Wir bleiben bei der Sprayerszene: Crews, die den Schritt aus der Illegalität wagen und plötzlich für hohe Summen Auftragsarbeiten an die Hauswände sprühen, verlieren bei ihren ehemaligen Weggefährten rasch den Respekt. Doch dass die Crews Graffitis von anderen übersprayen, zeugt von mehr als nur fehlendem Respekt.

So geschehen diese Woche an mehreren Orten bei Graffitis der Gruppe «One Truth». Die Sprayer zum Tagi: «Das ist einfach nur feige und hat sehr viel mit Missgunst zu tun.» Worum der Streit geht und wer die Werke übersprayte ist unklar, die Besitzer der Hauswände haben Anzeige gegen Unbekannt eingereicht.

2016-04-14 11.04.12




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3. Sparen für Fortgeschrittene

Bis im Jahr 2020 will der Kanton Zürich mit 125 Massnahmen 1,8 Milliarden Franken einsparen. Wie die NZZ schreibt, werden die grössten Beträge bei der Bildung, der Gesundheit und im Volkswirtschaftsdepartement gespart. Zudem werden die Subventionen der dezentralen Drogenhilfe, das kantonale Energieförderprogramm und viele weitere kleine Projekte eingestellt (Pendlerabzüge werden gekürzt, Schiffspassagiere sollen mehr bezahlen).

Auf der Seite der Einnahmen wird momentan nichts verändert. Die grossen Steuerzahler hätten dem Kanton versichert, dass sie in den nächsten Jahren mehr in die Staatskasse zahlen werden, als ursprünglich budgetiert. Sicher ist das keinesfalls, doch kommen sie so vorerst um eine Steuererhöhung herum.

Dass diese Massnahmen nicht allen gefallen, liegt auf der Hand. Besonders gegen den Abbau bei der Bildung regt sich Widerstand: Schon vor Monaten gingen Lehrerinnen und Schüler auf die Strasse, um gegen das Sparpaket bei der Bildung zu demonstrieren. Genützt hat es bisher nichts.

Das Bündnis «Schluss mit Kürzen» schreibt in einer Mitteilung, dass eigentlich genug Geld da sei: «Jedoch haben jahrelange neoliberale Politik und eine lange Reihe von Steuergeschenken dazu geführt, dass Unternehmen und Reiche immer weniger Steuern bezahlen, während man uns, mit dem Hinweis auf ein ausgeglichenes Budget, einen Teil unseres Lohnes, in Form von Service Public, zusammenstreicht.»

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