Das ist diese Woche in Zürich passiert: Wuchermiete bei der Stadt? Wann kommt die U-Bahn? Wann sinken die Mieten?

01. April 2016

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Wann kommt die U-Bahn?

Wenn das Stadtparlament über einen neuen Richtplan debattiert, hat das weitreichende Folgen. Denn dieser hat eine Gültigkeit von 20 bis 25 Jahren und regelt in grossen Teilen die Weiterentwicklung des öffentlichen Raumes.

Ein wichtiger Punkt: der öffentliche Verkehr. Weil Zürich bis 2040 um bis zu 80'000 Personen wächst, muss verdichtet werden. Und eine Lösung für das Platzproblem könnte sein, dass der ÖV unter den Boden verlegt wird. Dann taucht immer wieder die Forderung nach einer städtischen U-Bahn auf. So auch bei der aktuellen Diskussion, die der Gemeinderat seit diesem Mittwoch führt. Bis wir unter dem Boden umherdüsen, dürfte es aber noch eine ganze Weile dauern. Das Parlament ist sich nicht einig, ob es sich lohnt, den Boden zu durchlöchern und ausserdem ist dafür sowieso der Kanton zuständig.

Ausführlichere Informationen gibt es im Artikel von 20 Minuten.

Verlangt die Stadt Wuchermieten?

Direkt gegenüber vom Kinderkino-Stüssihof steht ein Starbucks. Noch. Denn der grüne Riese verlässt das Lokal an bester Lage mitten in der Altstadt. Was kommt als nächstes? Wohl wieder eine internationale Kette oder zumindest ein Luxusgeschäft. Denn die Stadt, der die Immobilie gehört, verlangt pro Monat 10'000 Franken Miete – jährlich sind das 120'000 Franken!

Wie der Stadtblog vom Tagi rechnet, muss ein eventuelles neues Kaffee täglich 100 Kaffees verkaufen, um überhaupt die Miete bezahlen zu können – die Nebenkosten seien damit noch nicht gedeckt. Da hätte die Stadt für einmal die Möglichkeit, das überladene Niederdorf etwas aufzumischen und zum Beispiel für einen Familienbetrieb zugänglich zu machen. Hätte, würde, könnte. Leider nein.




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Der nächste Quartierladen wird vertrieben

Ein Aufschrei ging durch die Stadt, als bekannt wurde, dass der Quartierladen am Limmatplatz keinen neuen Mietvertrag erhält. Wenn die Petition der Anwohnerinnen nichts bringt, muss sich die Familie bald um eine neue Existenzgrundlage kümmern.

Nun ist bereits der nächste dran: Der Türkenladen am Albisriederplatz musste diese Woche für immer seine Türen schliessen, dies schreibt der Tagi.

Der Grund für die Kündigung ist an Realsatire nicht zu überbieten: Die Migros sicherte sich das Lokal und freut sich, ab Sommer die Passanten mit einem thailändischen Take-Away locken zu können.

Neben diesem Quartierladen wird auch die Traditions-Bäckerei Bauer bald schliessen. An seine Stelle kommt eine internationale Gastro-Kette. Die Aufwertung schreitet munter voran.

Was tun gegen die hohen Mieten?

An dieser Stelle empfehlen wir ein Lesestück für das Wochenende: Ernst Hubeli, Architekt und Städtebauprofessor, erklärt im Tagi, wie sich unsere schöne Stadt aus dem «Wohnparadox» befreien könnte.

Lesen lohnt sich.

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